{"id":105344,"date":"2025-05-12T18:22:11","date_gmt":"2025-05-12T18:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/105344\/"},"modified":"2025-05-12T18:22:11","modified_gmt":"2025-05-12T18:22:11","slug":"nordrhein-westfalen-erstmals-in-der-geschichte-offizieller-streik-bei-ford-werken-in-koeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/105344\/","title":{"rendered":"Nordrhein-Westfalen: Erstmals in der Geschichte: Offizieller Streik bei Ford-Werken in K\u00f6ln"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 12.05.2025 18:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die IG Metall ruft die Besch\u00e4ftigten von Ford K\u00f6ln offiziell zum Streik auf, zum ersten Mal in der Geschichte des Standorts.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei den fast hundert Jahre alten K\u00f6lner Ford-Werken kommt es erstmals zu einem offiziellen Streik, der \u00fcber den Charakter eines Warnstreiks hinausgeht. Die Protestaktion gegen einen geplanten Stellenabbau an dem Standort mit 11.500 Besch\u00e4ftigten soll am Mittwochmorgen beginnen und bis Ende der Nachtschicht am Donnerstagmorgen dauern, wie die IG Metall mitteilte. Nach der Urabstimmung reagiert die Gewerkschaft damit auf den geplanten Stellenabbau des Autobauers.<\/p>\n<p>    Fast 3.000 Arbeitspl\u00e4tze in Gefahr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Management m\u00f6chte bis Ende 2027 2.900 Arbeitspl\u00e4tze streichen, um Kosten zu senken. Betroffen w\u00e4re also rund jeder vierte Arbeitsplatz. Dagegen l\u00e4uft die Gewerkschaft Sturm. Sie wirft der Firmenspitze eine Konzeptlosigkeit vor, die den Fortbestand der traditionsreichen Ford-Deutschlandtochter gef\u00e4hrde. Beim Streik kann die IG Metall mit einem breiten R\u00fcckhalt der Besch\u00e4ftigten rechnen: Rund 80 Prozent sind Gewerkschaftsmitglieder, der Unmut ist gro\u00df.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Lage bei Ford hatte sich zugespitzt, nachdem der amerikanische Mutterkonzern eine Vereinbarung gek\u00fcndigt hatte, die den Konzern zur \u00dcbernahme von Schulden der K\u00f6lner Tochtergesellschaft verpflichtete. Die IG Metall setzt sich f\u00fcr einen Sozialtarifvertrag ein, der hohe Abfindungen und finanzielle Sicherheiten im Falle einer Insolvenz f\u00fcr die Belegschaft vorsieht.<\/p>\n<p>    Hohe Verluste mit Produktion von E-Autos<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nFord hatte den K\u00f6lner Standort komplett auf den Bau von Elektroautos umgestellt. Allerdings verkaufen sich die Modelle schlecht und das Unternehmen macht hohe Verluste mit der Produktion. Stellen sollen vor allem in den Bereichen gestrichen werden, die nicht zwingend f\u00fcr die Produktion von Elektroautos gebraucht werden. Betroffen davon k\u00f6nnten insbesondere das Entwicklungszentrum und das Ersatzteilzentrum sein, aber auch der Werkschutz.<\/p>\n<p>    Warnstreiks im M\u00e4rz und April<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Protest von Ford-Mitarbeitern bei einem Demozug: &#8222;Wir bleiben Ford&#8220;\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm M\u00e4rz und April hatte es bereits Warnstreiks gegeben. Danach blieben die Verhandlungen festgefahren. Die IG Metall f\u00fchrte daraufhin in der vergangenen Woche erstmals eine Urabstimmung bei den Ford-Werken durch. 93,5 Prozent der bei Ford t\u00e4tigen IG-Metall-Mitglieder erkl\u00e4rten sich in der Befragung bereit f\u00fcr Streiks, um den Druck auf das Management zu erh\u00f6hen und ihre Forderungen durchzusetzen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\n&#8222;Es ist Zeit f\u00fcr den Arbeitgeber, sich zu bewegen und eine Gesamtl\u00f6sung f\u00fcr die Belegschaft in K\u00f6ln hinzubekommen&#8220;, sagte der Betriebsratschef von Ford Deutschland, Benjamin Gruschka.\u00a0Das Management der K\u00f6lner Fordwerke hat sich zum Streik am Mittwoch noch nicht ge\u00e4u\u00dfert. Kerstin Klein, die f\u00fcr die IG Metall \u00fcber den Sozialtarifvertrag verhandelt, sagte dem WDR, sie warte auf ein Gespr\u00e4chsangebot von Ford.<\/p>\n<p>    Wilder Streik vor mehr als 50 Jahren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Streik ab Mittwoch ist der erste offizielle in der Geschichte der K\u00f6lner Ford-Werke. 1973 hatten vornehmlich t\u00fcrkische Gastarbeiter in einem sogenannten wilden Streik ohne Unterst\u00fctzung der IG Metall die Arbeit niedergelegt. Nachdem 300 Gastarbeiter entlassen worden waren, weil sie zu sp\u00e4t aus dem Heimaturlaub zur\u00fcckkamen, demonstrierten mehrere hundert ihrer Kollegen f\u00fcr ihre Wiedereinstellung. Der wilde Streik bei Ford wurde letztendlich gewaltsam von der Polizei beendet.<\/p>\n<ul class=\"buttongroup buttongroup--copytext\">\n<li class=\"buttongroup__item\">\n<p>    <a class=\"btn btn--text btn--standard-secondary btn--fullwidth\" href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/rheinland\/koeln-streik-ford-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Urabstimmung bei Ford: Deutliche Mehrheit f\u00fcr Streiks<br \/>\n        Pfeil rechts<\/p>\n<p>    <\/a>\n<\/li>\n<li class=\"buttongroup__item\">\n<p>    <a class=\"btn btn--text btn--standard-secondary btn--fullwidth\" href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/rheinland\/investoren-werksgelaende-ford-koeln-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Betriebsrat best\u00e4tigt: Investoreninteresse an Teilen des Ford-Gel\u00e4ndes<br \/>\n        Pfeil rechts<\/p>\n<p>    <\/a>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnsere Quellen:<\/p>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>Nachrichtenagentur dpa<\/li>\n<li>Mitteilung der Gewerkschaft IG Metall<\/li>\n<li>Friedrich-Ebert-Stiftung e. V.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcber dieses Thema berichten wir im WDR am 12.05.2025 auch im Fernsehen: WDR aktuell, 16 Uhr.<\/p>\n<p>                                        <a class=\"backlink__link\" href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/streik-bei-ford-in-koeln-ab-mittwoch-wird-dort-erstmals-die-arbeit-niedergelegt-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                                                <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Westdeutscher Rundfunk\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/lra-wdr-logo-100.svg.svg+xml\" height=\"40\" width=\"40\"\/><\/p>\n<p>                                        <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 12.05.2025 18:29 Uhr Die IG Metall ruft die Besch\u00e4ftigten von Ford K\u00f6ln offiziell zum Streik auf, zum&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":105345,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1828],"tags":[29,30,1420,1209,225],"class_list":{"0":"post-105344","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-koeln","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-koeln","11":"tag-nordrhein-westfalen","12":"tag-wdr"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105344"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105344\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/105345"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=105344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=105344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}