{"id":1055297,"date":"2026-05-29T18:16:15","date_gmt":"2026-05-29T18:16:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1055297\/"},"modified":"2026-05-29T18:16:15","modified_gmt":"2026-05-29T18:16:15","slug":"31-mai-2026-weltnichtrauchertag-zu-viele-chancen-verpasst-lungenkrebs-weiter-haeufig-vermeidbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1055297\/","title":{"rendered":"31. Mai 2026 \u2022 Weltnichtrauchertag \u201eZu viele Chancen verpasst: Lungenkrebs weiter h\u00e4ufig vermeidbar\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.hallelife.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Foto\u00a9Martha-Maria-Krankenhaus-Halle-Doelau_Prof.-W.-Schuette-Foto\u00a9SAKG_Marcus-Andreas-Mohr_Prof.-Dirk-Vordermark-1.jpg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n\t\t\t<img alt=\"31. Mai 2026 \u2022 Weltnichtrauchertag \u201eZu viele Chancen verpasst: Lungenkrebs weiter h\u00e4ufig vermeidbar\u201c\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Foto\u00a9Martha-Maria-Krankenhaus-Halle-Doelau_Prof.-W.-Schuette-Foto\u00a9SAKG_Marcus-Andreas-Mohr_Prof.-Dir.jpeg\" decoding=\"async\" class=\"lazyload\" data-eio-rwidth=\"1440\" data-eio-rheight=\"564\"\/>\t\t<\/a><\/p>\n<p>\n\t\t\tFoto\u00a9Martha-Maria Krankenhaus Halle-D\u00f6lau_Prof. W. Sch\u00fctte, Foto\u00a9SAKG_Marcus-Andreas Mohr_Prof. Dirk Vordermark\t\t<\/p>\n<p>\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\tvon <a href=\"https:\/\/www.hallelife.de\/author\/sh\/\" title=\"Beitr\u00e4ge von sh\" rel=\"author nofollow noopener\" target=\"_blank\">sh<\/a>\t\t\t\t&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.hallelife.de\/2026\/05\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">29. Mai 2026<\/a>&#13;<\/p>\n<p class=\"caps\">Halle (Saale), 31. Mai 2026. Zum Tag des Nichtrauchens richtet die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft einen eindringlichen Appell an \u00d6ffentlichkeit, Politik und Familien: Lungenkrebs ist in den meisten F\u00e4llen vermeidbar \u2013 und wird dennoch viel zu oft zu sp\u00e4t erkannt. Hinter den Zahlen stehen Menschen, deren Erkrankung h\u00e4ufig h\u00e4tte verhindert werden k\u00f6nnen. Rund 85 bis 90 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen sind auf Tabakkonsum zur\u00fcckzuf\u00fchren, und jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 130.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Gerade in Sachsen-Anhalt ist die Situation besonders ernst, weil hier \u00fcberdurchschnittlich viele Menschen rauchen und die Belastung durch tabakbedingte Erkrankungen entsprechend hoch ist.<\/p>\n<p>Gleichzeitig ver\u00e4ndert sich das Konsumverhalten, ohne dass das Risiko sinkt. Klassische Zigaretten werden zunehmend durch E-Zigaretten, Vapes, Shisha oder Tabakerhitzer erg\u00e4nzt oder ersetzt, h\u00e4ufig werden mehrere Produkte parallel genutzt. Besonders besorgniserregend ist, dass junge Menschen \u00fcber diese vermeintlich \u201eharmloseren\u201c Formen in den Nikotinkonsum einsteigen. Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft beobachtet mit gro\u00dfer Sorge, dass der Einstieg in die Abh\u00e4ngigkeit weiterhin fr\u00fch erfolgt \u2013 und teilweise sogar durch Erwachsene verharmlost oder indirekt gef\u00f6rdert wird. Es ist ein alarmierendes Signal, wenn Eltern ihren Kindern E-Zigaretten oder Vapes zur Verf\u00fcgung stellen, weil diese als weniger sch\u00e4dlich wahrgenommen werden. Nikotin bleibt ein Suchtstoff, und auch diese Produkte f\u00fchren Schadstoffe in die Lunge und k\u00f6nnen langfristig schwere Erkrankungen beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund gewinnt Pr\u00e4vention eine noch gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft setzt sich daf\u00fcr ein, Aufkl\u00e4rungsarbeit fr\u00fchzeitig und konsequent in Schulen zu verankern und Eltern st\u00e4rker einzubeziehen. Ziel muss es sein, das Einstiegsalter in den Konsum deutlich anzuheben und jungen Menschen eine klare, verl\u00e4ssliche Orientierung zu geben. Wer gar nicht erst beginnt zu rauchen, sch\u00fctzt sich am wirksamsten vor Lungenkrebs.<\/p>\n<p>Gleichzeitig er\u00f6ffnet die medizinische Entwicklung neue Chancen. Seit April 2026 steht erstmals ein gesetzliches Lungenkrebs-Screening f\u00fcr Menschen mit erh\u00f6htem Risiko zur Verf\u00fcgung. Mithilfe moderner Niedrigdosis-CT-Untersuchungen k\u00f6nnen Tumoren fr\u00fchzeitig erkannt werden, oft noch bevor Beschwerden auftreten. Das ist ein wichtiger Fortschritt, denn bislang wird nur ein kleiner Teil der Erkrankungen in einem fr\u00fchen Stadium diagnostiziert. Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft bewertet diese Entwicklung ausdr\u00fccklich positiv, sieht aber zugleich deutliche Herausforderungen in der Umsetzung. Der Zugang zur Fr\u00fcherkennung ist derzeit noch nicht fl\u00e4chendeckend gesichert, da spezialisierte Strukturen erst aufgebaut werden m\u00fcssen und die Versorgung regional unterschiedlich ist. Fr\u00fcherkennung entfaltet ihre Wirkung nur dann, wenn sie f\u00fcr die Menschen tats\u00e4chlich erreichbar ist.<\/p>\n<p>Diese Einsch\u00e4tzung teilt auch Prof. Dr. Wolfgang Sch\u00fctte, Chefarzt der Pneumologie und Leiter des regionalen Lungenkrebszentrums in Halle (Saale) am Krankenhaus Martha-Maria Halle-D\u00f6lau sowie ma\u00dfgeblich an der S3-Leitlinie Lungenkarzinom beteiligt. \u201eDas neue Screening ist ein Meilenstein, weil wir Lungenkrebs deutlich h\u00e4ufiger in einem heilbaren Stadium entdecken k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt der ausgewiesene Experte. \u201eGleichzeitig stehen wir vor der Aufgabe, die notwendigen Strukturen so auszubauen, dass dieses Angebot auch wirklich bei den Menschen ankommt. Gerade in Regionen mit hoher Belastung ist das entscheidend.\u201c Zugleich betont er, dass Fr\u00fcherkennung und Pr\u00e4vention untrennbar zusammengeh\u00f6ren: \u201eDas Screening ist wichtig, aber der wirksamste Schutz bleibt, gar nicht erst mit dem Rauchen zu beginnen oder rechtzeitig aufzuh\u00f6ren. Neue Konsumformen d\u00fcrfen nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass das Risiko bestehen bleibt.\u201c<\/p>\n<p>Auch Prof. Dr. Dirk Vordermark, Vorstandsvorsitzender der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und Direktor der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Strahlentherapie an der Universit\u00e4tsmedizin Halle (Saale), unterstreicht die Bedeutung eines konsequenten Handelns: \u201eWir sehen in der t\u00e4glichen Versorgung, welche Folgen ein sp\u00e4ter Erkrankungszeitpunkt hat. Moderne Therapien k\u00f6nnen viel leisten, aber sie ersetzen nicht die Pr\u00e4vention. Gerade deshalb m\u00fcssen wir alles daransetzen, den Einstieg in den Nikotinkonsum zu verhindern und gleichzeitig die Fr\u00fcherkennung konsequent auszubauen.\u201c Mit Blick auf junge Menschen erg\u00e4nzt er: \u201eEs ist ein gesellschaftliches Signal, wenn vermeintlich harmlose Produkte wie Vapes den Weg in die Abh\u00e4ngigkeit ebnen. Hier braucht es klare Aufkl\u00e4rung und Verantwortung \u2013 auch im famili\u00e4ren Umfeld.\u201c<\/p>\n<p>Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf auf mehreren Ebenen: bei der konsequenten Pr\u00e4vention, bei der Aufkl\u00e4rung \u00fcber alle Formen des Nikotinkonsums und beim schnellen Ausbau der Fr\u00fcherkennung. \u201eLungenkrebs ist eine der wenigen Krebsarten, bei denen wir so viel in der Hand haben\u201c, hei\u00dft es abschlie\u00dfend. \u201eWir k\u00f6nnen ihn in vielen F\u00e4llen verhindern \u2013 und dort, wo er entsteht, fr\u00fcher erkennen. Diese Chance m\u00fcssen wir nutzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Foto\u00a9Martha-Maria Krankenhaus Halle-D\u00f6lau_Prof. W. Sch\u00fctte, Foto\u00a9SAKG_Marcus-Andreas Mohr_Prof. Dirk Vordermark &#13; &#13; von sh &#13; 29. 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