{"id":1055756,"date":"2026-05-29T22:45:15","date_gmt":"2026-05-29T22:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1055756\/"},"modified":"2026-05-29T22:45:15","modified_gmt":"2026-05-29T22:45:15","slug":"erschreckende-polizeibilanz-am-bielefelder-hauptbahnhof-344-straftaten-in-einem-jahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1055756\/","title":{"rendered":"Erschreckende Polizeibilanz am Bielefelder Hauptbahnhof: 344 Straftaten in einem Jahr"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Bielefeld\/Berlin. 344 Straftaten z\u00e4hlte die Bundespolizei im Jahr 2025 im Bielefelder Hauptbahnhof. Das hei\u00dft, dass die Sicherheitsbeh\u00f6rden fast jeden Tag im Bahnhofsgeb\u00e4ude oder auf den Bahnsteigen einmal zu tun hatten. Besonders erschreckend ist der hohe Anteil an Gewaltdelikten im Hauptbahnhof: 103 der 344 Taten z\u00e4hlen dazu. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor.<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Noch gr\u00f6\u00dfer als die Zahl der Raub- und K\u00f6rperverletzungsdelikte im Bahnhof ist die Zahl der dortigen Eigentumsdelikte. 116-mal registrierte die Polizei Taschen- und Ladendiebstahl. 86 Taten beziehen sich auf Sachbesch\u00e4digungen. Vergleichsweise selten registrierte die Polizei Drogen- (31) und Sexualdelikte (5) und am wenigsten wurden Waffendelikte (3) erfasst.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Letzteres erstaunt, hatte die Bundespolizei doch im Sommer 2025 die Waffenkontrollen rund um die Partyn\u00e4chte am Boulevard auch im Bahnhofareal deutlich verst\u00e4rkt. Doch Verst\u00f6\u00dfe gegen die tempor\u00e4re Waffenverbotszone sind nicht in jedem Fall auch Verst\u00f6\u00dfe gegen das allgemeing\u00fcltige Waffengesetz. In sechs F\u00e4llen haben T\u00e4ter sogar Bundespolizisten angegriffen.<\/p>\n<p>Zahl der Messertaten im Bielefelder Hauptbahnhof erfreulich klein<\/p>\n<p class=\"em_text\">Erfreulich klein ist die Zahl der Gewalttaten, bei denen ein Messer eingesetzt oder zumindest mitgef\u00fchrt wurde. Hier kommt die Bundespolizei lediglich auf zwei F\u00e4lle. In einem Fall wurde das Messer benutzt, im zweiten Fall war es zumindest in der Tasche eines T\u00e4ters.<\/p>\n<p id=\"absatz5\"><b class=\"bold\">Treppentanz-Party:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24338555_Treppentanz-Party-Polizei-verhaengt-am-Samstag-Waffenverbot-am-Bielefelder-Hauptbahnhof.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Polizei verh\u00e4ngt am Samstag Waffenverbot am Bielefelder Hauptbahnhof <\/a><\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Der Bielefelder AfD-Abgeordnete Maximilian Kneller und einige andere westf\u00e4lische Parteikollegen hatten gleichlautende Anfragen zu den Hauptbahnh\u00f6fen Bielefeld, G\u00fctersloh, Minden und Paderborn an die Bundesregierung abgegeben.<\/p>\n<p id=\"absatz7\"><b class=\"bold\">Bielefeld<\/b> kommt im Hauptbahnhof auf 344 Straftaten:<\/p>\n<ul>\n<li>116-mal Eigentumsdelikte,<\/li>\n<li>103-mal Gewaltdelikte,<\/li>\n<li>86-mal Sachbesch\u00e4digungen,<\/li>\n<li>31-mal Drogen,<\/li>\n<li>5-mal Sexualdelikte,<\/li>\n<li>3-mal Waffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"absatz8\"><b class=\"bold\">Paderborn<\/b> kommt im Bahnhof auf 195 Straftaten:<\/p>\n<ul>\n<li>78-mal Sachbesch\u00e4digungen,<\/li>\n<li>45-mal Drogen,<\/li>\n<li>43-mal Gewalt,<\/li>\n<li>28-mal Eigentumsdelikte,<\/li>\n<li>6-mal Waffen<\/li>\n<li>\n0 Sexualdelikte.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"absatz9\"><b class=\"bold\">Minden<\/b> kommt im Bahnhof auf 75 Straftaten:<\/p>\n<ul>\n<li>54-mal Sachbesch\u00e4digungen,<\/li>\n<li>14-mal Eigentumsdelikte,<\/li>\n<li>6-mal Gewaltdelikte,<\/li>\n<li>1-mal Drogen,<\/li>\n<li>\n0 Sexualdelikte,<\/li>\n<li>\n0 Waffen.<\/li>\n<\/ul>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Eine gleichlautende Frage zum Bahnhof G\u00fctersloh hat die Bundesregierung versehentlich mit den Zahlen des Hauptbahnhofs Bielefeld beantwortet.<\/p>\n<p>Etwas mehr deutsche Gewaltt\u00e4ter als nichtdeutsche<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Die AfD wollte \u2013 wie immer \u2013 auch die Herkunft der ermittelten Tatverd\u00e4chtigen erfahren. 198 Tatverd\u00e4chtige konnten ermittelt werden. 101 von ihnen waren deutsche Staatsb\u00fcrger, 97 waren nichtdeutsch. W\u00e4hrend bei den Gewaltdelikten der Anteil der deutschen Staatsb\u00fcrger gr\u00f6\u00dfer war (56 Prozent) als der der nichtdeutschen Tatverd\u00e4chtigen, ist das Verh\u00e4ltnis bei Eigentums- (48 Prozent Deutsche) und Drogendelikten (41 Prozent Deutsche) anders herum.<\/p>\n<p id=\"absatz12\"><b class=\"bold\">Zivilcourage: <\/b><a href=\"https:\/\/www.nw.de\/lokal\/bielefeld\/mitte\/24302069_Mutige-Zeuginnen-stoppen-polizeibekannten-Mann-im-Bielefelder-Hauptbahnhof.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mutige Zeuginnen stoppen polizeibekannten Mann im Bielefelder Hauptbahnhof <\/a><\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Die drei Verst\u00f6\u00dfe gegen das Waffengesetz im Hauptbahnhof wurden ausschlie\u00dflich von Deutschen ver\u00fcbt. Bei den Angriffen gegen Bundespolizisten waren drei ermittelte Tatverd\u00e4chtige deutscher Herkunft, einer war nichtdeutsch.<\/p>\n<p>Bielefelder AfD-Bundestagsabgeordneter fordert Konsequenzen<\/p>\n<p id=\"absatz14\">Maximilian Kneller (AfD) nimmt das Thema in einem Facebook-Post auf und kritisiert, dass \u201edas Establishment in Bielefeld aus Angst vor Rassismus-Vorw\u00fcrfen die Ausl\u00e4ndergewalt zum Naturereignis \u2019frame\u2019\u201c. \u201eDabei sprechen mich vor allem oft t\u00fcrkischst\u00e4mmige Schaffner und Sicherheitsleute auf das Problem an\u201c, schreibt der Bundestagsabgeordnete weiter und fordert Konsequenzen. <\/p>\n<p id=\"absatz15\">Die Gr\u00fcnen-Bundestagsabgeordnete Schahina Gambir (fr\u00fcher Bielefeld, jetzt Minden-L\u00fcbbecke) reagiert auf die Kneller-Anfrage: \u201eWas die AfD mit dieser Anfrage wirklich bezweckt, ist offensichtlich. Keine einzige ihrer zehn Fragen zielt darauf ab, die Situation vor Ort zu verbessern, die Bundespolizei besser auszustatten oder konkrete Sicherheitsma\u00dfnahmen anzuregen. Stattdessen dreht sich die H\u00e4lfte der Fragen darum, Tatverd\u00e4chtige nach Nationalit\u00e4t aufzuschl\u00fcsseln, um gezielt Ressentiments zu sch\u00fcren. Wer unsere St\u00e4dte sicherer machen will, der sucht nach L\u00f6sungen und nicht nach Herkunftsnachweisen.\u201c<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bielefeld\/Berlin. 344 Straftaten z\u00e4hlte die Bundespolizei im Jahr 2025 im Bielefelder Hauptbahnhof. 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