{"id":105643,"date":"2025-05-12T21:03:12","date_gmt":"2025-05-12T21:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/105643\/"},"modified":"2025-05-12T21:03:12","modified_gmt":"2025-05-12T21:03:12","slug":"4600-kinder-aber-kein-kinderarzt-so-will-muenchen-abhilfe-schaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/105643\/","title":{"rendered":"4600 Kinder, aber kein Kinderarzt: So will M\u00fcnchen Abhilfe schaffen"},"content":{"rendered":"<p><strong>M\u00fcnchen<\/strong> &#8211; M\u00fcnchen ist eine reiche Stadt. Aber nicht \u00fcberall. In der Messestadt Riem k\u00f6nnen die Bewohner im Schnitt nicht einmal die H\u00e4lfte f\u00fcr Konsum ausgeben verglichen mit denen, die in der Altstadt wohnen. Rund 43.000 Euro bleibt den Menschen dort, wenn sie ihre Miete und Versicherungen bezahlt haben. In der Messestadt sind es blo\u00df 18.000 Euro.<\/p>\n<p><b>Wahrscheinlich sind diese Menschen nicht nur weniger reich als die im<\/b> M\u00fcnchner Zentrum, sondern auch weniger gesund. Verschiedene Studien zeigen: Wie viel Geld Menschen verdienen, hat einen Einfluss darauf, wie gesund sie sind und wie lange sie leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/muc_silhouette_short.svg.svg+xml\"\/><\/p>\n<p>Laut einer Studie des <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/robert-koch-institut\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Robert-Koch-Instituts<\/a> hatten Frauen in \u00e4rmeren Wohnregionen zuletzt eine um 4,3 Jahre k\u00fcrzere Lebenserwartung als jene in den wohlhabendsten Gegenden. Bei M\u00e4nnern lag der Unterschied sogar bei 7,2 Jahren.<\/p>\n<p>In einigen Stadtvierteln lassen sich weniger \u00c4rzte nieder<\/p>\n<p><b>Das Problem ist nur: In Vierteln wie der Messestadt, aber auch im Hasenbergl und in<\/b> Neuperlach lassen sich weniger \u00c4rzte nieder. Zum Beispiel gab es in der Messestadt bis vor Kurzem keinen einzigen Kinderarzt, obwohl dort um die 4600 Kinder leben. Das hei\u00dft: Die Gesundheitsversorgung ist dort besonders schlecht, wo eigentlich dringend \u00c4rzte gebraucht werden.<\/p>\n<p><b>Die Stadt versucht deshalb auf eine eigene Faust, die Lage zu verbessern \u2013 mit sogenannten<\/b> Gesundheitstreffs. Insgesamt gibt es davon vier \u2013 in Riem, Moosach, Neuperlach und dem Hasenbergl.<\/p>\n<p>In Freiham soll es auch bald einen geben, allerdings erst, sobald die R\u00e4umlichkeiten fertig sind. Doch was ist ein Gesundheitstreff \u00fcberhaupt? Um das zu verstehen, hat die AZ den in Riem besucht.<\/p>\n<p><b>&#8222;Willkommen&#8220; steht in allen m\u00f6glichen Sprachen am Eingang. Bestimmt 70 Prozent<\/b> der Patienten, die hierherkommen, haben einen Migrationshintergrund, sagt Annette Gr\u00f6ger, die Chefin aller Gesundheitstreffs in M\u00fcnchen. Sie und Daniela Schober, die Leiterin des Riemer Gesundheitstreffs, wollen der AZ alles zeigen.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1561033_artikelbild-75proz_1E8bs4_auM08M.jpg\" alt=\"Daniela Schober (r.) und ihr Team nehmen sich Zeit f\u00fcr die Menschen, die zu ihnen kommen.\" title=\"Daniela Schober (r.) und ihr Team nehmen sich Zeit f\u00fcr die Menschen, die zu ihnen kommen.\" width=\"609\" height=\"406\"\/><\/p>\n<p>      Daniela Schober (r.) und ihr Team nehmen sich Zeit f\u00fcr die Menschen, die zu ihnen kommen.<br \/>\n      \u00a9 Daniel von Loeper<\/p>\n<p>    Daniela Schober (r.) und ihr Team nehmen sich Zeit f\u00fcr die Menschen, die zu ihnen kommen.<\/p>\n<p>von Daniel von Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p>&#8222;Wir therapieren nicht. Wir nehmen uns Zeit&#8220;<\/p>\n<p><b>Wenn man reinkommt, sieht alles nach<\/b> einer Arztpraxis aus: Viel wei\u00df, mit einem Tresen, wo man sich anmelden muss.<\/p>\n<p><b>Doch nur darum, ein Rezept zu bekommen, wenn man eine Erk\u00e4ltung hat, geht es beim<\/b> Gesundheitstreff nicht. &#8222;Wir therapieren nicht&#8220;, sagt Schober. Vielmehr gehe es darum, zu den richtigen Stellen zu vermitteln \u2013 und sich Zeit zu nehmen. &#8222;Das ist das gro\u00dfe Pfund, das wir haben&#8220;, meint sie.<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/pflegeheimleiterin-der-erzdioezese-muenchen-es-ist-ein-kontrollwahnsinn-entstanden-art-1055950\" title=\"Pflegeheimleiterin der Erzdi\u00f6zese M\u00fcnchen: &quot;Es ist ein Kontrollwahnsinn entstanden&quot;\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1561050_mehrzumthema_1E8aDP_CbF8DE.jpg\" alt=\"Eine Pflegekraft geht ihren Dokumentationspflichten nach (Symbolbild). Diese empfinden viele in der Branche als \u00fcberbordend.\" title=\"Eine Pflegekraft geht ihren Dokumentationspflichten nach (Symbolbild). Diese empfinden viele in der Branche als \u00fcberbordend.\" width=\"696\" height=\"390\"\/><\/a><\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/muenchen\/pflegeheimleiterin-der-erzdioezese-muenchen-es-ist-ein-kontrollwahnsinn-entstanden-art-1055950\" title=\"Pflegeheimleiterin der Erzdi\u00f6zese M\u00fcnchen: &quot;Es ist ein Kontrollwahnsinn entstanden&quot;\" data-mrf-recirculation=\"Artikel-Link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pflegeheimleiterin der Erzdi\u00f6zese M\u00fcnchen: &#8222;Es ist ein Kontrollwahnsinn &#8230;        <\/a><\/p>\n<p>              <img decoding=\"async\" alt=\"AZ-Plus\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/badge-azplus.svg.svg+xml\"\/>                <\/p>\n<p>                X<\/p>\n<p>Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugef\u00fcgt. <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/meine-az\/merkliste\/\" title=\"Zur Merkliste\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                zur Merkliste<br \/>\n                <\/a>  <\/p>\n<p><b>Wenn man sich mit den Patienten unterhalte, sto\u00dfe man auf das eigentliche Problem,<\/b> das sie haben. Oftmals sei die Krankheit nur ein Problem von vielen.<\/p>\n<p><b>Deshalb arbeiten in dem Gesundheitstreff auch zwei Sozialp\u00e4dagogen. <\/b>Auch mit dem Jobcenter arbeitet der Gesundheitstreff zusammen. Denn oftmals m\u00fcssten Menschen erst einmal gesund werden oder abnehmen, bevor sie einen Job anfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das bieten die Gesundheitstreffs alles<\/p>\n<p><b>Pr\u00e4vention \u2013 also Gesundheits- und Ern\u00e4hrungsangebote \u2013 spielen in dem Treff auch<\/b> eine gro\u00dfe Rolle. Schober verteilt auf einem Tisch jede Menge Flyer, was der Gesundheitstreff noch alles anbietet: ein Selbsthilfe-Caf\u00e9, Beratung f\u00fcr Menschen mit Suchtproblemen, f\u00fcr Eltern, f\u00fcr Kinder mit \u00dcbergewicht. Eine Kinderkrankenschwester bietet Hausbesuche an. Und auch eine Kinder\u00e4rztin arbeitet in dem Gesundheitstreff.<\/p>\n<p>     <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/1561034_artikelbild-75proz_1E8brp_L3Lct5.jpg\" alt=\"70 Prozent der Patienten, die hier her kommen, haben einen Migrationshintergrund. Bei vielen gehen die Probleme viel tiefer als die eigentliche Krankheit.\" title=\"70 Prozent der Patienten, die hier her kommen, haben einen Migrationshintergrund. Bei vielen gehen die Probleme viel tiefer als die eigentliche Krankheit.\" width=\"609\" height=\"913\"\/><\/p>\n<p>      70 Prozent der Patienten, die hier her kommen, haben einen Migrationshintergrund. Bei vielen gehen die Probleme viel tiefer als die eigentliche Krankheit.<br \/>\n      \u00a9 Daniel von Loeper<\/p>\n<p>    70 Prozent der Patienten, die hier her kommen, haben einen Migrationshintergrund. Bei vielen gehen die Probleme viel tiefer als die eigentliche Krankheit.<\/p>\n<p>von Daniel von Loeper <\/p>\n<p>&#8222;}&#8220;&gt; <\/p>\n<p><b>Die Menschen, die hierherkommen, haben schon oft erlebt, dass sie auf einen Termin<\/b> beim Arzt lange warten m\u00fcssen, sagt Schober. Hier sei das anders. Wenn der Gesundheitstreff aufhat, kann man immer kommen.<\/p>\n<p><b>Der fr\u00fchere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (<a href=\"https:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/organisation\/spd\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">SPD<\/a>) hatte eigentlich vor, so ein Angebot<\/b> in ganz Deutschland zu etablieren \u2013 blo\u00df unter einem anderen Namen: Gesundheitskioske hie\u00df das Ganze bei ihm. Damit h\u00e4tte die Stadt M\u00fcnchen schneller in den Ausbau der Gesundheitstreffs gehen k\u00f6nnen, hei\u00dft es vom Gesundheitsreferat. Jetzt muss die Stadt die f\u00fcnf Gesundheitstreffs, von denen einer etwa 400.000 Euro im Jahr kostet, aus eigenen Mitteln zahlen \u2013 zumindest zum Teil. Die AOK gibt f\u00fcr die kommenden vier Jahre einen Zuschuss von 2,5 Millionen Euro. Die gesamten Kosten deckt das allerdings nicht.<\/p>\n<p>Der Gesundheitstreff Riem befindet sich an der Willy-Brandt-Allee 44, \u00d6ffnungszeiten sind Mo, Mi, Do von 9 bis 15 Uhr, Di 9 bis 17 Uhr, Fr 9 bis 12 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"M\u00fcnchen &#8211; M\u00fcnchen ist eine reiche Stadt. Aber nicht \u00fcberall. In der Messestadt Riem k\u00f6nnen die Bewohner im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":105644,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[1187,772,29,30,141,41728,1268,3693,2956],"class_list":{"0":"post-105643","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-arzt","9":"tag-bayern","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-gesundheit","13":"tag-gesundheitstreff","14":"tag-muenchen","15":"tag-praxis","16":"tag-riem"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114496890952474393","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105643","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105643"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/105643\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/105644"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105643"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=105643"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=105643"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}