{"id":1056938,"date":"2026-05-30T10:15:17","date_gmt":"2026-05-30T10:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1056938\/"},"modified":"2026-05-30T10:15:17","modified_gmt":"2026-05-30T10:15:17","slug":"nordirland-fuenf-spektakulaere-gruende-fuer-eine-reise-zu-irlands-britischem-zipfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1056938\/","title":{"rendered":"Nordirland: F\u00fcnf spektakul\u00e4re Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Reise zu Irlands britischem Zipfel"},"content":{"rendered":"<p>Nordirland hat den Schatten des Konflikts hinter sich gelassen \u2013 und \u00fcberrascht heute mit spektakul\u00e4ren K\u00fcsten, historischen St\u00e4dten, k\u00f6niglichen G\u00e4rten und bewegender Geschichte. F\u00fcnf Stationen zeigen, warum sich die Reise trotz Brexit lohnt.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Viele Jahrzehnte stand Nordirland f\u00fcr den blutigen Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten. Der ist zwar Geschichte \u2013 seit dem Karfreitagsabkommen 1998 ist der Nordosten der irischen Insel befriedet, pro-britische Protestanten und republikanisch gesinnte Katholiken teilen sich die Macht. Doch der Brexit, gegen den im EU-freundlichen Nordirland 56 Prozent der Einwohner stimmten, macht diese Ecke <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/irland-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/irland-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Irlands<\/a> f\u00fcr Reisende nicht gerade attraktiver.<\/p>\n<p>Eine \u201eharte Grenze\u201c konnte zum Gl\u00fcck verhindert werden; nach wie vor ist der \u00dcbergang von Irland, Teil der EU, und Nordirland, Teil des Vereinigten K\u00f6nigreichs, nicht sichtbar, und es finden keine klassischen Grenzkontrollen statt. Zwei W\u00e4hrungen \u2013 das britische Pfund im Norden, der Euro in der Republik Irland \u2013 waren schon zuvor in Gebrauch.<\/p>\n<p>Inzwischen m\u00fcssen Nordirland-Urlauber aus der EU allerdings einen Reisepass mitbringen; der Personalausweis reicht nicht mehr. Zudem ist f\u00fcr ganz Gro\u00dfbritannien eine elektronische Reisegenehmigung (ETA) n\u00f6tig, die mindestens drei Tage vorher beantragt werden muss.<\/p>\n<p>Doch der Aufwand lohnt sich: Nordirland bietet spektakul\u00e4re K\u00fcsten, traumhafte G\u00e4rten, weite Landschaften, geschichtstr\u00e4chtige St\u00e4dte. Wir haben f\u00fcnf Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine gelungene Rundreise zusammengestellt.<\/p>\n<p>Gigantisch: Titanic Quarter, Belfast<\/p>\n<p>Superlative sind in der Heimat der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/untergang-der-titanic\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/untergang-der-titanic\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Titanic<\/a>\u201c die Norm: In Belfast steht das weltgr\u00f6\u00dfte \u201eTitanic\u201c-Museum, es thront auf dem riesigen Gel\u00e4nde von Harland &amp; Wolff, einst die gr\u00f6\u00dfte Werft der Erde.<\/p>\n<p>Hier fand seit dem 19. Jahrhundert der Stapellauf vieler neu gebauter Schiffe statt \u2013 auch jener der \u201eTitanic\u201c, die kurz darauf sank. Bergab ging es auch mit der Werft, die heute nur noch Wartungen und Reparaturen durchf\u00fchrt. Erfreulicherweise verwandelte man das Gel\u00e4nde in das Wohn- und Gesch\u00e4ftsviertel <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/titanicquarter.com\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/titanicquarter.com\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Titanic Quarter<\/a> \u2013 eines der umfangreichsten Projekte zur Wiederbelebung st\u00e4dtischer Hafenfl\u00e4chen in Europa. Mit Museen, L\u00e4den, Lokalen, B\u00fcros und dem Hotel \u201eTitanic Belfast\u201c im historischen Unternehmenssitz der Werft. <\/p>\n<p>Das \u201eTitanic\u201c-Museum beeindruckt bereits durch seine Fassade, die aus 3000 silbrigen Aluplatten besteht. Innen ber\u00fchren Geschichten von der ersten und letzten Fahrt der \u201eTitanic\u201c, die am 15. April 1912 nach der Kollision mit einem Eisberg sank; mehr als 1500 Menschen ertranken im eiskalten Nordatlantik.<\/p>\n<p>Das gut gemachte Museum dokumentiert ebenso die maritimen Traditionen Belfasts, vor allem den Bau von Segel- und Dampfschiffen,  die dazu f\u00fchrten, dass hier die Idee von riesigen Luxuslinern geboren und umgesetzt wurde. Noch heute wachen \u00fcber dem Building-Dock der Werft \u201eSamson\u201c und \u201eGoliath\u201c \u2013 zwei Kr\u00e4ne, die einst <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kreuzfahrtschiffe\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kreuzfahrtschiffe\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ozeanriesen<\/a> zusammensetzten \u2013 bis 2003 das letzte Schiff vom Stapel ging.<\/p>\n<p>Das Hotel \u201eTitanic Belfast\u201c ist gewisserma\u00dfen eine Fortsetzung des Museums gegen\u00fcber. Die \u00f6ffentlichen R\u00e4ume zieren historische Fotos der Werft, von Atlantikdampfern und prominenten Passagieren.<\/p>\n<p>1924 \u00fcberquerte der Prince of Wales an Bord der \u201eOlympic\u201c den Atlantik, 1932 kreuzte Winston Churchill an Bord der \u201eMajestic\u201c in der Karibik. Schiffshandb\u00fccher und Notizen von Thomas Andrews, Chefkonstrukteur der \u201eTitanic\u201c, der mit ihr unterging, liegen hinter Glas. Sein Arbeitszimmer ist in Teilen so erhalten, wie er es am Ende seines letzten Arbeitstags 1912 zur\u00fccklie\u00df. <\/p>\n<p>Info: titanicbelfast.com<\/p>\n<p>K\u00f6niglich: Hillsborough Castle<\/p>\n<p>Dieses Schloss ist ein Herzensort von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/koenig-charles\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/koenig-charles\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">King Charles III.<\/a> Der warme Golfstrom streichelt die Nordk\u00fcste der Insel und l\u00e4sst sogar exotische Pflanzen gedeihen. Tats\u00e4chlich gibt es kaum einen sch\u00f6neren Ort, um dies zu erleben, als die G\u00e4rten von Hillsborough Castle.<\/p>\n<p>Rund 30 Kilometer s\u00fcdlich von Belfast bl\u00fchen hier je nach Jahreszeit Rhododendren, Magnolien, Azaleen, Passionsblumen und zahlreiche andere Gew\u00e4chse um die Wette. In einem Tal strecken sich B\u00e4ume aus der s\u00fcdlichen Hemisph\u00e4re himmelw\u00e4rts. Von Mauern vor Wind gesch\u00fctzt gedeihen 45 Obstsorten, gut 70 Gem\u00fcsearten und ungez\u00e4hlte Blumen. <\/p>\n<p>Hillsborough Castle, eher ein stattliches Herrenhaus als ein Schloss, geh\u00f6rte einst der Adelsfamilie Hill, die es 1922 nach der Teilung Irlands an die britische Regierung verkaufte. Bis heute ist es Amtssitz; in den 90er-Jahren fanden wichtige Friedensgespr\u00e4che in Hillsborough Castle statt.<\/p>\n<p>Es ist zugleich die offizielle Residenz von Charles III. in Nordirland wie auch der Regenten vor ihm. Besucher d\u00fcrfen das Haus bei F\u00fchrungen von innen bestaunen \u2013 und sogar ins Wohnzimmer des K\u00f6nigs sp\u00e4hen. Bilder, B\u00fccherregale und zahlreiche Familienfotos vermitteln einen erstaunlich privaten Einblick. <\/p>\n<p>Die 40 Hektar Gr\u00fcn kann jeder Besucher im eigenen Tempo erkunden. Der damalige Prinz und heutige K\u00f6nig beteiligte sich 2014 als Berater h\u00f6chstselbst an der Umgestaltung der G\u00e4rten. Auf der Terrasse ersetzen nun gut 100 Jahre alte Steinplatten aus York ein \u00f6des Kiesfeld, Kr\u00e4uter und Blumen sprie\u00dfen aus den Fugen. \u00dcber Treppen steigt man hinab in Fr\u00fchlings- und Sommergarten und labt sich an majest\u00e4tischer Bl\u00fctenpracht <\/p>\n<p>Info: hrp.org.uk\/hillsborough-castle<\/p>\n<p>Spektakul\u00e4r: Giant\u2019s Coast and Causeway<\/p>\n<p>Tiefblau leuchtet das Meer. Weite, sandige Buchten und hohe Klippen wechseln sich ab mit Fischerd\u00f6rfern und malerischen H\u00e4fen wie Carnlough, einem der nordirischen Drehorte f\u00fcr \u201eGame of Thrones\u201c. Fans des Serienhits werden die Stufen wiedererkennen, die zum Wasser f\u00fchren und in Staffel 6 von Arya Stark erklommen wurden. An klaren Tagen erkennt man Schottland jenseits des Meeres. <\/p>\n<p>H\u00f6hepunkt der K\u00fcstenstra\u00dfe zwischen Belfast und Derry ist aber die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/unesco\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/unesco\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unesco<\/a>-Welterbest\u00e4tte Giant\u2019s Causeway nahe des f\u00fcr seine Whiskybrennerei ber\u00fchmten St\u00e4dtchens Bushmills. Rund 40.000 eckige, rund 60 Millionen Jahre alte Basalts\u00e4ulen liegen hier am Fu\u00df hoher Klippen.<\/p>\n<p>Der National Trust, im K\u00f6nigreich f\u00fcr Kultur- und Naturerbe zust\u00e4ndig, verwaltet das spektakul\u00e4re St\u00fcck K\u00fcste und hat ein Besucherzentrum mit Caf\u00e9 und Ausstellung eingerichtet. Ohne Reservierung ist vor allem am Wochenende nicht viel zu machen.<\/p>\n<p>Wer sich angemeldet hat, wandert den Weg zum Meer hinab und kann im Schatten der Klippen \u00fcber Felsen und steinerne T\u00fcrmchen klettern. Den Aufstieg danach k\u00f6nnen Fu\u00dfm\u00fcde sich sparen, indem sie f\u00fcr ein britisches Pfund im Bus zum Besucherzentrum zur\u00fcckfahren. <\/p>\n<p>Info: nationaltrust.org.uk\/visit\/northern-ireland\/giants-causeway<\/p>\n<p>Ummauert: Derry\/Londonderry<\/p>\n<p>F\u00fcr eine Stadt mit nur 110.000 Einwohnern hat das malerisch am Fluss Foyle gelegene Derry eine Menge erlebt. Sie war Schauplatz des Bloody Sunday, bei dem britische Fallschirmj\u00e4ger am 30. Januar 1972 innerhalb von 20 Minuten 108 Sch\u00fcsse abgaben und dabei 14 unbewaffnete katholische B\u00fcrgerrechtsdemonstranten erschossen und weitere verletzten, die meisten um die 20 Jahre alt.<\/p>\n<p>Es war der Beginn der schwersten Phase des <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nordirland-konflikt\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/nordirland-konflikt\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nordirlandkonflikts<\/a>, der auf Englisch \u201eThe Troubles\u201c hei\u00dft. Zeitweise waren 27.000 britische Soldaten hier stationiert. An <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tourismus\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tourismus\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tourismus<\/a> dachte kein Mensch. Mit dem Karfreitagsabkommen \u00e4nderte sich das zum Gl\u00fcck. Denn Derry lohnt sich.<\/p>\n<p>Es besitzt historische Bausubstanz, ein reges Nachtleben, Irlands ersten Zebrastreifen in Regenbogenfarben und drei wichtige Friedenspreise, deren Troph\u00e4en im alten Rathaus ausgestellt sind \u2013 einen Friedensnobelpreis, einen Gandhi-Friedenspreis und den Four Freedoms Award, verliehen an den B\u00fcrgerrechtler John Hume (1937\u20132020).<\/p>\n<p>Symbole der Vers\u00f6hnung sind au\u00dferdem die Skulptur von zwei M\u00e4nnern, die sich die Hand reichen, und die 2011 errichtete Peace Bridge \u00fcber den Foyle. Sie verbindet die protestantische Gemeinschaft im Zentrum und die katholische au\u00dferhalb.<\/p>\n<p>Hauptsehensw\u00fcrdigkeit ist die 1,6 Kilometer lange, bis zu zehn Meter hohe Stadtmauer, erbaut zwischen 1613 und 1618 \u2013 die einzige Anlage ihrer Art in Europa, die in dieser Form noch vollst\u00e4ndig intakt erhalten ist. Ihren Ursprung hat sie in der Kolonisierung der Insel durch Engl\u00e4nder, die ihre Neusiedler damit vor feindseligen Iren sch\u00fctzen wollten. Bis in die Gegenwart trennt sie die protestantischen Bewohner des Viertels The Fountain von den katholischen des Bezirks Bogside au\u00dferhalb der historischen Mauer.<\/p>\n<p>Der Name kommt vom irischen Wort \u201edoire\u201c (Eichenhain), das die protestantischen Siedler im 16. Jahrhundert zu Derry anglisierten und zum Dank f\u00fcr finanzielle Unterst\u00fctzung des Mauerbaus aus London zu Londonderry erweiterten. Heute hei\u00dft die Stadt offiziell Derry\/Londonderry. Faustregel: Die Katholiken, 72 Prozent der Einwohner, w\u00e4hlen die kurze Variante. <\/p>\n<p>Info: visitderry.com<\/p>\n<p>Poetisch: Seamus Heaney Homeplace<\/p>\n<p>An einer Wand d\u00fcrfen Besucher die Titel ihrer Lieblingsgedichte des irischen Literaturnobelpreistr\u00e4gers Seamus Heaney (1939\u20132013) mit einem goldenen Sternchen markieren. \u201eClearances\u201c \u00fcber den Tod seiner Mutter und \u201eMidterm Break\u201c \u00fcber den des j\u00fcngeren Bruders leuchten vor Liebesbekundungen.<\/p>\n<p>Mehr als zw\u00f6lf Jahre nach seinem Tod ist Heaneys Werk lebendig wie eh und je. Das interaktive Kunst- und Literaturzentrum Seamus Heaney Homeplace in seiner Heimat Bellaghy bietet Besuchern mit Filmen, Fotos und Gedichten das Gef\u00fchl, den Lyriker geradezu pers\u00f6nlich kennenzulernen.<\/p>\n<p>Auf das Wort \u201eMuseum\u201c habe man bewusst verzichtet, erkl\u00e4rt Leiter Brian McCormick, ein Neffe des Dichters. Obwohl Heaney sp\u00e4ter in der Republik Irland lebte, nimmt die H\u00e4lfte seiner Arbeiten Bezug auf seine Heimat, die l\u00e4ndliche Gegend der Grafschaft Londonderry. <\/p>\n<p>Reisende k\u00f6nnen seinen Spuren durch die malerische Landschaft folgen. An f\u00fcnf Lyrikstationen in der Grafschaft h\u00f6ren sie auf Knopfdruck Heaneys Stimme an genau jenen Orten Gedichte rezitieren, an denen er zu ihnen inspiriert wurde.<\/p>\n<p>Open Ground (Freiland) hei\u00dft das Projekt, das dabei auch die Vielfalt seiner Heimat sichtbar macht \u2013 von der Aalfangstation im Fluss Bann \u00fcber das St\u00e4dtchen Magherafelt bis zum See Lough Beg. Auf dem Friedhof der Kirche St. Mary\u2019s in Bellaghy fand Heaney seine letzte Ruhe. Wenige Meter neben den Grabst\u00e4tten seiner Eltern liegt sein Grab am Rand eines Feldes. <\/p>\n<p>Info: seamusheaneyhome.com<\/p>\n<p><b>Auskunft: <\/b>tourismireland.com; discovernorthernireland.com. Link zum ETA-Antrag f\u00fcr die Einreise nach Gro\u00dfbritannien: gov.uk\/eta<\/p>\n<p>Die Teilnahme an der Reise wurde unterst\u00fctzt von Tourism Ireland. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabh\u00e4ngigkeit finden Sie unter <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.axelspringer.com\/de\/was-uns-ausmacht\/downloads\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.axelspringer.com\/de\/was-uns-ausmacht\/downloads&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">go2.as\/unabhaengigkeit<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nordirland hat den Schatten des Konflikts hinter sich gelassen \u2013 und \u00fcberrascht heute mit spektakul\u00e4ren K\u00fcsten, historischen St\u00e4dten,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1056939,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3976],"tags":[331,332,13,5300,16692,9822,14,15,12,225702,45,225703,3992,3993,3994,3995,3996,3997],"class_list":["post-1056938","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-vereinigtes-koenigreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-headlines","tag-irland","tag-koenig-charles-iii","tag-laenderportraets","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-schloesser-ks","tag-texttospeech","tag-titanic-schiff","tag-uk","tag-united-kingdom","tag-united-kingdom-of-great-britain-and-northern-ireland","tag-vereinigtes-koenigreich","tag-vereinigtes-koenigreich-grossbritannien-und-nordirland","tag-vereinigtes-koenigreich-von-grossbritannien-und-nordirland"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1056938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1056938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1056938\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1056939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1056938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1056938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1056938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}