{"id":1057663,"date":"2026-05-30T17:30:31","date_gmt":"2026-05-30T17:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1057663\/"},"modified":"2026-05-30T17:30:31","modified_gmt":"2026-05-30T17:30:31","slug":"in-wuppertal-sind-38-familien-mit-75-kindern-obdachlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1057663\/","title":{"rendered":"In Wuppertal sind 38 Familien mit 75 Kindern obdachlos"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas hat sich rasant ver\u00e4ndert\u201c, hei\u00dft es in einem aktuellen Bericht der Stadtverwaltung: Derzeit sind 38 Familien betroffen, zu denen 150 Personen geh\u00f6ren, davon 75 Kinder. Die Stadt braucht deshalb zus\u00e4tzliche Unterbringungskapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch allgemein steigen die Fallzahlen im Bereich Obdachlosigkeit. Die Zahl der \u00dcbernachtungen von M\u00e4nnern in st\u00e4dtischen Unterk\u00fcnften hat sich innerhalb von zehn Jahren fast verzehnfacht: von knapp 2650 im Jahr 2015 auf 25\u2005300 im vergangenen Jahr. Bei den Frauen hat sich die \u00dcbernachtungszahl mehr als verdreifacht von 3450 auf 11\u2005150. Die \u00dcbernachtungszahl bei Familien hat sich verf\u00fcnffacht von knapp 6000 auf fast 33\u2005000. \u201eEin weiterer Anstieg ist wahrscheinlich, bereits jetzt werden Prognosen aus 2025 \u00fcbertroffen\u201c, so der Bericht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sozialdezernentin Annette Berg betont: \u201eWir nehmen die Thematik ernst, was obdachlose Familien und Kinder angeht, aber auch das Thema Obdachlosigkeit insgesamt. Wir m\u00fcssen das Thema offensiv angehen.\u201c Dazu geh\u00f6rt der Ausbau der Unterk\u00fcnfte. Die Stadt sucht derzeit nach weiteren Unterbringungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Schon jetzt seien die bisherigen Obdachlosenunterk\u00fcnfte voll ausgelastet \u2013 obwohl bereits einige Unterk\u00fcnfte und Wohnungen, die f\u00fcr Gefl\u00fcchtete vorgehalten wurden, nun f\u00fcr Obdachlose genutzt werden. Die Notschlafpl\u00e4tze f\u00fcr M\u00e4nner an der Friedrich-Ebert-Stra\u00dfe wurden ausgebaut, ebenso die f\u00fcr Frauen an der Deweerthstra\u00dfe. Dazu gibt es an der Hermannstra\u00dfe ein H\u00e4userkomplex mit zahlreichen Unterk\u00fcnften, die zum Teil von Gefl\u00fcchteten, zum Teil von obdachlosen M\u00e4nnern und inzwischen auch Frauen bewohnt werden, weil die bisherigen Unterk\u00fcnfte nicht mehr reichen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Familien wurden bisher in eigenen Wohnungen untergebracht, die in der Stadt verteilt sind. Doch inzwischen m\u00fcssen einige Familien auch in der Unterkunft an der Hermannstra\u00dfe leben, was insbesondere f\u00fcr Kinder nicht angemessen ist. Sie begegneten dort Obdachlosen, die uns psychischen oder Suchterkrankungen litten, zudem komme es zu Gewaltvorf\u00e4llen, Straftaten und \u201ehygienisch belastenden Situationen\u201c, hei\u00dft es in dem Bericht. Kinder br\u00e4uchten aber Sicherheit, Stabilit\u00e4t und die Chance auf ein kindgerechtes Aufwachsen.<\/p>\n<p>\u201eVier-Zimmer-Wohnungen <br \/>sind sehr rar ges\u00e4t\u201c      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ursachen f\u00fcr die Obdachlosigkeit von Familien seien neben individuellen Gr\u00fcnden auch die schwierige Lage auf dem Wohnungsmarkt. Besonders gro\u00dfe Familien f\u00e4nden schwer bezahlbare gro\u00dfe Wohnungen. Die H\u00e4lfte der von Obdachlosigkeit betroffenen Familien besteht laut dem Bericht aus sechs oder mehr Personen. Sozialamtsleiter Michael Lehnen sagt: \u201eVier-Zimmer-Wohnungen sind in Wuppertal sehr rar ges\u00e4t.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch Cornelia Lieto, Bereichsleiterin Soziale Teilhabe bei der Diakonie, sagt: \u201eFamilien mit drei oder mehr Kindern finden zunehmend keine geeigneten Wohnungen mehr. Viele der betroffenen Haushalte leben zudem in gr\u00f6\u00dferen Familienverb\u00e4nden und sind daher auf Wohnraum angewiesen, der auf dem aktuellen Markt kaum verf\u00fcgbar ist.\u201c Au\u00dferdem h\u00e4tten besonders Alleinerziehende schlechte Chancen, w\u00fcrden h\u00e4ufig benachteiligt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sie weist auf die Inflation, h\u00f6here Energiepreise und steigende Lebensmittelkosten hin. Zudem k\u00e4mpften viele Familien mit finanziellen Unsicherheiten, \u00dcberschuldung, psychischen Belastungen oder instabilen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen. Auch famili\u00e4re \u00dcberlastungssituationen und erschwerte Zug\u00e4nge zu Unterst\u00fctzungsangeboten w\u00e4hrend der Pandemie wirkten bis heute nach und versch\u00e4rften bestehende Notlagen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Michael Lehnen erl\u00e4utert, dass die Stadt viel tue, um Obdachlosigkeit besonders von Familien zu verhindern. Dazu versuchten sie, \u00fcber m\u00f6gliche Hilfen aufzukl\u00e4ren. \u201eLeider sind manche Menschen schwer zu erreichen\u201c, sagt Annette Berg. Das gelte gerade f\u00fcr Menschen, die nicht mehr in der Lage seien, ihren Alltag zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Oft erf\u00e4hrt die Stadt erst sp\u00e4t von Problemen: \u201eBei jeder anstehenden R\u00e4umung werden wir vom Gericht informiert\u201c, sagt Michael Lehnen. Dann versuchten sie, mit dem Vermieter zu reden, die R\u00e4umung abzuwenden. Sie k\u00f6nnten ein Darlehen f\u00fcr die Miete geben, ebenso f\u00fcr Energieschulden. Denn; \u201eWohnraum zu erhalten, ist das Beste, was man tun kann.\u201c Leider lie\u00dfen die Vermieter oft nicht mit sich reden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wer in eine Obdachlosenunterkunft zieht, erh\u00e4lt Unterst\u00fctzung dabei, sein Leben zu sortieren und eine regul\u00e4re Wohnung zu finden. Darum k\u00fcmmern sich Mitarbeiter des Sozialamts. Michael Lehnen verweist auch auf das Diakonie-Angebot der Wohnraumvermittlung und ein spezielles Unterst\u00fctzungsangebot der Caritas f\u00fcr Obdachlose mit Suchterkrankungen. Er betont au\u00dferdem: \u201eWenn Kinder da sind, ist immer das Jugendamt involviert.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Cornelia Lieto von der Diakonie berichtet, dass die Diakonie seit 2023 im Auftrag der Stadt regelm\u00e4\u00dfig Familien in Unterk\u00fcnften aufsucht und diese aktiv bei der Suche nach einer Wohnung hilft. \u201eDieses Angebot hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, und wir konnten bereits zahlreiche Familien in Wohnraum vermitteln\u201c, berichtet sie. Jedoch stehe ihnen daf\u00fcr nur eine halbe Stelle zur Verf\u00fcgung. \u201eGemeinsam mit der Stadt arbeiten wir aktuell intensiv an L\u00f6sungsans\u00e4tzen f\u00fcr diese Entwicklung, um dem Bedarf gerecht zu werden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDas hat sich rasant ver\u00e4ndert\u201c, hei\u00dft es in einem aktuellen Bericht der Stadtverwaltung: Derzeit sind 38 Familien betroffen,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1057664,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[5001,225779,3364,29,15250,110117,5431,225778,30,9588,1209,33656,56613,68340,11891,52291,225777,15660,80251,68342,626,5728,4418,16921,26239,9626],"class_list":["post-1057663","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-bericht","tag-bezahlbare","tag-de","tag-deutschland","tag-diakonie","tag-fallzahlen","tag-familien","tag-familienverbaenden","tag-germany","tag-markt","tag-nordrhein-westfalen","tag-obdachlos","tag-obdachlosenunterkunft","tag-obdachlosenunterkuenfte","tag-obdachlosigkeit","tag-rasant","tag-uebernachtungszahl","tag-unterkunft","tag-unterkuenfte","tag-unterkuenften","tag-wohnung","tag-wohnungsmarkt","tag-wuppertal","tag-zahl","tag-zahlreiche","tag-zahlreichen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116664718371375134","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1057663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1057663"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1057663\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1057664"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1057663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1057663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1057663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}