{"id":1058071,"date":"2026-05-30T21:49:29","date_gmt":"2026-05-30T21:49:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1058071\/"},"modified":"2026-05-30T21:49:29","modified_gmt":"2026-05-30T21:49:29","slug":"herzsport-in-kaarst-man-ist-hier-nicht-allein-mit-seiner-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1058071\/","title":{"rendered":"Herzsport in Kaarst: &#8222;Man ist hier nicht allein mit seiner Geschichte&#8220;"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Als Michael Laumen im Dezember 2025 pl\u00f6tzlich Schmerzen in der Brust sp\u00fcrte, ahnte er zun\u00e4chst nicht, wie ernst die Situation war. Der damals 58-J\u00e4hrige war auf der Arbeit, ihm wurde schwindelig. Er fuhr nach Hause, legte sich schlafen, doch als er wieder aufwachte, waren die Symptome un\u00fcbersehbar. \u201eIch hatte Schmerzen in der Brust und im linken Arm\u201c, erinnert er sich. Dass er heute so dar\u00fcber sprechen kann, verdankt er vor allem seiner Tochter Lena. \u201eSie hat sofort reagiert und den Krankenwagen gerufen\u201c, sagt Laumen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Johanna-Etienne-Krankenhaus wurde schnell klar: Herzinfarkt. Innerhalb kurzer Zeit wurden insgesamt drei Stents gesetzt, einer noch in der Nacht, zwei weitere am n\u00e4chsten Tag. Es folgten Tage im Krankenhaus und anschlie\u00dfend eine mehrw\u00f6chige Reha in D\u00fcsseldorf. \u201eVon Mitte Januar bis Mitte Februar war ich in der kardiologischen Reha\u201c, berichtet er. Dort wurde ihm klar, dass sich sein Leben ver\u00e4ndern muss. \u201eErn\u00e4hrung umstellen, mehr Bewegung, abnehmen \u2013 das geh\u00f6rt jetzt alles dazu\u201c, sagt er. Ein zentraler Baustein sollte dabei der Herzsport sein. Doch genau hier begann Laumens Problem. \u201eWeder im Krankenhaus noch in der Reha wurde mir konkret eine Gruppe in der N\u00e4he empfohlen und wenn, dann hatten sie ewig lange Wartezeiten. Das war nicht zumutbar\u201c, erz\u00e4hlt er. Zwar habe er eine Liste erhalten, doch die Herzsportgruppe der DJK Holzb\u00fcttgen stand nicht darauf. \u201eIch habe sie nur durch eigene Recherche und viel Gl\u00fcck gefunden\u201c, sagt Laumen. Ein Gl\u00fccksfall, wie sich schnell herausstellte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Heute nimmt er einmal pro Woche am Training teil \u2013 immer mittwochs, 90 Minuten lang. Geleitet wird die Gruppe von Sarah Franke, Sportwissenschaftlerin und seit \u00fcber zehn Jahren \u00dcbungsleiterin im Herzsport. \u201eDas Training findet immer statt\u201c, sagt sie. Das Angebot richtet sich an Menschen mit Herzerkrankungen, unabh\u00e4ngig von Alter oder Geschlecht. \u201eBei uns sind Teilnehmer zwischen 20 und 90 Jahren dabei\u201c, sagt Franke. Aktuell gibt es bei der DJK sogar noch freie Pl\u00e4tze, anders als bei vielen anderen Vereinen, die lange Wartelisten haben. \u201eAlle sind willkommen\u201c, betont sie. Die Teilnahme erfolgt in der Regel \u00fcber eine \u00e4rztliche Verordnung, die von der Krankenkasse bezuschusst wird. \u201eIn der Regel gilt das f\u00fcr sechs Monate\u201c, erkl\u00e4rt Franke. Alternativ ist immer auch eine Mitgliedschaft m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein entscheidender Unterschied zu herk\u00f6mmlichen Sportangeboten: \u201eBei jeder Einheit ist ein Arzt anwesend\u201c, sagt Franke. Diese medizinische Begleitung gibt vielen Teilnehmern Sicherheit. Auch Michael Laumen best\u00e4tigt das. \u201eDas nimmt einem die Angst\u201c, sagt er. Die Gruppe ist auf maximal 20 Teilnehmer begrenzt und vom Behinderten- und Rehabilitationssportverband zertifiziert. Das Training selbst ist vielseitig aufgebaut. Zu Beginn stehen oft leichte Aufw\u00e4rm\u00fcbungen oder kleine Sprints auf dem Programm. Es folgen Ausdauertraining, koordinative \u00dcbungen und auch Krafttraining \u2013 etwa zur Sturzprophylaxe. \u201eWir achten darauf, dass jeder in seinem Tempo trainiert\u201c, erkl\u00e4rt Franke. Dabei spielt auch die Pulskontrolle eine wichtige Rolle. \u201eDie Teilnehmer sind verpflichtet, ihren Puls w\u00e4hrend der Belastung mehrmals zu messen\u201c, sagt sie. Zwischen den \u00dcbungen wird immer wieder kontrolliert, ob die Belastung angemessen ist. \u201eSicherheit steht an erster Stelle\u201c, so Franke.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Unterst\u00fctzt wird sie dabei von einem Arzt \u2013 am Tag unseres Besuchs war Elisabeth Cronen dabei. Normalerweise begleitet Dr. Reimar Vo\u00df die Gruppe. \u201eOhne \u00e4rztliche Begleitung findet kein Training statt\u201c, betont Franke. Neben den gesundheitlichen Aspekten spielt auch die Gemeinschaft eine gro\u00dfe Rolle. \u201eVielen tut es einfach gut, sich auszutauschen\u201c, sagt Cronen. Das best\u00e4tigt auch eine Teilnehmerin. \u201eMan ist hier nicht allein mit seiner Geschichte\u201c, sagt die 81-j\u00e4hrige Gisela. F\u00fcr viele ist die Gruppe ein wichtiger Teil des Alltags geworden. Auch Laumen hat schnell Anschluss gefunden. \u201eDas ist eine gute Mischung aus Bewegung und Gemeinschaft\u201c, sagt er. Zuhause versucht er, die \u00dcbungen fortzuf\u00fchren. \u201eVieles kann man gut \u00fcbernehmen\u201c, erkl\u00e4rt er. F\u00fcr ihn steht fest, dass solche Angebote bekannter gemacht werden m\u00fcssen. \u201eAus meiner Sicht sollte das unbedingt im Entlassungsbericht stehen\u201c, sagt er. In <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kaarst\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kaarst<\/a> gibt es mehrere Herzsportgruppen, doch viele sind ausgelastet. Dass in Holzb\u00fcttgen noch Pl\u00e4tze frei sind, ist eher die Ausnahme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Als Michael Laumen im Dezember 2025 pl\u00f6tzlich Schmerzen in der Brust sp\u00fcrte, ahnte er zun\u00e4chst nicht, wie ernst&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1058072,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1849],"tags":[112188,57082,3364,29,33928,548,663,3934,28964,30,20684,13,12817,98255,225846,35808,194120,4455,14,15,1209,74296,225847,12,15368],"class_list":["post-1058071","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-moenchengladbach","tag-herzsport","tag-brust","tag-de","tag-deutschland","tag-erklaert","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-franke","tag-germany","tag-gruppe","tag-headlines","tag-herzinfarkt","tag-herzsportgruppe","tag-herzsportgruppen","tag-holzbuettgen","tag-laumen","tag-moenchengladbach","tag-nachrichten","tag-news","tag-nordrhein-westfalen","tag-reha","tag-rehabilitationssportverband","tag-schlagzeilen","tag-schmerzen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116665736670532189","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1058071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1058071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1058071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1058072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1058071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1058071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1058071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}