{"id":1059086,"date":"2026-05-31T08:42:26","date_gmt":"2026-05-31T08:42:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1059086\/"},"modified":"2026-05-31T08:42:26","modified_gmt":"2026-05-31T08:42:26","slug":"angstraumkonzept-stadt-will-das-thema-breiter-angehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1059086\/","title":{"rendered":"Angstraumkonzept: Stadt will das Thema breiter angehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">2008 begann die Stadt, solche Stellen zu analysieren, in einem Angstraumkonzept zu dokumentieren und an Verbesserungen zu arbeiten. Doch das ist inzwischen ins Stocken geraten. Jetzt will die Stadt das Thema neu angehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">33 Orte listete das \u201eAngstraumkonzept\u201c von 2015 auf, abgestuft bewertet von \u201eleicht angstbesetzt\u201c bis \u201edeutlich angstbesetzt\u201c. Am schlechtesten kamen Karlsplatz und Berliner Platz weg. Die Einstufung beruhte auf Gespr\u00e4chen mit Polizei, Bundespolizei, Ordnungsamt, Bahn, Stadtwerken und sozialen Verb\u00e4nden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der Folge gab es Verbesserungen, etwa mehr Lampen am Sch\u00f6nebecker Busch, die Unterf\u00fchrung Heidter Berg wurde ges\u00e4ubert und versch\u00f6nert, am Karlsplatz wurden die Rankger\u00fcste entfernt, der Berliner Platz bekam eine neue Beleuchtung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Eine Neuerung 2023 zog dann Unmut auf sich: Damals stellte die Verwaltung ein \u201eAngstfreiraumkonzept\u201c vor. Der Fokus auf Menschen der Obdachlosen-, Drogen- oder Trinkerszene, die anderen Angst machten, f\u00fchre zu Diskriminierung und einem Negativimage solcher Pl\u00e4tze. Es sollte ein Perspektivwechsel stattfinden, man wollte Pl\u00e4tze suchen, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger positiv bewerten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWir fanden das damals unzureichend\u201c, kommentierte das Anja Vesper (CDU) vor einiger Zeit. 25 Ratsfrauen taten sich zusammen und forderten im Ausschuss f\u00fcr Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in den Stadtbezirken befragt werden sollten, insbesondere Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund, etwa bei Workshops. Es sollten M\u00f6glichkeiten gesucht werden, Angstr\u00e4ume zur\u00fcckzugewinnen.<\/p>\n<p>Gespr\u00e4che mit Sozialpolitikern <br \/>der Fraktionen      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein gemeinsamer Antrag aller demokratischen Parteien griff das auf, forderte eine Neuausrichtung des Konzepts, die Einbeziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Der Antrag wurde 2023 im Ausschuss f\u00fcr Stadtentwicklung beschlossenen, weil die Ergebnisse f\u00fcr die Stadt- und Raumplanung genutzt werden sollten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Inzwischen hat der Bereich Soziales, in dem das Angstraumkonzept von Anfang an angesiedelt war, das Thema wieder aufgegriffen. \u201eWir wollen den Dialog dazu wieder ansto\u00dfen\u201c, erkl\u00e4rt Sozialdezernentin Annette Berg. Sie seien bereits mit den sozialpolitischen Sprechern der Ratsfraktionen im Gespr\u00e4ch. \u201eWir \u00fcberlegen, das in neuer Form anzugehen\u201c, erg\u00e4nzt Sozialamtsleiter Michael Lehnen, \u201edas noch einmal neu zu denken.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Gespr\u00e4che h\u00e4tten deutlich gemacht, dass es dabei unterschiedliche Sichtweisen gebe. Au\u00dfer etwa Frauen und Senioren k\u00f6nnten auch Menschen mit Migrationshintergrund, queere Personen oder Menschen mit Behinderung in der Stadt \u00c4ngste haben. Als N\u00e4chstes will man Kontakt mit dem Seniorenbeirat und dem Beirat der Menschen mit Behinderung aufnehmen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den Vorschlag des Beschlusses von 2023 vollst\u00e4ndig umzusetzen, werde schwierig, r\u00e4umt Michael Lehnen ein, eine B\u00fcrgerbeteiligung in allen Stadtbezirken unter anderem mit Workshops sei sehr aufwendig. Daher sei die Frage, ob es noch einen anderen Weg gebe.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Diana Ertel (Linke), Vorsitzende des Sozialausschusses, best\u00e4tigt: \u201eWir sind im Austausch.\u201c Sie h\u00e4lt es f\u00fcr wichtig, an dem Thema weiterzuarbeiten: \u201eDas ist ein guter Impuls.\u201c Dabei hat sie nicht allein praktische Ver\u00e4nderungen im Fokus, sondern auch die Besch\u00e4ftigung mit den Ursachen f\u00fcr das Unwohlsein. \u201eOft ist es Angst vor Gewalt anderer Menschen\u201c, erkl\u00e4rt sie. Vor Tieren habe man in der Stadt normalerweise keine Angst. Daher brauche es auch eine gesellschaftliche Diskussion \u00fcber diese Gewalt, etwa sexistische Gewalt. An anderer Stelle beruhe die Angst vielleicht auf Stereotypen und sei gar nicht angemessen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei der FDP und der CDU h\u00e4lt man das Thema weiterhin auch f\u00fcr eines im Bereich Ordnung und Sicherheit. Karin van der Most (FDP) w\u00fcnscht sich eine baldige Behandlung im entsprechenden Ausschuss. Von der CDU ist zu h\u00f6ren: \u201eDas steht mit Sicherheit im Hausaufgabenheft des neuen Beigeordneten.\u201c Nachdem Ordnungsdezernent Mattias Nocke nicht wiedergew\u00e4hlt wurde, steht aktuell die Neubesetzung dieser Position an. Sobald die erfolgt ist, wolle man das Thema angehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"2008 begann die Stadt, solche Stellen zu analysieren, in einem Angstraumkonzept zu dokumentieren und an Verbesserungen zu arbeiten.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1059087,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1840],"tags":[138584,18929,225970,20177,225971,157266,225969,30539,3364,29,30,1209,25769,19886,3931,225972,39146,1315,4418],"class_list":["post-1059086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wuppertal","tag-angehen","tag-angst","tag-angstbesetzt","tag-aengste","tag-angstfreiraumkonzept","tag-angstraeume","tag-angstraumkonzept","tag-ausschuss","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-nordrhein-westfalen","tag-orte","tag-plaetze","tag-sicherheit","tag-sozialausschusses","tag-thema","tag-verbesserungen","tag-wuppertal"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116668304496306826","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1059086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1059086"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1059086\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1059087"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1059086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1059086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1059086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}