{"id":1061820,"date":"2026-06-01T12:35:30","date_gmt":"2026-06-01T12:35:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1061820\/"},"modified":"2026-06-01T12:35:30","modified_gmt":"2026-06-01T12:35:30","slug":"wirkstoff-erzielt-durchbruch-studie-ueberlebenszeit-bei-gefaehrlicher-krebsart-verdoppelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1061820\/","title":{"rendered":"Wirkstoff erzielt &#8222;Durchbruch&#8220;: Studie: \u00dcberlebenszeit bei gef\u00e4hrlicher Krebsart verdoppelt"},"content":{"rendered":"<p>Wirkstoff erzielt &#8222;Durchbruch&#8220;Studie: \u00dcberlebenszeit bei gef\u00e4hrlicher Krebsart verdoppelt01.06.2026, 13:38 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Kai-Stoppel-article15768641.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/RTL01903-2.webp.webp\" alt=\"RTL01903-2\"\/>Von Kai Stoppel<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:10 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Menta-Steve-Wallace-and-his-wife-Jo-Linda-Wallace-pose-for-a-portrait-at-their-home-in-The-Woodlands.webp\" alt=\"Menta-Steve-Wallace-and-his-wife-Jo-Linda-Wallace-pose-for-a-portrait-at-their-home-in-The-Woodlands-Texas-U-S-May-29-2026-Menta-Wallace-is-taking-daraxonrasib-in-a-clinical-trial-which-is-Revolution-Medicine-s-pancreatic-cancer-drug\"\/>Der 74-j\u00e4hrige Menta &#8222;Steve&#8220; Wallace mit seiner Frau Jo Linda Wallace. Nach der Diagnose Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs konnte er das Medikament Daraxonrasib testen &#8211; mit Erfolg. (Foto: REUTERS)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs ist besonders aggressiv und schwer behandelbar. Eine neue Arznei kann laut einer Studie die restliche Lebenszeit von schwer Erkrankten im Vergleich zur Chemotherapie verdoppeln. Der Wirkstoff k\u00f6nnte auch bei anderen Tumorleiden helfen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Menta &#8222;Steve&#8220; Wallace versp\u00fcrte im Januar zun\u00e4chst Schmerzen im Bauchbereich. Dann kam die Diagnose: Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs. Der 74-J\u00e4hrige aus Houston im US-Bundesstaat Texas konnte jedoch ein neues Medikament ausprobieren, Daraxonrasib, berichtet <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.reuters.com\/business\/healthcare-pharmaceuticals\/revolutions-pancreatic-cancer-drug-doubles-survival-boosts-quality-life-2026-05-31\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Reuters<\/a>. Er erhielt die erste Behandlung im Februar. Nach anf\u00e4nglicher \u00dcbelkeit, Durchfall und Hautausschlag f\u00fchlt er sich nach eigenen Angaben gut. Sein letzter Scan zeigte, dass sein Tumor um fast die H\u00e4lfte geschrumpft war.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs ist einer der gef\u00e4hrlichsten Tumoren \u00fcberhaupt. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr 20.000 Menschen daran. Nur etwa jeder Zehnte lebt f\u00fcnf Jahre nach der Diagnose noch. Daraxonrasib d\u00fcrfte nun Hoffnung wecken: Laut einer gro\u00dfen Studie konnte die \u00dcberlebenszeit von Erkrankten im Vergleich zu einer Chemotherapie im Schnitt verdoppelt werden. Fachleute sprechen von einem Durchbruch.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Daraxonrasib setzt an einer entscheidenden Schaltstelle im Tumor an, dem sogenannten RAS-Protein. Es ist wie ein Wachstumsschalter der Zelle &#8211; bei gesunden Zellen geht er an und wieder aus. Durch eine Genmutation klemmt dieser Schalter dauerhaft auf &#8222;an&#8220; und l\u00e4sst die Zellen ungehemmt wachsen. Bei mehr als 90 Prozent der Bauchspeicheldr\u00fcsentumoren ist genau dieser Schalter st\u00e4ndig an. Daraxonrasib setzt genau dort an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Menta-Steve-Wallace-shows-a-bottle-of-daraxonrasib-Revolution-Medicine-s-pancreatic-cancer-drug-at-his-home-in-The-Woodlands-Texas-U-S-May-29-2026\"\/>Das Medikament Daraxonrasib\u00a0wird von der US-Arzneimittelfirma Revolution Medicines entwickelt. (Foto: REUTERS\/Danielle Villasana)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Seit Jahrzehnten wurde an einer Therapie f\u00fcr das defekte Protein geforscht, lange vergebens. Jetzt scheint ein Weg gefunden. Ein weiterer Vorteil des Medikaments: Anders als \u00e4ltere Wirkstoffe blockiert es nicht nur eine einzelne Mutation, sondern wirkt breit gegen verschiedene Varianten beim RAS-Protein. Die Ergebnisse der klinischen Studie wurden im renommierten Fachblatt <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nejm.org\/doi\/full\/10.1056\/NEJMoa2605555\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;New England Journal of Medicine&#8220;<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Patienten \u00fcberlebten im Schnitt mehr als ein Jahr<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">500 Erkrankte hatten bei der Studie per Zufall entweder Daraxonrasib oder eine herk\u00f6mmliche Chemotherapie erhalten. Es handelte sich um Patienten, bei denen der Krebs bereits gestreut hatte, eine erste Chemotherapie war gescheitert. In diesem Stadium geht es vor allem darum, die Lebensqualit\u00e4t und \u00dcberlebenszeit so hoch wie m\u00f6glich zu halten. Das Ergebnis fiel deutlich aus: Die mittlere \u00dcberlebenszeit stieg durch den Wirkstoff in der gr\u00f6\u00dften Patientengruppe von 6,6 auf 13,2 Monate. Auch die Zeit, in der die Krankheit nicht weiter fortschritt, verl\u00e4ngerte sich &#8211; von 3,5 auf 7,3 Monate.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Aus meiner Sicht ist das eine der wichtigsten klinischen Entwicklungen beim Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs seit vielen Jahren&#8220;, sagt Dieter Saur, Tumorforscher an der TU M\u00fcnchen und am Deutschen Krebsforschungszentrum. Entscheidend sei, dass der Angriffspunkt nicht nur eine kleine Untergruppe betreffe, sondern die Mehrheit der Erkrankten. Er spricht von einem &#8222;Paradigmenwechsel&#8220;. Dietrich Ruess, Leiter des Pankreaskarzinomzentrums am Uniklinikum Freiburg, nennt die Studie schlicht einen &#8222;revolution\u00e4ren Durchbruch&#8220;. Beide waren nicht an der Studie beteiligt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Allerdings zeigte auch das neue Medikament bei den meisten Patienten Nebenwirkungen. Doch sie fielen seltener schwer aus als bei der Chemotherapie (rund 62 Prozent gegen\u00fcber 70 Prozent), und vor allem mussten weit weniger Erkrankte die Therapie abbrechen: nur gut ein Prozent gegen\u00fcber elf Prozent unter der Chemotherapie. Am h\u00e4ufigsten kam es zu Hautausschlag, Durchfall und Entz\u00fcndungen der Mundschleimhaut. Lebensbedrohliche Nebenwirkungen aber gab es nicht. <\/p>\n<p>Einsatz bei anderen Krebsarten denkbar<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dass das Medikament zugelassen wird, halten die Fachleute f\u00fcr sehr wahrscheinlich. In den USA erm\u00f6glicht die Arzneimittelbeh\u00f6rde FDA bereits, den Wirkstoff in bestimmten F\u00e4llen zu verabreichen. Der Hersteller Revolution Medicines will nun weltweit Zulassungsantr\u00e4ge stellen. In Deutschland ist Daraxonrasib noch nicht verf\u00fcgbar. &#8222;Das Problem ist, wie wir jetzt mit unseren Patienten kommunizieren&#8220;, so Thomas Seufferlein, Klinikdirektor am Universit\u00e4tsklinikum Ulm. Man hoffe, dass auch in Europa rasch ein Zugang vor der Zulassung geschaffen werde, um die Wartezeit zu \u00fcberbr\u00fccken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der Erfolg k\u00f6nnte laut Experten auch Einfluss auf die Therapie von anderen Krebsarten haben. Denn das defekte Wachstums-Protein treibt viele andere Tumoren an &#8211; fast die H\u00e4lfte aller Dickdarmkrebse sowie bestimmte Formen von Lungenkrebs. &#8222;Daraxonrasib ist potenziell auch f\u00fcr andere RAS-getriebene Tumorarten relevant&#8220;, sagt Tumorforscher Saur. \u00dcbertragen lasse sich der Erfolg aber nicht eins zu eins: Jede Krebsart reagiere anders. Die n\u00e4chste gro\u00dfe Aufgabe sei deshalb, Kombinationstherapien zu finden, die dem Krebs diesen Ausweg verbauen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wirkstoff erzielt &#8222;Durchbruch&#8220;Studie: \u00dcberlebenszeit bei gef\u00e4hrlicher Krebsart verdoppelt01.06.2026, 13:38 Uhr Von Kai Stoppel Artikel anh\u00f6ren(05:10 min) Der 74-j\u00e4hrige&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1061821,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[134],"tags":[752,175,170,169,29,30,10432,1080,171,174,18115,11136,173,172],"class_list":["post-1061820","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-bildung","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-deutschland","tag-germany","tag-innovationen","tag-krebs","tag-markets","tag-maerkte","tag-medikamente","tag-tumor","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116674883343292569","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1061820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1061820"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1061820\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1061821"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1061820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1061820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1061820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}