{"id":1063,"date":"2025-04-01T00:54:24","date_gmt":"2025-04-01T00:54:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1063\/"},"modified":"2025-04-01T00:54:24","modified_gmt":"2025-04-01T00:54:24","slug":"uneinigkeit-ueber-russland-und-tuerkei-spaltet-partei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1063\/","title":{"rendered":"Uneinigkeit \u00fcber Russland und T\u00fcrkei spaltet Partei"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-18 leading-17\">Die Debatte innerhalb der CDU hatte bei anderen Parteien scharfe Kritik ausgel\u00f6st. Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Britta Ha\u00dfelmann zeigte sich entsetzt \u00fcber Kretschmers \u00c4u\u00dferungen. &#8222;W\u00e4hrend Putin weiter Bomben auf die Ukraine wirft, biedert sich Ministerpr\u00e4sident Kretschmer dem Kriegstreiber wieder an&#8220;, sagte sie. Den CDU-Vorsitzenden Merz forderte Ha\u00dfelmann auf, &#8222;die Moskau-Connection in seiner Partei schnellstens abzuwickeln&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Doch Kretschmer, der sich trotz des Ukrainekrieges seit Jahren f\u00fcr ein konstruktives Verh\u00e4ltnis zum Kreml einsetzt, ging noch weiter. So forderte er Deutschland und die EU-L\u00e4nder auf, \u00fcber Lockerungen der Sanktionen gegen Russland nachzudenken. Eine Weigerung, das Thema anzugehen, sei &#8222;v\u00f6llig aus der Zeit gefallen&#8220;, so der stellvertretende CDU-Vorsitzende. &#8222;Wenn man merkt, dass man sich selbst mehr schw\u00e4cht als das Gegen\u00fcber, dann muss man dar\u00fcber nachdenken, ob das alles so richtig ist.&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">F\u00fcr den Kanzler in spe, <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/friedrich-merz\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a>, kommen die Diskussionen zur Unzeit. Schlie\u00dflich hatte er sich im Wahlkampf stets f\u00fcr ein hartes Vorgehen gegen\u00fcber Putin und einen Ausbau der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die v\u00f6lkerrechtswidrig angegriffene Ukraine ausgesprochen. Doch die &#8222;Moskau-Connection&#8220;, wie Ha\u00dfelmann die Russland-Bef\u00fcrworter in der CDU nennt, sitzen bei den Koalitionsgespr\u00e4chen allesamt im Verhandlungsteam der Union. Sie sind keine Hinterb\u00e4nkler.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Und auch Laschet bringt sich wohl nicht zuf\u00e4llig in die au\u00dfenpolitische Debatte ein. Zuletzt durfte er in der Delegation von <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/annalena-baerbock\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Annalena Baerbock<\/a> (Gr\u00fcne) mit nach <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/syrien\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Syrien<\/a> reisen. Der gescheiterte Kanzlerkandidat von 2021 gilt als Anw\u00e4rter auf den Posten als Au\u00dfenminister. Er selbst bestreitet das nur halbherzig. Im &#8222;Bild&#8220;-Podcast lie\u00df er k\u00fcrzlich wissen, er habe sich zwar um kein Amt beworben, aber seitdem er politisch t\u00e4tig ist, immer auch Au\u00dfenpolitik betrieben.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Ambitionen auf den Posten werden auch Johann Wadephul nachgesagt, ebenso dem Au\u00dfenexperten <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/norbert-roettgen\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Norbert R\u00f6ttgen<\/a>. Beide stehen f\u00fcr einen harten Kurs gegen\u00fcber Russland. Wadephul hatte zuletzt auch scharfe Kritik am umstrittenen Vorgehen Donald Trumps gegen\u00fcber der Regierung in <a class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" href=\"https:\/\/www.t-online.de\/themen\/kiew\/\" data-sctrack=\"BodyAnchor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a> ge\u00fcbt. &#8222;Trump begeht einen schweren strategischen Fehler&#8220;, sagte Wadephul im Podcast der &#8222;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch hier machte sich Laschet nun f\u00fcr einen eher moderateren Kurs stark. So pl\u00e4dierte er f\u00fcr einen diplomatischeren Umgang mit Donald Trump. &#8222;Es bringt uns keinen Millimeter weiter, wenn wir uns jeden Tag ereifern \u00fcber Donald Trump und uns \u00fcber ihn lustig machen&#8220;, sagte Laschet der &#8222;Funke&#8220;-Mediengruppe. &#8222;Man muss alles tun, Trump so eng wie m\u00f6glich an Europa zu binden.&#8220; Es gelte, ihm zu verdeutlichen, dass eine enge Zusammenarbeit auch im amerikanischen Interesse sei. &#8222;Es gibt geopolitische Konflikte, nicht nur mit Russland, sondern auch mit China. Trump wird uns auch noch mal brauchen&#8220;, sagte Laschet.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">In der CDU, so wird wohl nicht nur beim k\u00fcnftigen Koalitionspartner SPD erwartet, d\u00fcrfte der designierte Kanzler Merz sp\u00e4testens mit seinem Amtsantritt daf\u00fcr sorgen, die Vielstimmigkeit in Sachen Au\u00dfenpolitik in seiner Partei zu beenden. Denn wer auch immer das Amt letztlich besetzen wird: Es wird auch eine Richtungsentscheidung f\u00fcr Deutschlands Umgang mit den gro\u00dfen weltpolitischen Konflikten unserer Zeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Debatte innerhalb der CDU hatte bei anderen Parteien scharfe Kritik ausgel\u00f6st. Gr\u00fcnen-Fraktionschefin Britta Ha\u00dfelmann zeigte sich entsetzt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1064,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[1217,848,1207,506,1214,1179,1154,31,1212,29,106,1216,548,663,1210,775,1213,30,13,1211,1208,1215,776,1153,14,15,1209,144,1206,1205,307,12,455,184,10,8,9,11,143,317,64,306],"class_list":{"0":"post-1063","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-1217","9":"tag-aa","10":"tag-ankara","11":"tag-armin-laschet","12":"tag-bmf","13":"tag-boris-pistorius","14":"tag-britta-hasselmann","15":"tag-cdu","16":"tag-cdu-csu","17":"tag-deutschland","18":"tag-donald-trump","19":"tag-ekrem-imamoglu","20":"tag-eu","21":"tag-europa","22":"tag-flanke","23":"tag-friedrich-merz","24":"tag-gas","25":"tag-germany","26":"tag-headlines","27":"tag-johann-wadephul","28":"tag-kanzlerkandidat","29":"tag-koalitionsvertrag","30":"tag-lars-klingbeil","31":"tag-michael-kretschmer","32":"tag-nachrichten","33":"tag-news","34":"tag-nordrhein-westfalen","35":"tag-recep-tayyip-erdogan","36":"tag-richtungsstreit","37":"tag-roderich-kiesewetter","38":"tag-russland","39":"tag-schlagzeilen","40":"tag-serap-gueler","41":"tag-spd","42":"tag-top-news","43":"tag-top-meldungen","44":"tag-topmeldungen","45":"tag-topnews","46":"tag-tuerkei","47":"tag-ukraine","48":"tag-usa","49":"tag-wladimir-putin"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1063","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1063"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1063\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1064"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1063"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1063"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1063"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}