{"id":1064284,"date":"2026-06-02T12:24:49","date_gmt":"2026-06-02T12:24:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1064284\/"},"modified":"2026-06-02T12:24:49","modified_gmt":"2026-06-02T12:24:49","slug":"inflation-in-der-eurozone-steigt-im-mai-auf-32-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1064284\/","title":{"rendered":"Inflation in der Eurozone steigt im Mai auf 3,2 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/inflation-europa-124.jpg\" alt=\"Ein Mann betankt sein Auto an einer Tankstelle in der N\u00e4he von Nizza, Frankreich\" title=\"Ein Mann betankt sein Auto an einer Tankstelle in der N\u00e4he von Nizza, Frankreich | picture alliance \/ SIPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.06.2026 \u2022 12:51 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>H\u00f6here \u00d6lpreise wegen des Iran-Kriegs f\u00fchren zu einem Inflationsschub in der Eurozone. Im Mai stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 3,2 Prozent. Eine Zinserh\u00f6hung wird so immer wahrscheinlicher.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der \u00d6lpreisanstieg infolge des Iran-Kriegs treibt die Inflation im Euroraum weiter nach oben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Mai um durchschnittlich 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat nach einer ersten Sch\u00e4tzung mitteilte. Experten hatten mit einem \u00e4hnlichen Anstieg gerechnet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damit befindet sich die Inflationsrate auf dem h\u00f6chsten Niveau seit September 2023. Schon im April war sie auf 3,0 Prozent geklettert.<\/p>\n<p>    Inflation in Bulgarien und Litauen besonders hoch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Grund f\u00fcr die weiter steigende Inflation bleiben die hohen Energiepreise. Diese stiegen im Vergleich zum Mai vergangenen Jahres um 10,9 Prozent, \u00e4hnlich wie bereits im April. Bei den Dienstleistungen lag der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 3,5 Prozent. Lebensmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich um 2,0 Prozent.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die h\u00f6chsten Inflationsraten in der Eurozone verzeichneten Bulgarien (6,3 Prozent), Litauen (5,1 Prozent) und Griechenland (5,0 Prozent). Deutschland geh\u00f6rte mit einer Inflationsrate von 2,7 Prozent zu den Staaten, in denen der Preisanstieg im Vergleich noch vergleichsweise moderat ausfiel. Nur in Malta (2,1 Prozent) war die Inflationsrate niedriger als im April.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das EU-Statistikamt nutzt zur internationalen Vergleichbarkeit eine andere Berechnungsmethode als das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Die deutschen Statistiker hatten die Inflation f\u00fcr Mai auf 2,6 Prozent gesch\u00e4tzt. Sie <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/inflation-mai-deutschland-102.html\" title=\"Inflation in Deutschland f\u00e4llt \u00fcberraschend auf 2,6 Prozent\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">schw\u00e4chte sich im Vergleich zum Vormonat ab<\/a> &#8211; vermutlich wegen des Tankrabatts.<\/p>\n<p>    Erh\u00f6ht die EZB noch im Juni die Zinsen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) sieht sich mit einem starken Preisauftrieb konfrontiert. Sie betrachtet eine Teuerung von 2,0 Prozent mittelfristig als ideal f\u00fcr die Konjunktur im W\u00e4hrungsraum. Laut EZB-Chefin Christine Lagarde ist die Zentralbank bereit zu handeln, wenn es die Datenlage erfordert. Am 11. Juni entscheiden die W\u00e4hrungsh\u00fcter das n\u00e4chste Mal \u00fcber ihre Geldpolitik.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die EZB hat Handlungsbereitschaft signalisiert, sodass eine Zinserh\u00f6hung in der kommenden Woche als wahrscheinlich gilt&#8220;, erkl\u00e4rten die Analysten der Landesbank Hessen Th\u00fcringen (Helaba). &#8222;Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserh\u00f6hung im Juni f\u00fcr n\u00f6tig&#8220;, sagte j\u00fcngst auch EZB-Direktorin Isabel Schnabel der Nachrichtenagentur Reuters. Die deutsche Top-\u00d6konomin f\u00fcgte hinzu, dass sich die EZB niemals vorab festlege.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Schock arbeite sich allerdings durch die Wirtschaft und treibe die Inflation f\u00fcr einen &#8222;betr\u00e4chtlichen Zeitraum&#8220; \u00fcber den Zielwert der Notenbank, so Schnabel. &#8222;Die Inflation d\u00fcrfte noch viele Monate \u00fcber drei Prozent liegen, sofern die Stra\u00dfe von Hormus wider Erwarten nicht schnell ge\u00f6ffnet wird&#8220;, kommentierte Commerzbank-Chefvolkswirt J\u00f6rg Kr\u00e4mer. Immer mehr Firmen g\u00e4ben die h\u00f6heren Energiekosten an ihre Kundinnen und Kunden weiter.<\/p>\n<p>    &#8222;Der EZB bleibt nichts anderes \u00fcbrig&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EZB hatte zuletzt ihren Leitzins, den sogenannten Einlagensatz, mehrfach bei 2,0 Prozent belassen. Die weitgehend erwartete Erh\u00f6hung um 0,25 Prozentpunkte bei der n\u00e4chsten Sitzung w\u00e4re die erste, aber wohl nicht die letzte in diesem Jahr. &#8222;Der EZB bleibt nichts anderes \u00fcbrig, als ihre Leitzinsen auf der Sitzung n\u00e4chste Woche anzuheben. Vermutlich d\u00fcrfte sie sie nach der Sommerpause erneut erh\u00f6hen&#8220;, sagte Experte Kr\u00e4mer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">H\u00f6here Leitzinsen der EZB w\u00fcrden Kredite f\u00fcr Verbraucher und Unternehmen verteuern, was die Nachfrage bremsen und die Inflation d\u00e4mpfen kann. Jedoch sind h\u00f6here Zinsen eine B\u00fcrde f\u00fcr die ohnehin schwache Wirtschaft im Euroraum, die unter den Folgen des Iran-Kriegs leidet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.06.2026 \u2022 12:51 Uhr H\u00f6here \u00d6lpreise wegen des Iran-Kriegs f\u00fchren zu einem Inflationsschub in der Eurozone. 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