{"id":1065080,"date":"2026-06-02T19:56:21","date_gmt":"2026-06-02T19:56:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1065080\/"},"modified":"2026-06-02T19:56:21","modified_gmt":"2026-06-02T19:56:21","slug":"schnellerer-ausbau-der-energiewende-nuetzte-europa-dreifach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1065080\/","title":{"rendered":"Schnellerer Ausbau der Energiewende n\u00fctzte Europa dreifach"},"content":{"rendered":"<p>Besser f\u00fcrs Klima, besser f\u00fcr die Gesundheit, besser f\u00fcr den Geldbeutel: Die Europ\u00e4ische Union (EU) w\u00fcrde gleich auf mehrere Arten von einer schnelleren Energiewende profitieren. Zu dem Ergebnis eine Studie unter der Leitung des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Chemie (MPIC) in Mainz.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das Team um Wenjun Meng hat untersucht, wie sich die Energiewende auf die EU auswirkt. Die Union hat sich als Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. W\u00fcrde sie den Ausbau der erneuerbaren Energie beschleunigen und das Ziel bereits zehn Jahre fr\u00fcher erreichen, w\u00fcrden sich \u201ein den untersuchten Szenarien EU-weite Nettovorteile von etwa 100 bis 600 Milliarden Euro\u201c ergeben, <a href=\"https:\/\/www.mpic.de\/6010765\/europa-profitiert-von-einer-schnelleren-energiewende?c=3477744\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">teilt das MPIC mit<\/a>. Die Studie ist <a href=\"https:\/\/dx.doi.org\/10.1073\/pnas.2609606123\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)<\/a> erschienen.<\/p>\n<p>Den Ma\u00dfstab f\u00fcr die Berechnungen bilden die Brennstoffpreise aus den Jahren 2021 bis 2023. Diese sind inzwischen deutlich gestiegen, nachdem Israel und den USA den Iran angegriffen haben und dieser daraufhin die Stra\u00dfe von Hormus gesperrt hat.<\/p>\n<p>Kurzfristiger Anstieg der Stromgestehungskosten<\/p>\n<p>Das Team hat verschiedene Szenarien durchgespielt. Ber\u00fccksichtigt wurden dabei die Kosten f\u00fcr den Bau von Wind- und Solaranlagen, den daf\u00fcr n\u00f6tigen Netzausbau inklusive Speicher, Netzmanagement samt Ma\u00dfnahmen zur Verringerung der Abregelung. Dieser Aufwand k\u00f6nnte kurzfristig die Stromgestehungskosten steigen lassen \u2013 das sind die durchschnittlichen Kosten der Stromerzeugung \u00fcber die Lebensdauer eines Energiesystems.<\/p>\n<p>Langfristig hingegen sollen diese Mehrkosten ausgeglichen werden, unter anderem dadurch, dass weniger fossile Brennstoffe importiert werden m\u00fcssten. Daneben w\u00fcrde es zu Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen kommen, die sich aus der Verbesserung der Luftqualit\u00e4t ergeben, sowie bei Ma\u00dfnahmen zur Verringerung von Emissionen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erg\u00e4be sich auch ein politischer Vorteil: Eine beschleunigte Umsetzung der Energiewende st\u00e4rkt die Energiesicherheit. Die EU w\u00fcrde sich damit unabh\u00e4ngiger machen von Energieimporten und volatilen Preisen fossiler Energietr\u00e4ger.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Langfristige Vorteile<\/p>\n<p>\u201eErneuerbare Energien bieten langfristig erhebliche Vorteile, doch die Transformation muss weiterhin sorgf\u00e4ltig geplant werden\u201c, sagte Projektleiterin Yafang Cheng vom MPIC. \u201eUnsere Ergebnisse zeigen, dass sauberere Energiepfade in der Energiesystemplanung und Entscheidungsfindung attraktiver werden, wenn Preise und politische Instrumente die mit fossilen Energietr\u00e4gern verbundenen Klima-, Gesundheits- und Wirtschaftskosten umfassender ber\u00fccksichtigen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eInsgesamt unterstreicht die Studie, dass die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Energiesicherheit, Klimawandel und \u00f6ffentlicher Gesundheit gemeinsam bewertet werden sollten, und dass saubere Luft als Ziel nachhaltiger Entwicklung Ber\u00fccksichtigung verdient\u201c, erg\u00e4nzte Koautor Ulrich P\u00f6schl. An der Studie haben interdisziplin\u00e4re Forscher aus Deutschland, den Niederlanden, \u00d6sterreich, Spanien, Gro\u00dfbritannien und China mitgewirkt.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Besser f\u00fcrs Klima, besser f\u00fcr die Gesundheit, besser f\u00fcr den Geldbeutel: Die Europ\u00e4ische Union (EU) w\u00fcrde gleich auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1065081,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,1520,1521,548,663,158,3934,3935,27232,13,190197,14,15,12,11748,193],"class_list":["post-1065080","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-energiewende","tag-erneuerbare-energie","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-fossile-brennstoffe","tag-headlines","tag-irankrieg-2026","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-studie","tag-wissenschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116682279596545233","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1065080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1065080"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1065080\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1065081"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1065080"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1065080"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1065080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}