{"id":1065887,"date":"2026-06-03T03:39:40","date_gmt":"2026-06-03T03:39:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1065887\/"},"modified":"2026-06-03T03:39:40","modified_gmt":"2026-06-03T03:39:40","slug":"magyar-in-berlin-ungarn-will-wieder-ein-konstruktiver-partner-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1065887\/","title":{"rendered":"Magyar in Berlin: Ungarn will wieder ein konstruktiver Partner werden"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/magyar-merz-100.jpg\" alt=\"Peter Magyar und Friedrich Merz\" title=\"Peter Magyar und Friedrich Merz | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 02.06.2026 \u2022 17:35 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Beim Besuch in Berlin hat Ungarns neuer Ministerpr\u00e4sident Magyar angek\u00fcndigt, sein Land wieder zum verl\u00e4sslichen Partner der EU zu machen. Kanzler Merz will ihn dabei unterst\u00fctzen, w\u00fcnscht sich aber auch Entgegenkommen in der Ukraine-Politik.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem neuen ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Peter Magyar seine volle Unterst\u00fctzung daf\u00fcr zugesichert, sein Land &#8222;zur\u00fcck in die Mitte Europas&#8220; zu f\u00fchren. Beim Antrittsbesuch des 45-j\u00e4hrigen Regierungschefs im Kanzleramt bezeichnete er dessen Wahlsieg \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/orban-parlamentsmandat-100.html\" title=\"Orban verk\u00fcndet Verzicht auf sein Abgeordnetenmandat\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">den Rechtspopulisten Viktor Orban<\/a> als &#8222;Inspiration f\u00fcr ganz Europa&#8220;. Er wolle helfen, &#8222;dass dieser Neuanfang in Ungarn ein Erfolg wird&#8220;, so Merz. Zugleich rief Merz seinen ungarischen Kollegen auf, die europ\u00e4ische Politik gegen\u00fcber der Ukraine mitzutragen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Putin-Verb\u00fcndete Orban, der in Ungarn 16 Jahre an der Macht war, hatte \u00fcber Jahre viele wichtige Entscheidungen der Europ\u00e4ischen Union mit seinem Vetorecht blockiert, etwa einen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-ungarn-118.html\" title=\"EU gibt eingefrorene Milliarden f\u00fcr Ungarn frei\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Milliardenkredit f\u00fcr die Ukraine<\/a> und die Verhandlungen \u00fcber deren EU-Beitritt. In der EU gibt es nun die Hoffnung, dass Ungarn unter der neuen Regierung seine Blockadehaltung bei der Ukraine-Politik aufgibt.<\/p>\n<p>    &#8222;Werden kein Veto einlegen nur aus Prinzip&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Magyar, der Merz und das Bundeskabinett zu einem Besuch nach Budapest einlud, versprach, dass Ungarn ein &#8222;ehrlicher und verl\u00e4sslicher Partner&#8220; in Europa sein werde. &#8222;Nat\u00fcrlich werden wir nicht immer einer Meinung sein. Aber wir werden kein Veto einlegen nur aus Prinzip.&#8220; Er f\u00fcgte hinzu: &#8222;Ich glaube an Verhandlungen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allerdings bekr\u00e4ftigte er in Berlin auch, dass Ungarn weiterhin keine Waffen oder Soldaten in die Ukraine schicken werde. Au\u00dferdem wolle er die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine so lange blockieren, wie die Rechte der ungarischen Minderheit im \u00f6stlichen Nachbarland beschnitten sind. Er rechne aber mit einer baldigen Einigung in der Frage der Minderheitenrechte. &#8222;Wir sind bereit, ein neues Kapitel in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen aufzuschlagen&#8220;, so Magyar in Berlin.<\/p>\n<p>    Schwere Vorw\u00fcrfe an amtierenden Staatspr\u00e4sidenten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Scharfe Kritik \u00e4u\u00dferte Magyar hingegen am ungarischen Staatspr\u00e4sidenten Tamas Sulyok. Er nannte ihn eine &#8222;Marionette Orbans&#8220;, der in den zwei Jahren seit seiner Amtsf\u00fchrung seine Aufgaben als Staatspr\u00e4sident nicht erf\u00fcllt habe. Magyar will Gefolgsleute Orbans in hohen \u00c4mtern m\u00f6glichst schnell loswerden. Sulyok hatte er aufgefordert, bis zum 31. Mai seinen Posten zu r\u00e4umen und ihm mit Absetzung per Verfassungs\u00e4nderung gedroht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Orban hatte in seiner Amtszeit ein halb-autorit\u00e4res System errichtet und die demokratischen Institutionen durch die Ernennung ihm ergebener Funktionstr\u00e4ger ausgeh\u00f6hlt, darunter auch das Amt des Staatspr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Magyar hatte Orban mit seiner b\u00fcrgerlichen Tisza-Partei bei der Parlamentswahl im April klar besiegt und sogar die Zweidrittelmehrheit erreicht. Anfang Mai war er als Ministerpr\u00e4sident vereidigt worden. In Bezug auf Orban k\u00fcndigte er eine &#8222;Systemwende&#8220; an. Seit seinem <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/ungarn-magyar-polen-100.html\" title=\"Erste Auslandsreise: Ungarns Ministerpr\u00e4sident Magyar sucht N\u00e4he zu Polen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Amtsantritt hat Magyar Polen<\/a> und \u00d6sterreich besucht. In der vergangenen Woche war er in Br\u00fcssel, um Gespr\u00e4che mit den Spitzen von EU und NATO sowie der belgischen Regierung zu f\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 02.06.2026 \u2022 17:35 Uhr Beim Besuch in Berlin hat Ungarns neuer Ministerpr\u00e4sident Magyar angek\u00fcndigt, sein Land wieder&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1065888,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,29,30,196204,182,501],"class_list":["post-1065887","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-deutschland","tag-germany","tag-magyar","tag-merz","tag-ungarn"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116684099902106094","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1065887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1065887"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1065887\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1065888"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1065887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1065887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1065887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}