{"id":1066141,"date":"2026-06-03T06:03:22","date_gmt":"2026-06-03T06:03:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1066141\/"},"modified":"2026-06-03T06:03:22","modified_gmt":"2026-06-03T06:03:22","slug":"exkursion-nach-leipzig-gruenau-soziale-vorhaben-aus-der-esf-plus-foerderung-nachhaltige-soziale-stadtentwicklung-kennenlernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1066141\/","title":{"rendered":"Exkursion nach Leipzig-Gr\u00fcnau: Soziale Vorhaben aus der ESF Plus F\u00f6rderung \u201cNachhaltige soziale Stadtentwicklung\u201d kennenlernen."},"content":{"rendered":"<p>Rund vierzig Fachkr\u00e4fte aus Verwaltungen, Quartiersmanagement und sozialen Tr\u00e4ger*innen aus ganz Sachsen trafen sich am Dienstag, dem 2. Juni, in Leipzig-Gr\u00fcnau. Mit der Exkursion und gemeinsamer Fahrradtour macht die Servicestelle Quartiersentwicklung und Gemeinwesenarbeit Sachsen (QuGe) zusammen mit der Stadt Leipzig die Bedeutung der Gemeinwesenarbeit f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit von Quartieren und Kommunen erlebbar.<\/p>\n<p>Unter dem Motto \u201eGemeinwesenarbeit vor Ort erleben\u201c hatte die Servicestelle Quartiersentwicklung und Gemeinwesenarbeit Sachsen eingeladen, um zu erleben, wie dieser Ansatz nicht nur gedacht, sondern umgesetzt wird. Gemeinwesenarbeit (GWA) ist eine sozialarbeiterische Methode, die die Lebensbedingungen und das Zusammenleben in Stadtteilen oder Gemeinden verbessern will. Dazu bef\u00e4higt sie Menschen zur Selbsthilfe und zum gemeinsamen Handeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/5b080647990c41a888d832b62b12347e.gif\" alt=\"\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesellschaft\/2026\/06\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesellschaft\/2026\/06\/1\"\/><\/p>\n<p>Am Beispiel des Leipziger Stadtteils Gr\u00fcnau \u2013 das in diesen Tagen sein f\u00fcnfzigj\u00e4hriges Bestehen feiert \u2013 besucht die Gruppe drei soziale Tr\u00e4ger und kommt mit den Macher:innen vor Ort \u00fcber Strategien und deren Projektumsetzungen im Rahmen von <a href=\"https:\/\/www.leipzig.de\/leipzig-strategie\/stadtentwicklung\/stadterneuerung\/foerderprogramme\/soziale-stadtteilentwicklung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">ESF Plus Programm \u201eNachhaltige Soziale Stadtentwicklung\u201c<\/a> ins Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-659314\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Exkursions.Teilnehmende-in-der-HuUpa.-Foto-Andre-Wirsing.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1365\"  \/>Exkursions-Teilnehmende in der \u201cHuUpa\u201d. Foto: Andr\u00e9 Wirsing<\/p>\n<p>Diese offenen Werkst\u00e4tten und niedrigschwelligen Treffpunkte unterschiedlichster Gruppen fungieren als Orte der Begegnung. Ziel ist die aktive Beteiligung der Nachbarschaft unabh\u00e4ngig von Herkunft, Alter oder sozialem Status. Sie schaffen R\u00e4ume und M\u00f6glichkeiten, in denen Menschen nicht nur konsumieren, sondern kreativ und wirksam werden sowie selbst mitgestalten k\u00f6nnen. So ist die erste Station die <a href=\"https:\/\/kunzstoffe.de\/huupa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u201eHuUpa\u201c \u2013 Handwerks- und Upcycling-Akademie des kunZstoffe e. V.<\/a> Marie Wagner, Projektleitung Gr\u00fcnau, erl\u00e4utert die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten, kreativ zu werden \u2013 von Reparatur \u00fcber Upcycling bis zum Eigenbau. Ziel ist, eigene handwerkliche F\u00e4higkeiten zu entdecken und zu st\u00e4rken. Ebenso informierte Frau Wagner dar\u00fcber, wie sie Gruppen erreicht, die sonst wenig beteiligt sind, und was bisher in der Projektlaufzeit erarbeitet wurde \u2013 pr\u00e4sentiert in einer \u201cWerkschau\u201d.<\/p>\n<p>An der zweiten Station, dem <a href=\"http:\/\/greaterform.supergiro.de\/projekt\/KinderKunstPlanet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">KinderKunstPlanet des greater form \/ GIRO e.V.<\/a>, einem weiteren kreativen Begegnungsraum f\u00fcr Kinder und Jugendliche, wird konkret erfahrbar, welcher Gewinn dieses niedrigschwellige, empowernde und kreative Freizeitangebot f\u00fcr Gr\u00fcnau-Nord ist. Philipp R\u00f6del, Projektleitung, erkl\u00e4rt zudem, wie das Projekt schnell eine feste Basis an Aktiven generieren konnte, welche Rolle greater form \/ GIRO e.V in Gr\u00fcnau spielt und warum das Projekt so erfolgreich ist.<\/p>\n<p>Im dritten Projekt <a href=\"https:\/\/raa-leipzig.de\/fachbereiche\/ueber-generationen-hinweg-gruenau\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">\u201e\u00dcber Generationen hinweg\u201c<\/a> des RAA Leipzig e.V. \u00f6ffnen Fynn Franken, Projektmitarbeiter Gr\u00fcnau, und Andreas Keim, Projektleitung Sch\u00f6nefeld, die T\u00fcren der Rudi-Gl\u00f6ckner-Oberschule, die am Nachmittag als Begegnungsst\u00e4tte f\u00fcr die Nachbarschaft zur Verf\u00fcgung steht und Schule somit zu einem wichtigen Treffpunkt f\u00fcr Zusammenhalt und Teilhabe in Leipzig-Gr\u00fcnau macht. Sie erkl\u00e4rten, was das Konzept \u201c\u00d6ffnung von Schule f\u00fcr den Stadtteil\u201d beinhaltet und machten dies anhand konkreter durchgef\u00fchrter Formate, von Graffitiwand \u00fcber Gr\u00fcnes Klassenzimmer oder Fotoausstellung, anschaulich. Besonders das integrierte, ressort\u00fcbergreifende Handeln von Schulverwaltungsamt \u00fcber die Schulsozialarbeit bis zu den lokalen Quartiersmanagerinnen waren mitunter herausfordernd, haben aber ma\u00dfgeblich zum Erfolg dieses Projekts gef\u00fchrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-659315\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Philip-Roedel-erklaert-die-Rolle-von-greater-form.-Foto-Andre-Wirsing.jpg\" alt=\"\" width=\"2048\" height=\"1365\"  \/>Philip R\u00f6del erkl\u00e4rt die Rolle von \u201cgreater form\u201d. Foto: Andr\u00e9 Wirsing<\/p>\n<p>Alle drei Projekte zeigen deutlich, wie soziale Stadtentwicklung Quartiere und St\u00e4dte langfristig stark aufstellt. Wer lebendige, resiliente und gerechte Quartiere und Kommunen m\u00f6chte, kommt an Gemeinwesenarbeit nicht vorbei. Gemeinwesenarbeit darf keine projekt-basierte \u201eZugabe\u201c sein, sondern muss als dauerhafte, kommunale Pflichtaufgabe in Sozial-raumplanung und Stadtentwicklung verankert werden. Sichtbar wird dabei auch, dass ressort\u00fcbergreifendes und strategisch abgestimmtes Handeln ein erheblicher Erfolgsfaktor ist.<\/p>\n<p>Die Servicestelle QuGe ist dabei ein wichtiges Unterst\u00fctzungsinstrument: Sie vernetzt Akteure, vermittelt Wissen und Kontakte und erleichtert kooperative Arbeitsprozesse durch Erfahrungsaustausch und Netzwerkarbeit. Fiona Merfert, Projektmanagerin f\u00fcr Westsachsen in der Servicestelle Quartiersentwicklung und Gemeinwesenarbeit Sachsen beim Landesverband Soziokultur Sachsen e.V., sagte nach der Exkursion: \u201eUnser heutiger Praxisausflug hat Gemeinwesenarbeit f\u00fchlbar, greifbar und erlebbar gemacht und zeigt deutlich, dass Gr\u00fcnau ein lebenswerter Stadtteil ist, der durch gezielten F\u00f6rdermitteleinsatz seit Jahren kontinuierlich gest\u00e4rkt wurde. Soziale Stadtentwicklung braucht die Finanzierung durch F\u00f6rdermittel auch weiterhin, damit in den Quartieren Teilhabe aktiv gestaltet werden kann. Den Mehrwert aus jedem investierten Euro haben wir heute live erlebt!\u201d.<\/p>\n<p>Die Exkursion hat eindrucksvoll gezeigt, dass die Kraft gesellschaftlicher Ver\u00e4nderung oft im Kleinen beginnt \u2013 in offenen T\u00fcren, gemeinsamen Gespr\u00e4chen, nachbarschaftlichen Initiativen und Orten der Begegnung. Die Begegnungen mit den engagierten Akteur*innen vor Ort machten deutlich, wie wertvoll diese Projekte f\u00fcr ein lebendiges Gemeinwesen sind. In Gr\u00fcnau befinden sich dank ESF Plus neun Vorhaben in den Bereichen \u201cSoziale Integration\u201d und \u201cInformelle Kinder- und Jugendbildung\u201d, die die Entwicklung des Stadtteils je nach individueller Laufzeit bis Ende 2027 zus\u00e4tzlich unterst\u00fctzen. \u201eEs war heute gleicherma\u00dfen H\u00f6hepunkt und weitere Motivation f\u00fcr die Projektmitarbeitenden ihre gute Arbeit sachsenweit sichtbar zu machen. Das Programm ESF Plus ist eine wichtige Erg\u00e4nzung zum St\u00e4dtebauf\u00f6rderprogramm Sozialer Zusammenhalt im Schwerpunktbereich der Integrierten Stadtteilentwicklung\u201c, schlie\u00dft Gerlinde Meyer, Programmbegleitung ESF Plus beim Amt f\u00fcr Wohnungsbau und Stadterneuerung Leipzig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund vierzig Fachkr\u00e4fte aus Verwaltungen, Quartiersmanagement und sozialen Tr\u00e4ger*innen aus ganz Sachsen trafen sich am Dienstag, dem 2.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1066142,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1832],"tags":[3364,29,227192,15262,30,16112,71,36650,859,32325,214069,227193],"class_list":["post-1066141","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-leipzig","tag-de","tag-deutschland","tag-esf-mittel","tag-gastbeitrag","tag-germany","tag-gruenau","tag-leipzig","tag-quartiersmanagement","tag-sachsen","tag-staedtebaufoerderung","tag-stadtteilentwicklung","tag-stadtteilexpedition"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116684667772440375","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1066141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066141\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1066142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1066141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1066141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1066141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}