{"id":106677,"date":"2025-05-13T06:37:08","date_gmt":"2025-05-13T06:37:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/106677\/"},"modified":"2025-05-13T06:37:08","modified_gmt":"2025-05-13T06:37:08","slug":"verena-altenberger-bin-mir-sicher-dass-ich-irgendwann-mama-sein-werde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/106677\/","title":{"rendered":"Verena Altenberger: &#8222;Bin mir sicher, dass ich irgendwann Mama sein werde&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Verena Altenberger sagt, ihre Mutter sei eine Egoistin gewesen. Dennoch ist sie das gro\u00dfe Vorbild der \u00f6sterreichischen Schauspielerin.<\/p>\n<p>Von Nike Emich &amp; Georg Seitz<\/p>\n<p>Vor zehn Jahren starb die Mutter von <a data-teasertracking=\"related-inline_1\" href=\"https:\/\/www.bunte.de\/stars\/star-news\/verena-altenberger-heisser-flirt-mit-oesterreichs-ex-kanzler.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verena Altenberger<\/a> (37). Sie war B\u00e4uerin, dachte und handelte fortschrittlich. Ihre Tochter, die ber\u00fchmte \u00f6sterreichische Schauspielerin, spricht gerne \u00fcber sie. Nicht nur mit BUNTE.<\/p>\n<p><strong>BUNTE: Ihre Mutter sei egoistisch gewesen, sagen Sie. Wie ist das gemeint?<\/strong><\/p>\n<p>Verena Altenberger: Ich fand, sie war positiv egoistisch. Ich habe kein besseres Wort daf\u00fcr gefunden. Sie hat gesagt, ich muss selbst zu 100 Prozent voll sein, bevor ich geben kann. Ich muss schauen, dass ich gl\u00fccklich bin, dann kann ich potenziell andere gl\u00fccklich machen. Deswegen muss ich schauen, dass ich den Beruf habe, den Erfolg, die Freizeit, die Hobbys, den Freundeskreis, die Liebe.<\/p>\n<p>    Meistgelesen<\/p>\n<p><strong>Wie war das f\u00fcr Sie? Ich war als ganz kleines Kind schon sehr oft weg. Sie hat mich wochenlang zur Oma gegeben, bevor ich ein Jahr alt war. Wie sehen Sie das heute?\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Es macht mich stolz auf sie. Das ist schon ein positives Vorbild, gesund mit dem eigenen Ehrgeiz umzugehen und den okay zu finden.<\/p>\n<p>Verena Altenberger: &#8222;Egoistischer sollte ich nicht mehr werden&#8220;<\/p>\n<p><strong>Haben Sie das f\u00fcr sich \u00fcbernommen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube schon. Egoistischer sollte ich nicht mehr werden.<\/p>\n<p><strong>Beschweren sich Freunde und Familie dar\u00fcber?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, zum Gl\u00fcck nicht. Die sind mit mir in meinen Beruf reingewachsen. Meine Freundinnen verstehen es, dass ich in den Tunnel gehe, wenn ich drehe, und nicht zu erreichen bin. F\u00fcr den Ernstfall haben wir ein Safeword.<\/p>\n<p><strong>Wie hei\u00dft das Safeword?<\/strong><\/p>\n<p>Tiramisu. Wenn das per SMS kommt, rufe ich sofort an.<\/p>\n<p><strong>Ihre Mutter ist Ihr Vorbild. M\u00f6chten Sie selbst Kinder haben?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin mir sehr sicher, dass ich irgendwann Mama sein werde. Es geht einher mit einem Gef\u00fchl von Endlichkeit, insofern entsteht da ein gewisser Stress.<\/p>\n<p><strong>Sie sind Perfektionistin, sagen Sie \u00fcber sich. Planen Sie auch das?<\/strong><\/p>\n<p>Vor drei Jahren h\u00e4tte ich noch gesagt, ja, das kann man planen. Heute geh\u00f6re ich zu den 99 Prozent, die sagen, das ist vielleicht das eine Ding, das sich einfach irgendwann einstellt. Und dann ist man garantiert \u00fcberfordert.<\/p>\n<p>  &#8222;Wenn sich Frauen so verhalten wie M\u00e4nner, \u00e4ndert sich gar nix&#8220;<\/p>\n<p><strong>Ihr Film ist eine moderne Version eines Shakespeare-St\u00fccks von 1593. Nun aber sind die Frauen an der Macht. Besser wird alles dadurch nicht.<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende sind alle tot oder ungl\u00fccklich.\u00a0<\/p>\n<p><strong>Eine schlechte Prognose f\u00fcr den Feminismus?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, dass wir alle alle Eigenschaften in uns haben. Es w\u00e4re an der Zeit, dass wir die den Frauen zugeschriebenen Eigenschaften wie Empathie oder Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen voranstellen. Wenn sich Frauen so verhalten wie M\u00e4nner, \u00e4ndert sich gar nix.<\/p>\n<p><strong>Es gab die Hoffnung, alles w\u00fcrde besser, wenn Frauen an die Macht kommen.<\/strong><\/p>\n<p>Ich war im Dezember in Uganda mit dem World Food Programm der Vereinten Nationen. Wir waren in Erstaufnahmezentren. Die haben die gr\u00f6\u00dfte Gefl\u00fcchtetenanzahl Afrikas, 1,8 Millionen Menschen. Es war beeindruckend, wie die Frauen sich dort zusammenschlie\u00dfen und das Leben organisieren. Da funktionieren die Gemeinschaften wirklich besser, weil die Frauen sich selbst erm\u00e4chtigt haben.<\/p>\n<p><strong>Was genau machen Sie beim World Food Programm?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin Unterst\u00fctzerin, High Level Supporter nennen sie es. Ich finde es total wichtig, dass ich mir deren Projekte an Ort und Stelle ansehe. Man bekommt ein ganz anderes emotionales Verst\u00e4ndnis. Und es ist nicht so, dass da eine Schauspielerin f\u00fcrs Foto engagiert w\u00fcrde. Ich zahle alle Reisen selbst, jeden Flug, die Hotels. Das Geld, das durch Spenden und Zusch\u00fcsse reinkommt, geht wirklich in Reis, Bohnen, Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>&#8222;Ich glaube, es hat mit meiner Mama zu tun&#8220;<\/p>\n<p><strong>Wie kamen Sie dazu?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, es hat mit meiner Mama zu tun. Sie hatte ja einen Bauernhof und war Direktorin einer landwirtschaftlichen Fachschule. Man kriegt da viel \u00fcber die Muttermilch aufgesogen, was man unbewusst mitnimmt. Irgendwann hat sie mir erz\u00e4hlt, dass sie eigentlich Entwicklungshelferin werden wollte.<\/p>\n<p><strong>Sie verehren Ihre Mutter sehr?<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die eigene Mutter tot ist, kann man sie sehr gut glorifizieren. Wie jeder vern\u00fcnftige Mensch mache ich Therapie, dadurch kann ich das besser einordnen.<\/p>\n<p><strong>Sie machen regelm\u00e4\u00dfig Therapie?<\/strong><\/p>\n<p>Ja, ich glaube, dass das eine gute Gesundheitsvorsorge ist. Mit der Mutter ist es so, dass man schnell deren Perspektive einnimmt, zus\u00e4tzlich zur eigenen. Meiner Mutter ging es immer auch um Ern\u00e4hrung, klugen Anbau, Klimaver\u00e4nderung. Sie hatte auch mal B\u00e4uerinnen aus dem Sudan bei uns am Hof, die sich \u00fcber nachhaltige Landwirtschaft ausgetauscht haben. Wenn dann die feministische Perspektive dazukommt, wie jetzt mit den Programmen f\u00fcr Kleinb\u00e4uerinnen, dann macht das alles Sinn f\u00fcr mich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/bunte-aboshop.de\/bunte-einzelausgaben\/bunte-magazin\/?hnr=online.verlag-eb.buntede.artikel-einzelheft-aktuelle-ausgabe\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Mehr lest ihr in BUNTE 20\/2025, seit Donnerstag (8. Mai) hier oder am Kiosk erh\u00e4ltlich<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p>Bleibt auf dem Laufenden, was in der Welt der Stars &amp; Royals passiert \u2013 hier k\u00f6nnt ihr den Newsletter\u00a0<a href=\"https:\/\/bunte.elaine-asp.de\/go\/96vhxivhc72wvboxyxfygzpee4ut4p8f7rd44wg4c7ek\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">&#8222;BUNTE Inside &#8211; News aus der Chefredaktion&#8220;<\/a>\u00a0abonnieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Verena Altenberger sagt, ihre Mutter sei eine Egoistin gewesen. 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