{"id":1066830,"date":"2026-06-03T12:29:18","date_gmt":"2026-06-03T12:29:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1066830\/"},"modified":"2026-06-03T12:29:18","modified_gmt":"2026-06-03T12:29:18","slug":"wendet-sich-langsam-das-blatt-fuer-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1066830\/","title":{"rendered":"Wendet sich langsam das Blatt f\u00fcr die Ukraine?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Bilder haben enorme Symbolkraft: Kurz vor dem Start des von Wladimir Putin inszenierten internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg steigen Rauchs\u00e4ulen \u00fcber der Stadt auf \u2013 Putins Geburtsstadt. Es ist eine Blamage f\u00fcr den russischen Pr\u00e4sidenten, dass die Ukraine es geschafft hat, dort mit Drohnen ein \u00d6lterminal in Brand zu setzen. Auch ein russischer Marinest\u00fctzpunkt wurde nach Angaben des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen, zudem eine R\u00fcstungsfabrik in Tambow s\u00fcdlich von Moskau. Solche Schl\u00e4ge tief im russischen Staatsgebiet zeigen, wie f\u00e4hig ukrainische Langstreckendrohnen mittlerweile sind und dass sie sogar vereinzelt an russischer Luftverteidigung vorbeikommen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Damit tritt der Krieg in eine andere Phase ein. Eine Phase, in der es f\u00fcr die Ukraine nicht mehr nur darum geht, etwa im Donbass Gel\u00e4ndegewinne Russlands zu verhindern. Kiew kann sich nun effektiver zur Wehr setzen gegen den Aggressor im Kreml. Es ist ein Krieg der immer h\u00e4rteren Luftschl\u00e4ge geworden. Denn die ukrainischen Drohnenattacken erfolgten einen Tag nach einem massiven Drohnen- und Raketenangriff Russlands auf ukrainische St\u00e4dte, bei dem mindestens 22 Zivilisten get\u00f6tet und 138 verwundet wurden. Zuletzt setzte Putins Armee dabei auch moderne Hyperschallraketen ein. Die ukrainische Zivilbev\u00f6lkerung leidet darunter am meisten. Der Terror und Horror Nacht f\u00fcr Nacht l\u00e4sst nicht nach, er wird noch heftiger. Leider d\u00fcrfte Russlands Atem angesichts der enorm gesteigerten Waffenproduktion noch sehr lang sein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zugleich ger\u00e4t Putin nicht nur durch die gesteigerten milit\u00e4rischen und taktischen F\u00e4higkeiten der Ukraine unter Druck, sondern auch wirtschaftlich. W\u00e4hrend Russlands Einnahmen aus dem \u00d6l- und Gasgesch\u00e4ft wegen der h\u00f6heren Weltmarktpreise zuletzt sprunghaft angestiegen waren, ger\u00e4t die Wirtschaft an vielen anderen Stellen durch die Sanktionen in Schieflage. Es ist daher durchaus denkbar, dass sich gerade das Blatt in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung zugunsten der Ukraine wenden k\u00f6nnte. Aus der Bundesregierung hie\u00df es, dass sich \u201elangsam ein Fenster f\u00fcr Gespr\u00e4che der europ\u00e4ischen Seite mit Russland\u201c \u00f6ffnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Umso unverst\u00e4ndlicher ist es, dass deutsche Unternehmen teils wieder die N\u00e4he zu Russland suchen und f\u00fcr Gesch\u00e4fte mit Kriegsherr Putin offen sind. Es ist entlarvend, dass deutsche AfD-Abgeordnete zu jenem Wirtschaftsforum in St. Petersburg reisen, bei dem am Freitag Putin sprechen wollte. Und es ist verst\u00f6rend, dass Ex-Kanzler Gerhard Schr\u00f6der in Moskau gesehen worden sein soll. All das wirkt wie ein Schlag ins Gesicht der leidenden ukrainischen Zivilbev\u00f6lkerung \u2013 gerade jetzt, in dieser neuen Phase des Krieges.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bilder haben enorme Symbolkraft: Kurz vor dem Start des von Wladimir Putin inszenierten internationalen Wirtschaftsforums in St.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1066831,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[331,332,65158,3280,8131,13,14,15,9565,307,23087,13691,12,317,28408,95782,77345,38020],"class_list":["post-1066830","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-angesichts","tag-deutsche","tag-gesicht","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-petersburg","tag-russland","tag-schlag","tag-schlaege","tag-schlagzeilen","tag-ukraine","tag-ukrainische","tag-ukrainischen","tag-wladimir-wladimirowitsch-putin","tag-zivilbevoelkerung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116686183934456159","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066830","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1066830"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066830\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1066831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1066830"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1066830"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1066830"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}