{"id":1066979,"date":"2026-06-03T13:56:19","date_gmt":"2026-06-03T13:56:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1066979\/"},"modified":"2026-06-03T13:56:19","modified_gmt":"2026-06-03T13:56:19","slug":"usa-droht-mit-zusaetzlichen-zoellen-gegen-60-handelspartner-auch-der-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1066979\/","title":{"rendered":"USA droht mit zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen gegen 60 Handelspartner &#8211; auch der EU"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/usa-zoelle-118.jpg\" alt=\"Containerschiff vor der Skyline von New York.\" title=\"Containerschiff vor der Skyline von New York. | picture alliance \/ Bildagentur-o\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.06.2026 \u2022 15:52 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die US-Regierung droht zahlreichen Handelspartnern mit neuen Z\u00f6llen &#8211; darunter der EU. Der Vorwurf: Sie sollen nicht genug gegen den Handel mit Produkten vorgehen, die mit Zwangsarbeit entstanden sind. Die EU bestreitet das.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA haben 60 Volkswirtschaften neue Z\u00f6lle angedroht, weil diese Importe von Produkten aus mutma\u00dflicher Zwangsarbeit nicht verhindert oder bestehende Importverbote nicht gen\u00fcgend \u00fcberpr\u00fcft haben sollen. Das teilte das B\u00fcro des US-Handelsbeauftragten mit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Demnach m\u00fcssen etwa die Europ\u00e4ische Union (EU), Gro\u00dfbritannien und die Schweiz, aber auch Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie Kanada und China mit zus\u00e4tzlichen Z\u00f6llen zwischen zehn und 12,5 Prozent rechnen.<\/p>\n<p>    Bundesregierung setzt Fokus auf Handelsabkommen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Es ist inakzeptabel, dass unsere wichtigsten Handelspartner nichts gegen die Einfuhr von Waren unternehmen, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden. Dies f\u00fchrt dazu, dass US-amerikanische Arbeitnehmer gezwungen sind, weltweit unter ungleichen Wettbewerbsbedingungen zu konkurrieren&#8220;, sagte der Handelsbeauftragte Jamieson Greer laut der Mitteilung. &#8222;Wir werden diese Ungleichheit nicht l\u00e4nger hinnehmen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die EU und zahlreiche Regierungen wehren sich gegen die Anschuldigungen. Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange, bezeichnete den Vorwurf als v\u00f6llig absurd. Die Bundesregierung habe die neuen Entwicklungen wahrgenommen, man k\u00f6nne es aber noch nicht abschlie\u00dfend bewerten, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. Es gehe wohl auch erst um eine Untersuchung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die schwarz-rote Koalition will nach den neuen Zolldrohungen aus Washington den Fokus auf die Umsetzung des bereits im Sommer 2025 vereinbarten Handelsabkommens mit den USA richten, das am Dienstag im Handelsausschuss des EU-Parlaments gebilligt wurde. &#8222;Da sind wir auf einem guten Weg&#8220;, so Meyer. Die Regierung sei optimistisch, dass es gelinge, den Deal abzuschlie\u00dfen und damit in Kraft zu setzen. Hier sei man auf der Zielgeraden. Es gebe keinen Zweifel daran, dass die Absprachen dann auch gelten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>    &#8222;Vorw\u00fcrfe sind schlichtweg aus der Luft gegriffen&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;F\u00fcr uns ist klar: Alles, was \u00fcber die in Schottland vereinbarten 15 Prozent hinausgeht, ist inakzeptabel&#8220;, sagte auch SPD-Politiker Lange und kritisierte das neue US-Vorgehen. Die USA suchten verzweifelt nach einer neuen Rechtsgrundlage. Es entstehe dabei zunehmend der Eindruck, dass erst Z\u00f6lle erhoben werden sollten und dann eine passende Begr\u00fcndung daf\u00fcr gesucht werde. Der Oberste Gerichtshof der USA <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/us-gericht-zoelle-trump-102.html\" title=\"Oberstes US-Gericht erkl\u00e4rt Z\u00f6lle von Trump f\u00fcr unrechtm\u00e4\u00dfig\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">hatte im Februar zahlreiche von der US-Regierung verh\u00e4ngte Sonderz\u00f6lle f\u00fcr unrechtm\u00e4\u00dfig erkl\u00e4rt<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Vorw\u00fcrfe sind schlichtweg aus der Luft gegriffen&#8220;, so Lange weiter. &#8222;Im Jahr 2024 verabschiedete die Europ\u00e4ische Union die weltweit strengsten und fortschrittlichsten Rechtsvorschriften, die den Vertrieb von Produkten, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden, auf dem Unionsmarkt sowie deren Ausfuhr aus dem Unionsmarkt verbieten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch die EU-Kommission teilte mit, die Vorw\u00fcrfe der USA seien haltlos. Die EU stehe zu dem vereinbarten Handelsabkommen. Das Schweizer Wirtschaftsministerium betonte, die US-Industrie werde durch die Praktiken in der Schweiz nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die britische Regierung teilte mit, gegen Zwangsarbeit vorzugehen. Peking erkl\u00e4rte, gegen jede Form von einseitigen Z\u00f6llen zu sein. Es gebe in China keine Zwangsarbeit.<\/p>\n<p>    Anh\u00f6rung zu den Vorw\u00fcrfen am 7. Juli<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der US-Handelsbeauftragte st\u00fctzt sich bei den Vorw\u00fcrfen auf eine Untersuchung, die am 12. M\u00e4rz begann, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Demnach stand sie im Zusammenhang mit dem &#8222;Vers\u00e4umnis verschiedener Volkswirtschaften, ein Einfuhrverbot f\u00fcr Waren, die unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden, zu erlassen und wirksam durchzusetzen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zehn Prozent sind unter anderem f\u00fcr die EU, Kanada, Indonesien, Mexiko, Argentinien und Gro\u00dfbritannien vorgesehen. 45 Staaten sollen 12,5 Prozent zahlen, darunter China, Indien, Japan, S\u00fcdkorea, Australien und Neuseeland. Die Z\u00f6lle sollen demnach aber nicht sofort in Kraft treten. Stattdessen k\u00f6nnen zun\u00e4chst Einw\u00e4nde bis zum 6. Juli geltend gemacht werden, am 7. Juli soll dann eine Anh\u00f6rung stattfinden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch das Vorgehen der USA werden derweil auch die laufenden Handelsgespr\u00e4che mit Indien \u00fcberschattet. Die Politik des asiatischen Landes sei unangemessen und eine Belastung f\u00fcr den US-Handel, hie\u00df es in einem US-Bericht dazu. Darin wird Indien zum Beispiel als Zwischenh\u00e4ndler in Baumwolllieferketten identifiziert, die mit chinesischer Zwangsarbeit in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.06.2026 \u2022 15:52 Uhr Die US-Regierung droht zahlreichen Handelspartnern mit neuen Z\u00f6llen &#8211; darunter der EU. Der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1066980,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,3986,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020,168398,211],"class_list":["post-1066979","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-handel","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika","tag-zollandrohungen","tag-zoelle"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116686527635849823","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1066979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1066979\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1066980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1066979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1066979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1066979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}