{"id":1067318,"date":"2026-06-03T17:06:23","date_gmt":"2026-06-03T17:06:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1067318\/"},"modified":"2026-06-03T17:06:23","modified_gmt":"2026-06-03T17:06:23","slug":"festival-tikwah-vermittelte-juedische-musik-auf-vielfaeltige-weise-theater-und-philharmonie-essen-gmbh-story","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1067318\/","title":{"rendered":"Festival TIKWAH vermittelte j\u00fcdische Musik auf vielf\u00e4ltige Weise, Theater und Philharmonie Essen GmbH, Story"},"content":{"rendered":"<p>Das Festival j\u00fcdischer Musik TIKWAH ist nach mehr als acht Monaten mit dem Konzert \u201eBerlin 1938 \u2013 Das Schicksalsjahr\u201c in der Philharmonie Essen zu Ende gegangen. Nahezu eine komplette Spielzeit lang vermittelte die Kooperation von Philharmonie Essen, Alter Synagoge Essen, Aalto Musiktheater, Schauspiel Essen, Folkwang Musikschule, Klezmerwelten Gelsenkirchen, Lichtburg Essen und Politischem Forum Ruhr e.V. die bemerkenswerte Vielfalt j\u00fcdischer Musik und Kultur. Gef\u00f6rdert wurde das Festival vom Ministerium f\u00fcr Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die 24 Veranstaltungen, die von rund 8000 G\u00e4sten besucht wurden, reichten von Konzerten \u00fcber Diskussionen und Vortr\u00e4gen bis hin zu Theaterprojekten und Filmen. \u201eTIKWAH\u201c kommt aus dem Hebr\u00e4ischen und bedeutet \u201eHoffnung\u201c \u2013 es war und bleibt ein wichtiges Signal in herausfordenden Zeiten.\u00a0Das Thema wird sich daher auch in den kommenden Jahren dank der Unterst\u00fctzung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in den Programmen der Festival-Partner wiederfinden. So darf sich das Publikum in der neuen Saison auf einen Klezmer-Crossover-Abend mit dem Grammy-gek\u00fcrten Ensemble The Klezmatics am 02. Mai 2026 in der Philharmonie Essen freuen. Vor Konzertbeginn findet ein Gespr\u00e4ch mit Ahmad Mansour, Experte f\u00fcr Extremismusbek\u00e4mpfung, statt. Des Weiteren wird die Reihe \u201ePhilharmonie vor Ort\u201c eine Woche lang (Termin wird sp\u00e4ter bekannt gegeben) in j\u00fcdischen und arabischen Einrichtungen Musik aus Israel und den umliegenden L\u00e4ndern vorstellen. Unter dem Motto \u201eJ\u00fcdischer Tango\u201c l\u00e4dt die Alte Synagoge zu einem Konzert am 18. Oktober 2026 ein. Zudem wird das Schauspiel Essen Sapir Hellers theatralen Gang \u201eLebendige Stolpersteine\u201c ebenfalls in der Spielzeit 2026\/2027 wiederaufnehmen (Termine werden sp\u00e4ter bekannt gegeben).<\/p>\n<p><b>Marie Babette Nierenz<\/b>, Intendantin der Philharmonie Essen, blickt auf das Festival zur\u00fcck: \u201eWir sind sehr dankbar, dass das Festival \u201aTikwah\u2018 f\u00fcr j\u00fcdische Musk in dieser Vielfalt und dieser Exzellenz ein solcher Erfolg geworden ist. Wir sind \u00fcberw\u00e4ltigt von dem gro\u00dfen Zuspruch der Besucherinnen und Besucher und vielen dankbaren R\u00fcckmeldungen f\u00fcr neue k\u00fcnstlerische Impulse aus dem Kosmos j\u00fcdischer Musik. Vermittlungsformate in Schulen haben den interkulturellen Dialog gest\u00e4rkt. Die Auseinandersetzung mit unserer deutsch-j\u00fcdischen Geschichte im Rahmen der \u201aLebendigen Stolpersteine\u2018 und dem Konzert \u201aBerlin 1938\u2018 hat die Menschen nachhaltig bewegt und bleibt als Mahnung an die Gegenwart bei uns. Mit der Verlegung neuer Stolpersteine schreiben wir zudem die Geschichte j\u00fcdischer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Stadt Essen fort. Tikwah wird auch in Zukunft zur k\u00fcnstlerischen Handschrift der Philharmonie Essen geh\u00f6ren \u2013 aus unserer tiefen k\u00fcnstlerischen und menschlichen \u00dcberzeugung.\u201c<\/p>\n<p><b>Dr. Diana Matut<\/b>, Institutsleiterin Alte Synagoge Essen, betont: \u201eJ\u00fcdische Musik erlaubt es uns, Dialoge zu beginnen. Mit den Kulturen der Welt \u2013 denn j\u00fcdische Musik ist immer Ausdruck des kulturellen Raums, in dem sie entstand. Mit allen Altersgruppen \u2013 denn Momente des gemeinsamen Singens, Diskutierens und Tanzens bringen uns zusammen. Mit Liebhabern aller Musikstile \u2013 denn von Hip-Hop bis zur Musik des Mittelalters bietet sie alles. Lebensfreude, Kraft und Sinnlichkeit nehmen uns ein. Aber auch das Gedenken ist verwoben in allen Aspekten des musikalischen Erlebens. Musik ist ein Raum des Erinnerns. Wir betreten ihn und er ver\u00e4ndert uns. Nicht nur unsere Sicht auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart. TIKWAH hat all dies m\u00f6glich gemacht und so werden wir es noch lange Zeit in uns tragen.\u201c<\/p>\n<p>Kulturministerin<b>\u00a0Ina Brandes MdL<\/b>: \u201eJ\u00fcdisches Leben und j\u00fcdische Kultur sind ein wichtiger Teil von Deutschland und es sollte ein selbstverst\u00e4ndlicher Teil von Deutschland sein. Umso besorgniserregender sind die steigenden Zahlen antisemitischer Vorf\u00e4lle. J\u00fcdinnen und Juden m\u00fcssen sich ohne Sorge vor Diskriminierung und Angriffen in unserem Land zeigen und frei ausdr\u00fccken k\u00f6nnen. Das Tikwah-Festival in Essen hat in den vergangenen Monaten eindrucksvoll gezeigt, wie hochwertige Kunst, Musik und Tradition die Menschen \u00fcber religi\u00f6se Zugeh\u00f6rigkeit hinaus erreichen und ein gemeinsames Erlebnis schaffen k\u00f6nnen. Tikwah hat sich als Leuchtturm f\u00fcr ein friedliches, respektvolles Miteinander fest etabliert. Mein gro\u00dfer Dank gilt allen Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzern, die dieses Festival erst m\u00f6glich gemacht haben.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit dem Festival TIKWAH, das im letzten Jahr von acht Partnern aus Essen und dem Ruhrgebiet gemeinschaftlich bestritten wurde, haben wir Neuland betreten. Dieses Festival, das j\u00fcdische Musik \u00fcber Epochen und Stile hinweg pr\u00e4sentiert hat, war von gro\u00dfem Erfolg gekr\u00f6nt. Dass wir heute die Fortsetzung ank\u00fcndigen k\u00f6nnen, macht stolz auf diesen Erfolg, denn das Projekt hat j\u00fcdische Kultur sichtbar gemacht und Br\u00fccken in die Gesellschaft gebaut. Die Fortsetzung als Stiftung auch weiterhin zu unterst\u00fctzen, steht in der langen Tradition unserer Arbeit zur F\u00f6rderung der deutsch-j\u00fcdischen Verst\u00e4ndigung.\u201c, so\u00a0<b>Dr. Michaela Muylkens<\/b>, Mitglied des Vorstands der Krupp-Stiftung.<\/p>\n<p>Die Philharmonie Essen widmet sich dem Schwerpunkt au\u00dferdem mit einem weiteren Projekt: Beginnend in diesem Juni sollen in den kommenden Jahren insgesamt sieben so genannte Stolpersteine vor dem Philharmonie-Geb\u00e4ude verlegt werden. Das Kunstprojekt \u201eStolpersteine\u201c geh\u00f6rt zu den bekanntesten Gedenkprojekten, die an verfolgte, vertriebene und ermordete Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus erinnern. Die Idee dazu hatte der deutsche K\u00fcnstler Gunter Demnig in den Jahren 1992\/1993. Die Verlegung der ersten beiden Stolpersteine findet am 09. Juni, um 09:00 Uhr am Stadtgarten-Eingang statt. Sie erinnern an den fr\u00fcheren Konzertmeister der Essener Philharmoniker Elkan Kosman und dessen Tochter Lilian Kosman. Der K\u00fcnstler Gunter Demnig wird pers\u00f6nlich anwesend sein, um die Verlegung vorzunehmen. Erm\u00f6glicht wird das Projekt durch die Unterst\u00fctzung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Festival j\u00fcdischer Musik TIKWAH ist nach mehr als acht Monaten mit dem Konzert \u201eBerlin 1938 \u2013 Das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1067319,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1834],"tags":[4568,52836,108585,3364,29,3688,5561,43797,3658,30,35838,227365,130321,1209,4983,40022,5522,9387,8928,227364],"class_list":["post-1067318","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-essen","tag-schulen","tag-aalto","tag-alfried","tag-de","tag-deutschland","tag-essen","tag-festival","tag-folkwang","tag-gelsenkirchen","tag-germany","tag-juedischen","tag-mansour","tag-nierenz","tag-nordrhein-westfalen","tag-philharmonie","tag-philharmoniker","tag-ruhr","tag-saison","tag-stiftung","tag-tikwah"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116687273534283465","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1067318","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1067318"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1067318\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1067319"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1067318"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1067318"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1067318"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}