{"id":1067749,"date":"2026-06-03T21:19:23","date_gmt":"2026-06-03T21:19:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1067749\/"},"modified":"2026-06-03T21:19:23","modified_gmt":"2026-06-03T21:19:23","slug":"chip-boom-in-dresden-neues-elb-wasserwerk-stillt-ab-2030-durst-der-halbleiterindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1067749\/","title":{"rendered":"Chip-Boom in Dresden: Neues Elb-Wasserwerk stillt ab 2030 Durst der Halbleiterindustrie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Elbwasserwerk-IMG_20260603_123401.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197718\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Elbwasserwerk-IMG_20260603_123401.webp\" alt=\"Blick von Cotta aus auf die \u00dcbigauer Elbseite. Hinter dem H\u00fcgel soll Dresdens erstes Flusswasserwerk entstehen. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Blick von Cotta aus auf die \u00dcbigauer Elbseite. Hinter dem H\u00fcgel soll Dresdens erstes Flusswasserwerk entstehen. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Sachsenenergie, Stadt und Freistaat investieren 300 Millionen Euro in Dresdens 1. Flusswasserwerk<\/p>\n<p><strong>Dresden<\/strong>, 03.06.26. Um den wachsenden Durst der Dresdner Chipindustrie zu stillen, hat Sachsenenergie nun das Bauunternehmen \u201eHochtief\u201c beauftragt, ein eigenes Elbwasserwerk im Stadtteil \u00dcbigau zu bauen. Die Anlage kostet rund 300 Millionen Euro, davon steuert der Freistaat 100 Millionen und die Stadt Dresden 50 Millionen Euro bei. Das haben <a href=\"https:\/\/www.sachsenenergie.de\/wps\/portal\/energie\/cms\/menu_main\/sachsenenergie\/newsroom\/presse\/mitteilungen\/mitteilung\/detail\/f4f0b99d-57ec-4f82-b73d-80acd8584af4?PM_from=1779280845895&amp;PM_to=1780490445895\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sachsenenergie<\/a>, der Freistaat, die Landeshauptstadt und \u201eHochtief\u201c heute mitgeteilt.<\/p>\n<blockquote>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Brinkmann.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197725\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Brinkmann.webp\" alt=\"Sachsenenergie-Vorstandvorsitzender Frank Brinkmann. Foto: Sachsenenergie\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Sachsenenergie-Vorstandvorsitzender Frank Brinkmann. Foto: Sachsenenergie<\/p>\n<p><strong>\u201eSachsenenergie hat der Halbleiterindustrie das Versprechen f\u00fcr eine stabile Wasserversorgung gegeben.\u201c<br \/><\/strong>Vorstand Frank Brinkmann<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eImpulse f\u00fcr weiteres Wachstum\u201c, verspricht sich \u201eSilicon Saxony\u201c-Chef Frank B\u00f6senberg von dieser Infrastruktur-Investition. \u201eDie langfristige Versorgung mit Wasser und Strom ist essenziell f\u00fcr die Halbleiterproduktion\u201c, betont der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des s\u00e4chsischen Hochtechnologie-Branchenverbandes. \u201eDie Region hier beweist einmal mehr: Das haben wir im Griff.\u201c<\/p>\n<p>Vergleiche man die vielen versprochenen Mikroelektronik-Projekte f\u00fcr Deutschland mit den tats\u00e4chlich realisierten Projekten, dann falle schon auf, dass die fast alle in Dresden zu finden sind, findet auch Oberb\u00fcrgermeister Dirk Hilbert (FDP). \u201eDas hat auch mit verl\u00e4sslichen Partnern zu tun.\u201c Gemeint ist damit: Dass Intel seine Fabriken in Magdeburg und Wolfspeed sein Leistungshalbleiter-Werk im Saarland nicht gebaut haben, hatte sicher viele Gr\u00fcnde. Dass aber wiederum TSMC, Infineon und andere Mikroelektronik-Unternehmen ihre Milliardenpl\u00e4ne in Sachsen wirklich umgesetzt haben, h\u00e4ngt auf jeden Fall mit dem etablierten Hightech-\u00d6kosystem, den Fachleuten hier und eben der Sicherheit zusammen, dass im \u201eSilicon Saxony\u201c Stadt und Land tats\u00e4chlich die n\u00f6tigen Infrastrukturen schaffen, damit Chipproduktion funktionieren kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Elbwasserwerk-IMG_20260603_122955.webp\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-197719\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Elbwasserwerk-IMG_20260603_122955.webp\" alt=\"Von links nach rechts: Heinrich H\u00fcnting vom s\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium, Silicon-Saxony-Chef Frank B\u00f6senberg, Hagen Schroth von Hochtief, Sachsenenergie-Vorstand Frank Brinkmann und der Dresdner Oberb\u00fcrgermeister Dirk Hilbert deutenmit Spaten in den H\u00e4nden an: Wir packen es an. Das neue Elbwasserwerk entsteht allerdings nicht auf dem Bootssteg, sondern auf der anderen Elbseite. Foto: Heiko Weckbrodt\" width=\"1200\" height=\"675\"  \/><\/a>Von links nach rechts: Heinrich H\u00fcnting vom s\u00e4chsischen Wirtschaftsministerium, Silicon-Saxony-Chef Frank B\u00f6senberg, Hagen Schroth von Hochtief, Sachsenenergie-Vorstand Frank Brinkmann und der Dresdner Oberb\u00fcrgermeister Dirk Hilbert deuten mit Spaten in den H\u00e4nden an: Wir packen es an. Das neue Elbwasserwerk entsteht allerdings nicht auf dem Bootssteg, sondern auf der anderen Elbseite. Foto: Heiko Weckbrodt<\/p>\n<p>Versorger trennt Industrie- und Trinkwasserversorgung in Dresden auf<\/p>\n<p>Daf\u00fcr ist auch das erste Flusswasserwerk der Landeshauptstadt gedacht. Das soll ab Ende 2030 der Elbe in Dresden-\u00dcbigau t\u00e4glich bis zu 67.000 Kubikmeter Wasser entnehmen, der Industrie im Dresdner Norden \u00fcber ein eigenes Netz zuleiten und davon 80 bis 90 Prozent letztlich 400 Meter stromabw\u00e4rts wieder der Elbe zuleiten. Die Anlage ist zugleich Herzst\u00fcck des Sachsenenergie-Planes, die Trinkwasserversorgung f\u00fcr die Dresdner B\u00fcrger und die Industriewasserversorgung f\u00fcr die Chipfabriken und andere Industriebetriebe im Dresdner Norden k\u00fcnftig in jeweils eigenen Leitungen zu trennen. Das soll auch mehr Versorgungssicherheit f\u00fcr Industrie wie Bev\u00f6lkerung garantieren \u2013 selbst in D\u00fcrresommern. \u201eSelbst bei niedrigen Elbpegeln entnimmt das neue Wasserwerk allenfalls 0,2 Prozent des Elbwassers \u2013 und dies auch nur auf einer Strecke von wenigen Hundert Metern\u201c, verspricht Sachsenenergie-Vorstand Frank Brinkmann.<\/p>\n<p>TSMC-Ansiedlung l\u00f6st Infrastrukturpaket aus<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser f\u00fcr diese und weitere neue Infrastruktur-Bauprojekte waren und sind mehrere Gro\u00dfinvestitionen der internationalen Halbleiterbranche. So baut der weltweit gr\u00f6\u00dfte Mikroelektronik-Produzent <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2024\/08\/20\/eu-genehmigt-milliarden-subventionen-fuer-tsmc-fabrik-dresden\/192001\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">TSMC gemeinsam mit Partnern in Dresden seine erste europ\u00e4ische Chip-Megafab<\/a>. Zudem errichtet Infineon derzeit seine vierte Chipfabrik im Dresdner Norden. Sie soll Anfang Juli \u2013 und damit drei Monate vorfristig \u2013 fertig werden. Auch <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2026\/03\/17\/globalfoundries-startet-chipfabrik-ausbau-in-dresden\/196929\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Globalfoundries baut nun milliardenschwer seine Dresdner Fab aus<\/a>. Weitere Investitionen von Jenoptik, X-Fab, Sachsenk\u00e4lte, Air Liquide, <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/08\/21\/im-tsmc-sog-murata-und-insecotec-investieren-in-dresden\/195000\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Murata<\/a> und weiteren Hightech-Akteuren wurden entweder k\u00fcrzlich fertig gestellt oder sind im Gange. All dies treibt den industriellen Wasserbedarf im Dresdner Norden hoch. Und viele Branchenvertreter wie auch Wirtschaftspolitiker sind \u00fcberzeugt: Die j\u00fcngsten Infrastrukturinvestitionen von Stadt, Land und Sachsenenergie sichern nicht nur die aktuellen Bedarfssch\u00fcbe ab, sondern k\u00f6nnen auch weitere Ansiedlungen im Dresdner Norden f\u00f6rdern. Dies st\u00e4rke Europas bedeutendsten Mikroelektronikstandort, betont der s\u00e4chsische Wirtschaftsminister Dirk Panter und betont: \u201eDamit schaffen wir die Grundlage f\u00fcr weiteres strategisches Wachstum, Innovationskraft und Wettbewerbsf\u00e4higkeit.\u201c<\/p>\n<p>Zum Infrastruktur-Begleitpaket f\u00fcr Chipansiedlungen geh\u00f6ren\u00a0 milliardenteure \u00f6ffentliche Investitionen in Wasser, Strom, Stra\u00dfen, \u00d6PNV und Fachkr\u00e4fte<\/p>\n<p>Zum milliardenteuren Infrastruktur- und Begleitpaket, das Dresden und Sachsen den Taiwanesen und anderen Mikroelektronik-Gro\u00dfinvestoren zugesagt haben, geh\u00f6ren neben dem neuen Industriewassernetz und dem Elbwasserwerk auch neue Stromleitungen, Umspannwerke, eine <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2025\/09\/06\/136-millionen-euro-fuer-mikroelektronik-berufsschulzentrum-in-dresden\/195141\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elektronik-Gro\u00dfberufsschule in Prohlis<\/a>, eine neue <a href=\"https:\/\/oiger.de\/2026\/02\/26\/sam-zentrale-bildungsschmiede-fuer-sachsens-chip-azubis-vorerst-gescheitert\/196745\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Chip-Azubischmiede<\/a>, die Reparatur von Stauffenbergallee und K\u00f6nigsbr\u00fccker Stra\u00dfe, zus\u00e4tzliche Busverbindungen und wom\u00f6glich auch eine Stra\u00dfenbahn-Verl\u00e4ngerung bis zu den Chipfabriken von Bosch, TSMC &amp; Co. Diese Bauprojekte sind zwar nicht allein f\u00fcr diese Unternehmen gedacht \u2013 die Stra\u00dfenbauten beispielsweise sind l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig -, kommen aber gewisserma\u00dfen noch mal \u201eoben drauf\u201c auf die ohnehin schon hohen direkten Subventionen, die TSMC, Infineon, Globalfoundries und andere Halbleiterriesen f\u00fcr den Auf- und Ausbau ihrer Chipfabriken bekommen.<\/p>\n<p>Autor: <a href=\"https:\/\/oiger.de\/heiko-weckbrodt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Heiko Weckbrodt<\/a><\/p>\n<p>Quellen: Vor-Ort-Termin, Sachsenenergie, SMWA, LHD, Oiger-Archiv, Hochtief<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"285\" height=\"284\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Oiger-001.jpg\" alt=\"Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt\" class=\"wp-image-80160\" style=\"width:130px;height:auto\"  \/><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color has-medium-font-size wp-elements-e7a7d44989b57757e168b6fff7193e32 wp-block-paragraph\" style=\"color:#185c84\"><strong>Ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr Oiger.de!<\/strong><\/p>\n<p class=\"has-text-color has-link-color wp-elements-918b69199ff2c1183b359612d6a15f37 wp-block-paragraph\" style=\"color:#154966\"><strong>Ohne hinreichende Finanzierung ist unabh\u00e4ngiger Journalismus nach professionellen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht dauerhaft m\u00f6glich. 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