{"id":1067934,"date":"2026-06-03T23:04:19","date_gmt":"2026-06-03T23:04:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1067934\/"},"modified":"2026-06-03T23:04:19","modified_gmt":"2026-06-03T23:04:19","slug":"afd-politiker-bei-putin-treffen-kritik-in-berlin-nachrichten-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1067934\/","title":{"rendered":"AfD-Politiker bei Putin-Treffen &#8211; Kritik in Berlin | Nachrichten Aktuell"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">Die Reise von vier prominenten AfD-Politikern zum Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg hat in Berlin Kritik ausgel\u00f6st. Die Bundesregierung riet der AfD nach eigenen Angaben vor der Reise von einer Teilnahme ab. Die betreffenden AfD-Politiker verteidigten ihre Anwesenheit bei dem Treffen in der Heimatstadt von Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin, dem Gastgeber der Konferenz. Dabei kam es auch zum Treffen mit einem engen Vertrauten Putins.<\/p>\n<p>Nord Stream und billiges Gas<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Der stellvertretende AfD-Fraktionschef im Bundestag, Markus Frohnmaier, traf sich nach eigenen Angaben mit dem Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller. Im Mittelpunkt des ausf\u00fchrlichen Gespr\u00e4chs in der Gazprom-Zentrale h\u00e4tten die M\u00f6glichkeit einer Wiederinbetriebnahme der Nord-Stream-Pipelines und die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen gestanden, sagte der AfD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p><a class=\"link-img\" href=\"https:\/\/www.mt.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xSkZrbm5qenlidjRuZ05UTUhWYjVSZ2g3c0gxdVdvVGdONTRyRGVtZVlLV3RPTFN2ay91Z1hXVGNiRnpuTjh2Z3B2UGhOZzJIdGxSRFRTTW1qUGplbitrbGpuUEtNM2FlRkNXeTdTa2luU3QvWmR3Q0lnN0U2MjdTc294MFpSK2U\/260603-1638-urn-newsml-dpa-com-20090101-260603-935-1384562.webp\" data-fancybox=\"images\" data-caption=\"Das internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) - \u00a9 Dmitri Lovetsky\/AP\/dpa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/260603-1638-urn-newsml-dpa-com-20090101-260603-935-1384562.webp\" loading=\"lazy\" width=\"1000\" alt=\"Das internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) - \u00a9 Dmitri Lovetsky\/AP\/dpa\"\/><\/p>\n<p><\/a><\/p>\n<p>Das internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg (SPIEF) &#8211; \u00a9 Dmitri Lovetsky\/AP\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz5\" class=\"em_text\">Die AfD fordert immer wieder die Reparatur und Wiederinbetriebnahme der Gasleitungen in der Ostsee und argumentiert mit billigem Gas aus Russland. Den russischen Krieg gegen die Ukraine hat die Partei zwar verurteilt, h\u00e4lt sich aber mit Kritik an Moskau zur\u00fcck und richtet diese eher gegen den Westen und die Ukraine selbst. Eine Unterst\u00fctzung des angegriffenen Landes lehnt sie ab.<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">Neben Frohnmaier sind auch Sachsens-AfD-Chef J\u00f6rg Urban, der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotr\u00e9 und der AfD-EU-Parlamentarier Petr Bystron nach St. Petersburg gereist. Auch deutsche Unternehmen sind erstmals wieder dabei.<\/p>\n<p>Ausw\u00e4rtiges Amt: Haben von Reise explizit abgeraten<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Das Ausw\u00e4rtige Amt habe der AfD explizit davon abgeraten und sie dar\u00fcber informiert, dass die Bundesregierung die Reisen nicht unterst\u00fctze, sagte ein Sprecher vor Journalisten in Berlin. Er verwies auf Russlands Angriffe gegen die ukrainische Zivilbev\u00f6lkerung. Es sei wichtig, den Druck gegen Moskau aufrechtzuerhalten, \u00abdiesen verbrecherischen Angriffskrieg zu beenden\u00bb.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">\u00abVor diesem Hintergrund dann den Eindruck einer Normalit\u00e4t in unserem Verh\u00e4ltnis zu erwecken, beispielsweise durch die Teilnahme an staatlich organisierten Propagandaveranstaltungen, l\u00e4uft den au\u00dfen- und sicherheitspolitischen Grunds\u00e4tzen der Bundesregierung zuwider.\u00bb<\/p>\n<p>AfD verteidigt Reise<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Die AfD verteidigt ihre Reise. Ihm sei bewusst, dass diese sensibel betrachtet werde, hatte Frohnmaier vorab gesagt. Es sei an der Zeit, miteinander ins Gespr\u00e4ch zu kommen. \u00abMeine Teilnahme bedeutet jedoch keine Billigung des Krieges in der Ukraine.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz10\" class=\"em_text\">Bystron und Kotr\u00e9 \u00e4u\u00dferten sich in der \u00abZeit\u00bb. Er wolle sich mit seinem Besuch f\u00fcr die deutschen Unternehmen starkmachen, die wegen der \u00bbdummen und v\u00f6llig uneffektiven Sanktionen\u00ab gegen Russland ihre Marktanteile an China verloren h\u00e4tten, sagte Bystron. Kotr\u00e9, sagte, er wolle zeigen, dass es deutsche Politiker gibt, \u00abdie nicht mit dem S\u00e4bel rasseln und Russland nicht als die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung ansehen\u00bb.<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Partei- und Fraktionschefin Alice Weidel unterst\u00fctzt die Reise. Es sei immer gut, sich auszutauschen. Man solle gute Kontakte zu allen Seiten pflegen. Mitte November, als es um eine andere Konferenz im russischen Schwarzmeerort Sotschi ging, zu der auch Kotr\u00e9 und Urban reisten, klang Weidel noch deutlich kritischer. Die Unzufriedenheit sei gro\u00df, \u00abeben weil die Sinnhaftigkeit dieser Reisen \u00fcberhaupt nicht da ist\u00bb, hatte sie da gesagt.<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Die vergangenen eineinhalb Jahre waren vor allem dadurch gepr\u00e4gt, dass sich die AfD nach der Wiederwahl von US-Pr\u00e4sident Donald Trump intensiv um Kontakte nach Washington bem\u00fchte. Frohnmaier war selbst mehrfach in den USA.<\/p>\n<p>Kritik von Union, SPD und Gr\u00fcnen<\/p>\n<p id=\"absatz13\" class=\"em_text\">Kritik kommt von Union, SPD und Gr\u00fcnen. Der au\u00dfenpolitischen Sprecher der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, J\u00fcrgen Hardt (CDU), sagte im ARD-\u00abMorgenmagazin\u00bb: \u00abPutin steht ein St\u00fcck weit mit dem R\u00fccken an der Wand, und wenn er jetzt diese Propaganda-Auffrischung dadurch bekommt, dass Wirtschaftsvertreter und Politiker der AfD ihm zu Kreuze kriechen in St. Petersburg, dann ist das kontraproduktiv.\u00bb<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">\u00abSolche Reisen sind sicherheitspolitisch hochriskant\u00bb, sagte der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Marc Henrichmann (CDU), dem \u00abHandelsblatt\u00bb. Russische Geheimdienste nutzten solche Veranstaltungen gezielt \u00abzur Informationsgewinnung und zur Anwerbung\u00bb. Wer dorthin reise, m\u00fcsse wissen: \u00abMan kommt nicht unbeobachtet zur\u00fcck.\u00bb Kritisch \u00e4u\u00dferten sich auch Politiker von SPD und Gr\u00fcnen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Reise von vier prominenten AfD-Politikern zum Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg hat in Berlin Kritik ausgel\u00f6st. 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