{"id":1068177,"date":"2026-06-04T01:31:21","date_gmt":"2026-06-04T01:31:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1068177\/"},"modified":"2026-06-04T01:31:21","modified_gmt":"2026-06-04T01:31:21","slug":"wasserversorgung-dresden-baut-flusswasserwerk-fuer-halbleiterindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1068177\/","title":{"rendered":"Wasserversorgung: Dresden baut Flusswasserwerk f\u00fcr Halbleiterindustrie"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Die Halbleiterindustrie in <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/dresden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dresden<\/a> soll ab 2030 ihr Brauchwasser aus einem Flusswasserwerk an der Elbe beziehen. Mit dem Unternehmen Hochtief wurde jetzt ein General\u00fcbernehmer f\u00fcr Planung, Genehmigung und Bau des Werkes beauftragt, teilte das Unternehmen Sachsenenergie mit. Die Investition bel\u00e4uft sich nach derzeitigem Stand auf eine Summe von mehr als 300 Millionen Euro und schlie\u00dft auch die Transportleitungen ein. Das Land Sachsen \u00fcbernimmt davon 100 Millionen Euro, die Stadt Dresden 50 Millionen Euro.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Wasserwerk soll der Halbleiterbranche Wachstum erm\u00f6glichen            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abEine der Grundvoraussetzungen f\u00fcr Halbleiterproduktion ist eine leistungsf\u00e4hige und verl\u00e4ssliche Wasser- und Energieinfrastruktur\u00bb, sagte Frank B\u00f6senberg, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Branchenverbandes Silicon Saxony. Das Flusswasserwerk gebe einen Impuls f\u00fcr ein weiteres Wachstum der hiesigen Halbleiterindustrie. Genaue Zahlen zur Entwicklung will Silicon Saxony in der kommenden Woche mitteilen. \u00abDie Zeichen stehen auf Wachstum\u00bb, gab B\u00f6senberg einen Vorgeschmack.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Am 2. Juli er\u00f6ffnet <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/infineon-technologies\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Infineon<\/a> sein neues Werk in Dresden &#8211; drei Monate eher als geplant. Momentan entsteht im Norden der Stadt das Chipwerk von ESMC &#8211; ein Projekt des taiwanesischen Branchenriesen TSMC mit Bosch, Infineon und NXP Semiconductor. Die Investition liegt bei zehn Milliarden Euro. Infineon steckt rund f\u00fcnf Milliarden Euro in seine neue Fertigungsst\u00e4tte.\n<\/p>\n<p>            Wasserwerk f\u00fcr Versorgungssicherheit            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Oberb\u00fcrgermeister Dirk Hilbert (FDP) sieht in dem Flusswasserwerk einen zentralen Baustein, \u00abum Dresdens f\u00fchrende Rolle als Herz der europ\u00e4ischen Mikroelektronik weiter zu st\u00e4rken\u00bb. Mit dem Wasserwerk schone man die wertvolle Ressource Wasser und schaffe Versorgungssicherheit f\u00fcr den Halbleiterstandort Dresden. Zugleich sei das Projekt wichtig f\u00fcr die Trinkwasserversorgung der Bev\u00f6lkerung, weil Brauch- und Trinkwasser entkoppelt w\u00fcrden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abWer \u00fcber Europas Halbleiterzukunft spricht, kommt an <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/sachsen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sachsen<\/a> nicht vorbei. Silicon Saxony zeigt schon heute, wie europ\u00e4ische Technologief\u00fchrerschaft aussehen kann. Jetzt gilt es, diese St\u00e4rke konsequent auszubauen und Sachsen als zentralen Baustein der europ\u00e4ischen Technologiesouver\u00e4nit\u00e4t zu etablieren\u00bb, betonte der s\u00e4chsische EU-Abgeordnete Oliver Schenk (CDU).\u00a0\n<\/p>\n<p>            Kapazit\u00e4tserweiterung soll bis 2030 Durst der Branche stillen            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Um die Wasserversorgung f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und die Industrie zukunftssicher zu machen, trennt Sachsenenergie Schritt f\u00fcr Schritt die Trinkwasserversorgung von der Versorgung mit Industriewasser. Das Wasserwerk entsteht im Stadtteil \u00dcbigau und soll ab Ende 2030 \u00fcber zwei unterirdische Leitungen die Chiphersteller im Dresdner Norden beliefern. Bis dahin soll eine Kapazit\u00e4tserweiterung im Wasserwerk Hosterwitz den wachsenden \u00abDurst\u00bb der Branchen stillen.\u00a0\n<\/p>\n<p>                                    Gro\u00dfteil des entnommenen Wassers flie\u00dft gereinigt in Elbe zur\u00fcck            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Anlage kann t\u00e4glich bis zu 67.000 Kubikmeter Wasser bereitstellen. 80 bis 90 Prozent des genutzten Wassers flie\u00dfen \u00fcber die Stadtentw\u00e4sserung gereinigt in die <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/elbe\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Elbe<\/a> zur\u00fcck. Selbst bei Niedrigwasser der Elbe sollen weniger als 0,23 Prozent des Wassers entnommen werden, das t\u00e4glich pro Sekunde durch Dresden flie\u00dft, hie\u00df es.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach den Worten von Sachsenenergie-Vorstand Frank Brinkmann st\u00f6\u00dft der Bau des Flusswasserwerkes auch international auf Interesse. Die bisher gemachten Erfahrungen w\u00fcrden bereits von anderen Regionen in Deutschland und Europa nachgefragt. Anfragen seien unter anderem aus den Niederlanden und Frankreich gekommen. Das Projekt k\u00f6nne damit als Vorbild f\u00fcr andere Industriestandorte dienen.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260603-930-168196\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Halbleiterindustrie in Dresden soll ab 2030 ihr Brauchwasser aus einem Flusswasserwerk an der Elbe beziehen. 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