{"id":1069333,"date":"2026-06-04T12:37:59","date_gmt":"2026-06-04T12:37:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1069333\/"},"modified":"2026-06-04T12:37:59","modified_gmt":"2026-06-04T12:37:59","slug":"steinmeier-in-london-neuer-schwung-fuer-alte-handelsbeziehungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1069333\/","title":{"rendered":"Steinmeier in London: Neuer Schwung f\u00fcr alte Handelsbeziehungen?"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/steinmeier-ankunft-100.jpg\" alt=\"Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke B\u00fcdenbender kommen auf dem Flughafen London Heathrow an und werden dort von Prinz William, Prinz von Wales, und Prinzessin Kate, Prinzessin von Wales, begr\u00fc\u00dft. \" title=\"Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke B\u00fcdenbender kommen auf dem Flughafen London Heathrow an und werden dort von Prinz William, Prinz von Wales, und Prinzessin Kate, Prinzessin von Wales, begr\u00fc\u00dft.  | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 03.12.2025 \u2022 11:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Gro\u00dfbritanniens Wirtschaft \u00e4chzt unter den Folgen des Brexits. Entsprechend bem\u00fcht ist die Regierung, um europ\u00e4ische Partner zu buhlen &#8211; so auch beim Staatsbesuch von Bundespr\u00e4sident Steinmeier.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/christoph-proessl-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Christoph Pr\u00f6ssl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/christoph-proessl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es ist der dritte Staatsbesuch im Vereinigten K\u00f6nigreich in diesem Jahr. Nach Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron und US-Pr\u00e4sident Donald Trump reist nun Frank-Walter Steinmeier nach Gro\u00dfbritannien. Dem K\u00f6nig sei es wichtig gewesen, dass auch dieser Termin noch in diesem Jahr stattfinden konnte, hei\u00dft es.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch so ein Staatsbesuch wird wahrscheinlich nie ein Routinetermin. Gestern probte die Reiterstaffel der Household Cavalry noch einmal in Windsor f\u00fcr die prachtvolle Parade, die f\u00fcr heute vorgesehen ist. Die Helme gl\u00e4nzten, die Pferde standen in Reih und Glied. Major Jeremy Bushell stand der Presse Rede und Antwort: Dies sei Gro\u00dfbritanniens Softpower, darin sei die Nation gut. Die Kavallerie sei ein bedeutender Teil dessen.<\/p>\n<p>    Intensives Werben um deutsche Partner<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der dritte Staatsbesuch in einem Jahr &#8211; da deutet sich auf jeden Fall an, wie Gro\u00dfbritannien sich nun verorten will in der Zeit nach dem Brexit: zwischen den USA und Europa. Gerade wirtschaftlich steht viel auf dem Spiel f\u00fcr Gro\u00dfbritannien. Der Brexit hinterl\u00e4sst Spuren. Eine neue Studie des National Bureau of Economic Research fasst zusammen, dass die Wirtschaftskraft Anfang 2025 sechs bis acht Prozent niedriger ausfiel als in einem Szenario ohne den Brexit. Auch die Investitionen fallen niedriger aus.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">An der Stelle zum Beispiel kommen deutsche Unternehmen ins Spiel. Die Regierung Starmer sucht die Ann\u00e4herung, der K\u00f6nig untermauert dies gerne mit der n\u00f6tigen Symbolik und sprach die Einladung f\u00fcr das deutsche Staatsoberhaupt aus. Und auch die deutsche Wirtschaft sieht die Notwendigkeit, die Beziehungen zu verbessern.<\/p>\n<p>    Vieles ist komplizierter geworden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Steffen Hoffmann ist Chef von Bosch im Vereinigten K\u00f6nigreich. Der Konzern besch\u00e4ftigt in Gro\u00dfbritannien und Nordirland 6.300 Menschen. Umsatz: vier Milliarden Euro. Der Brexit habe vieles komplizierter gemacht, sagt er. &#8222;Nur mal ein Beispiel: Vor dem Brexit hatten wir etwa 40 Import-Transaktionen pro Jahr, und jetzt sind es 10.000.&#8220; Zu jedem Import m\u00fcssen die Daten \u00fcbermittelt werden. Die britische Bosch-Tochter hat jetzt sogar eine kleine Abteilung mit knapp einem Dutzend Mitarbeitenden, die sich nur damit besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es gibt aber noch andere Schwierigkeiten: In der Vergangenheit sei es nie ein Problem gewesen, einfach Ingenieure in ein anderes Land zu schicken, um einfach mal zum Beispiel bei einem Modellstart auszuhelfen, sagt Hoffmann. Das sei nun schwieriger geworden, weil Arbeitsgenehmigungen ben\u00f6tigt werden. Steffen Hoffmann w\u00fcnscht sich Vereinfachungen f\u00fcr die Wirtschaft. Dass dieser Staatsbesuch nun stattfindet, h\u00e4lt er f\u00fcr ein wichtiges Signal in die richtige Richtung.<\/p>\n<p>    Steinmeier mit Wirtschaftsdelegation im Schlepptau<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Frank-Walter Steinmeier ist die Bedeutung der Wirtschaft bewusst. In der Delegation des Bundespr\u00e4sidenten reisen Vertreter von Deutscher Bank, RWE, BMW, Helsing und Siemens mit. Auch wenn die Staatsoberh\u00e4upter keine Beschl\u00fcsse fassen werden, es gibt Raum f\u00fcr politische Gespr\u00e4che. Steinmeier trifft heute auch den britischen Premierminister Keir Starmer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gerade erst haben Starmer und der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz einen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/deutschland-grossbritannien-freundschaftsvertrag-100.html\" title=\"Deutschland und Gro\u00dfbritannien schlie\u00dfen Freundschaftsvertrag\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Freundschaftsvertrag<\/a> unterzeichnet. Er definiert Bereiche der Zusammenarbeit: Verteidigung, Wirtschaft, Migration, Bildung und Forschung. N\u00f6tig geworden war dieser Vertrag, weil nach dem Brexit viele Bereiche der Kooperation nicht mehr geregelt waren.<\/p>\n<p>    Die Mehrheit bereut den Brexit inzwischen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Steinmeiers Besuch ist der erste eines Bundespr\u00e4sidenten seit 27 Jahren. Zuletzt wurde Roman Herzog diese Ehre 1998 zuteil. \u00dcber Jahre hinweg war ein solcher Besuch schlicht nicht n\u00f6tig &#8211; das hat sich nun ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut einer aktuellen Umfrage sind nur 31 Prozent der Briten der Meinung, es sei richtig gewesen, die EU zu verlassen. 56 Prozent sagen, die Entscheidung sei falsch gewesen. Mit Fokus auf die wirtschaftlichen Auswirkungen sagen sogar nur 23 Prozent, der Austritt sei gut f\u00fcr die Wirtschaft gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 03.12.2025 \u2022 11:25 Uhr Gro\u00dfbritanniens Wirtschaft \u00e4chzt unter den Folgen des Brexits. 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