{"id":1069430,"date":"2026-06-04T13:34:19","date_gmt":"2026-06-04T13:34:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1069430\/"},"modified":"2026-06-04T13:34:19","modified_gmt":"2026-06-04T13:34:19","slug":"wieso-immer-mehr-deutsche-auf-elektroautos-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1069430\/","title":{"rendered":"Wieso immer mehr Deutsche auf Elektroautos setzen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/e-auto-230.jpg\" alt=\"Ein E-Auto l\u00e4dt an einer Lades\u00e4ule.\" title=\"Ein E-Auto l\u00e4dt an einer Lades\u00e4ule. | picture alliance \/ SvenSimon\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 04.06.2026 \u2022 14:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>E-Autos werden in Deutschland immer beliebter. Jeder vierte Neuwagen im Mai war ein Fahrzeug mit Elektroantrieb. Das liegt nicht nur an der neuen Kaufpr\u00e4mie der Bundesregierung &#8211; die auch negative Folgen hat. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/till-buecker-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Sendungsbild\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/sendungsbild-1419380.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Zahl der Elektroautos in Deutschland steigt weiter rasant. Zum zweiten Mal in Folge hatten im Mai rund ein Viertel aller neu zugelassenen Fahrzeuge einen reinen Elektroantrieb, <a href=\"https:\/\/www.kba.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/Fahrzeugzulassungen\/2026\/pm21_2026_n_05_26_pm_komplett.html#:~:text=239.448%20Personenkraftwagen%20(%20Pkw%20)%20wurden%20im,%2B8%2C4%20Prozent%20zu.\" title=\"Fahrzeugzulassungen im Mai 2026\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte<\/a>. Das waren knapp 60.000 E-Autos. Im Jahresvergleich sind die Neuzulassungen damit nach KBA-Angaben erneut um etwa 40 Prozent gestiegen. Der Marktanteil erreichte mit 25 Prozent den dritth\u00f6chsten Wert aller Zeiten, erkl\u00e4rte die Unternehmensberatung EY.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit einem Anteil von fast 40 Prozent waren nur Hybrid-Fahrzeuge im vergangenen Monat noch st\u00e4rker verbreitet. \u00dcber solch einen Antrieb verf\u00fcgten mehr als 95.000 Neuwagen. Neue Benziner und Diesel gab es dagegen deutlich weniger. Der Anteil beider Antriebsarten sinkt immer st\u00e4rker, im Mai um 24 und 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nur noch jeder f\u00fcnfte Neuwagen f\u00e4hrt ausschlie\u00dflich mit Benzin.<\/p>\n<p>    Autofahrer sp\u00fcren die hohen Spritpreise<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die E-Mobilit\u00e4t gewinnt an Fahrt&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.kfzgewerbe.de\/e-mobilitaet-gewinnt-an-fahrt\" title=\"E-Mobilit\u00e4t gewinnt an Fahrt\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">so der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)<\/a>. Besonders bemerkenswert sei die Entwicklung der Neuzulassungen von Elektroautos vor dem Hintergrund, dass der Mai 2026 zwei Arbeitstage weniger aufwies als der Vorjahresmonat. Der ZDK registriere ein &#8222;sp\u00fcrbar steigendes Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher&#8220;, die angesichts der seit Wochen hohen Spritpreise ihre Mobilit\u00e4tskosten neu bewerten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Liter Super E10 kostete im Zuge des Iran-Kriegs zeitweise bis zu 2,192 Euro. Diesel erreichte in der Spitze sogar 2,447 Euro. Knapp die H\u00e4lfte der Deutschen l\u00e4sst sich deshalb bei einem Autokauf und der Wahl des passenden Antriebs derzeit von der weltpolitischen Lage beeinflussen, wie eine Umfrage von mobile.de zeigt. Das sorgt neben der steigenden Nachfrage nach Neuwagen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/elektroauto-boom-gebrauchtwagen-hohe-spritpreise-100.html\" title=\"Wegen hoher Spritpreise boomen gebrauchte E-Autos \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auch f\u00fcr einen Boom bei gebrauchten E-Autos<\/a>.<\/p>\n<p>    Zwei neue Modelle von VW<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig wachse auch das Angebot an bezahlbaren neuen E-Fahrzeugen, hei\u00dft es vom ZDK, der Autoh\u00e4user und Meisterbetriebe vertritt. So hat etwa Europas gr\u00f6\u00dfter Autobauer Volkswagen die Produktion der ersten beiden g\u00fcnstigeren Elektro-Kleinwagen im Werk Martorell bei Barcelona in Spanien gestartet. Der vollelektrische Polo soll in der Basisversion knapp unter 25.000 Euro kosten, der Raval von Cupra 1.000 Euro mehr. Seit Ende April kann der ID.Polo bereits bestellt werden &#8211; allerdings bisher nur in der Version f\u00fcr fast 34.000 Euro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Moderne Elektromobilit\u00e4t darf kein Luxus sein. Sie muss funktionieren, bezahlbar sein und im Alltag \u00fcberzeugen &#8211; genau daf\u00fcr steht dieses Auto&#8220;, so VW-Markenchef Thomas Sch\u00e4fer. Der ID. Polo und der Cupra Raval sollen dabei erst der Anfang sein. Zwei weitere E-Modelle von VW und Skoda sollen im nordspanischen Pamplona folgen. Und ab 2027 soll dann f\u00fcr rund 20.000 Euro der noch g\u00fcnstigere ID. Every1 hinzukommen. G\u00fcnstigere E-Autos h\u00e4tten ein enormes Potenzial, betonte Konzernchef Oliver Blume. Der Markt werde stark wachsen.<\/p>\n<p>    Immer mehr preisg\u00fcnstigere E-Autos<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schon jetzt gebe es immer mehr preiswertere Elektroautos, <a href=\"https:\/\/www.adac.de\/rund-ums-fahrzeug\/auto-kaufen-verkaufen\/autokosten\/guenstigste-elektroautos\/\" title=\"Kostencheck: Das sind die 30 g\u00fcnstigsten Elektroautos\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">berichtete j\u00fcngst der ADAC<\/a>. Das g\u00fcnstigste sei mit Blick auf den Kaufpreis der Dacia Spring, der 16.900 Euro kostet. Dahinter folgen der Citro\u00ebn \u00eb-C3 (19.990 Euro) und der Hyundai Inster (24.400 Euro). Unter einem Preis 30.000 Euro sind immerhin ein Dutzend Modelle zu haben &#8211; zwei Modelle von Fiat, zwei Autos von MINI, der Renault R5 E-Tech, ein weiteres Modell von Citro\u00ebn sowie zwei von Opel. Die Opel-Mutter Stellantis will zudem ab ab 2028 <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/elektro-ente-citroen-2cv-stellantis-100.html\" title=\"Die &quot;Ente&quot; kommt zur\u00fcck als E-Modell - wie sind die Chancen?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die legend\u00e4re &#8222;Ente&#8220; als Elektro-Variante bauen<\/a> &#8211; und f\u00fcr 15.000 Euro verkaufen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zu den g\u00fcnstigeren Kaufpreisen kommt hierzulande noch die neue E-Auto-Pr\u00e4mie hinzu, mit der die Bundesregierung die Verkaufszahlen ankurbeln will. Sie kann seit zwei Wochen beantragt werden, gilt aber r\u00fcckwirkend f\u00fcr seit 1. Januar zugelassene Autos. Die F\u00f6rderung richtet sich an Menschen mit mittlerem und geringem Einkommen und kann je nach Fahrzeugmodell, Familiengr\u00f6\u00dfe und Haushaltseinkommen 1.500 bis 6.000 Euro betragen. F\u00f6rderf\u00e4hig sind Kauf und Leasing neuer Elektroautos und bestimmter Plug-in-Hybride.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch die neue Pr\u00e4mie kommt es jedoch zu einem ungewollten Nebeneffekt: So haben die Autobauer auf dem deutschen Markt <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/elektroautos-rabatte-gebrauchtwagen-100.html\" title=\"Autobauer gew\u00e4hren weniger Rabatte f\u00fcr Elektroautos\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Preisnachl\u00e4sse f\u00fcr Elektroautos zur\u00fcckgefahren<\/a>. Das sei eine direkte Folge, hei\u00dft es im monatlichen Neuwagen-Marktbericht des privaten Center Automotive Research (CAR). &#8222;Es scheint, die Autobauer testen den Markt&#8220;, sagte Studienleiter Ferdinand Dudenh\u00f6ffer. Bei den 20 meistverkauften E-Fahrzeugen sei der durchschnittliche Rabatt von 19,5 Prozent im Januar auf nun 18,6 Prozent zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>    Kaufpr\u00e4mie nur ein Strohfeuer?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">EY-Branchenexperte Constantin Gall sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass sich die f\u00fcr den Staat kostspielige Hilfe als Strohfeuer erweisen k\u00f6nnte. &#8222;Der Staat und damit die Steuerzahler geben mehrere Milliarden Euro f\u00fcr die Ankurbelung des E-Auto-Absatzes aus, das Ergebnis ist &#8211; wie schon bei fr\u00fcheren F\u00f6rderprogrammen &#8211; ein starkes Absatzwachstum bei E-Autos, das genau so lang anhalten wird, wie die Pr\u00e4mie zur Verf\u00fcgung steht.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei Wegfall der Pr\u00e4mie d\u00fcrften die Neuzulassungen wieder einbrechen und den Markt d\u00e4mpfen, so Gall. Und der EY-Fachmann weist noch auf weitere Schattenseiten beim Vormarsch der E-Autos hin. Der Kaufimpuls durch die F\u00f6rderung komme vor allem ausl\u00e4ndischen Marken zugute, weil diese im niedrigeren Preissegment mehr zu bieten h\u00e4tten als Volkswagen und Co.<\/p>\n<p>    Anteile von chinesischen Marken noch gering &#8211; aber steigend<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Tats\u00e4chlich fiel das Plus der Neuzulassungen bei Tesla (322 Prozent) oder den chinesischen Marken BYD (232 Prozent) und Leapmotor (139 Prozent) laut den KBA-Daten im Mai besonders stark aus. In einer ADAC-Rangliste zu den 30 kosteng\u00fcnstigsten Elektroautos, in der neben dem Kaufpreis auch der Aufwand f\u00fcr Versicherung, Wartung und Strom sowie der Wertverlust eine Rolle spielen, steht das Teslas Model 3 auf Platz 29. Der Kaufpreis liegt aktuell bei 36.990.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die chinesischen Fahrzeuge wie der Leapmotor T03, BYD Atto 3 und Atto 2 oder BYD Dolphin sind in der Liste nicht vertreten, weil dem ADAC keine detaillierten Kostenaufstellungen vorliegen. Auf dem Online-Automarkt AutoScout24 gibt es den Leapmotor T03 derzeit ab rund 17.000 Euro. Das g\u00fcnstigste Angebot f\u00fcr den BYD Dolphin liegt bei 19.990 Euro. Trotz gro\u00dfer Wachstumsraten sind die Verkaufszahlen in Deutschland aber noch vergleichsweise gering.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">So wurden im Mai laut KBA 6.168 Fahrzeuge von BYD und 1.217 Autos von Leapmotor zugelassen. Damit liegt ihr Anteil am Gesamtmarkt bei 2,6 beziehungsweise 0,5 Prozent, der von Tesla betr\u00e4gt 2,1 Prozent. Zum Vergleich: Die Anteile der Marken Audi (7,2 Prozent), BMW (8,2 Prozent), Mercedes, (8,3 Prozent), Skoda (8,2 Prozent) oder vor allem VW (19 Prozent) liegen da noch deutlich dar\u00fcber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.06.2026 \u2022 14:07 Uhr E-Autos werden in Deutschland immer beliebter. 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