{"id":1069926,"date":"2026-06-04T18:32:34","date_gmt":"2026-06-04T18:32:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1069926\/"},"modified":"2026-06-04T18:32:34","modified_gmt":"2026-06-04T18:32:34","slug":"keine-shopping-wochenenden-mehr-11-laender-fordern-strengere-russland-visa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1069926\/","title":{"rendered":"\u201eKeine Shopping-Wochenenden mehr\u201c: 11 L\u00e4nder fordern strengere Russland-Visa"},"content":{"rendered":"<p>Eine Koalition aus neun EU-Mitgliedstaaten sowie Island und Norwegen erh\u00f6ht den Druck f\u00fcr strengere Visaregeln f\u00fcr russische Touristen. Hintergrund ist die nahende Sommerreisesaison.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Angef\u00fchrt wird die Initiative von Schweden, unterst\u00fctzt von Tschechien, D\u00e4nemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, den Niederlanden und Polen.<\/p>\n<p>Zu Wochenbeginn unterzeichneten alle elf Staaten einen gemeinsamen Brief an die EU-Au\u00dfenbeauftragte Kaja Kallas und den Kommissar f\u00fcr Inneres, Magnus Brunner.<\/p>\n<p>\u201eMein Ziel ist ganz klar. Ich will, dass es keine Shopping-Wochenenden mehr gibt. Ich will keine Luxustrips nach Europa mehr, w\u00e4hrend Ukrainer auf dem Schlachtfeld sterben\u201c, sagte Schwedens Migrations- und Asylminister Johan Forssell vor dem Rat f\u00fcr Justiz und Inneres am Donnerstag.<\/p>\n<p>In dem Schreiben hei\u00dft es, die EU-Kommission habe nach Russlands Angriff auf die Ukraine 2022 Leitlinien zum Umgang mit Visaantr\u00e4gen russischer Staatsb\u00fcrger erlassen.<\/p>\n<p>\u201eDie Umsetzung dieser Leitlinien in den Mitgliedstaaten ist jedoch sehr uneinheitlich. Es fehlt sowohl an Solidarit\u00e4t als auch an Koh\u00e4renz. Zudem droht dies, die Mitgliedstaaten wirtschaftlich ungleich zu treffen\u201c, hei\u00dft es in dem Schreiben, das Euronews vorliegt.<\/p>\n<p>Die Unterzeichner warnen, diese Zersplitterung schw\u00e4che den Einfluss der EU und sende widerspr\u00fcchliche Signale zur Entschlossenheit gegen\u00fcber Russland, in einer Phase, in der Moskau erneut Zivilisten und Infrastruktur in der Ukraine angreift.<\/p>\n<p>Das Schreiben warnt zudem, uneinheitliche Visapraxis gegen\u00fcber russischen Touristen k\u00f6nne ein Sicherheitsrisiko f\u00fcr den gesamten Schengen-Raum schaffen \u2013 gerade vor dem Hintergrund der Bewegungen von Hunderttausenden Angeh\u00f6rigen der russischen Streitkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Ohne einzelne Staaten zu nennen, verweist das Schreiben auf Daten des Schengen-Barometers. Demnach ist die Zahl der in der EU an russische Staatsangeh\u00f6rige erteilten Visa zwischen 2023 und 2025 stetig gestiegen.<\/p>\n<p>Frankreich stellte 2025 mit knapp 180.000 die meisten Visa f\u00fcr russische Staatsangeh\u00f6rige aus \u2013 ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2024. Italien lag mit knapp 160.000 Visa auf Platz zwei, obwohl die Zahl leicht unter dem Vorjahr lag. Spanien folgte mit knapp 100.000 Visa und damit in etwa stabilen Werten.<\/p>\n<p>Gegner der Initiative betonen, diese Zahlen spiegelten lediglich wider, dass gr\u00f6\u00dfere Mitgliedstaaten generell mehr Visaantr\u00e4ge erhalten und bearbeiten als kleinere. Sie weisen auch den Vorwurf zur\u00fcck, Visa w\u00fcrden die EU-Politik gegen\u00fcber Moskau untergraben, da die f\u00fcr den Krieg verantwortlichen Russen ohnehin bereits sanktioniert seien.<\/p>\n<p>Die elf Staaten fordern die EU-Institutionen auf, neue verbindliche Visabeschr\u00e4nkungen einzuf\u00fchren, die Umsetzung der bestehenden Leitlinien eng zu \u00fcberwachen, den Mitgliedstaaten regelm\u00e4\u00dfig zusammengefasste Statistiken zur Verf\u00fcgung zu stellen und einen Mechanismus zu entwickeln, um ehemalige russische Kombattanten zu identifizieren.<\/p>\n<p>Das Thema kam am Donnerstag auch beim Treffen der Innen- und Justizminister in Luxemburg zur Sprache, stand dort aber nicht offiziell auf der Tagesordnung; Beschl\u00fcsse gab es keine. Auf Grundlage dieser ersten Aussprache erwartet die Koalition nun von den EU-Institutionen einen Vorschlag, um die Debatte wieder aufzunehmen.<\/p>\n<p>\u201eDiese Situation ist v\u00f6llig absurd, und sie muss gestoppt werden\u201c, sagte Forssell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Koalition aus neun EU-Mitgliedstaaten sowie Island und Norwegen erh\u00f6ht den Druck f\u00fcr strengere Visaregeln f\u00fcr russische Touristen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1069927,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,1713,36415,12,1319],"class_list":["post-1069926","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-russischer-ueberfall-auf-die-ukraine","tag-schengen-raum","tag-schlagzeilen","tag-schweden"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116693273913123474","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1069926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1069926"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1069926\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1069927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1069926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1069926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1069926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}