{"id":1070814,"date":"2026-06-05T03:11:16","date_gmt":"2026-06-05T03:11:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1070814\/"},"modified":"2026-06-05T03:11:16","modified_gmt":"2026-06-05T03:11:16","slug":"eine-frau-und-ein-mann-bringen-deutschland-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1070814\/","title":{"rendered":"Eine Frau und ein Mann bringen Deutschland voran"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-center\">Jetzt neu bei t-online:<\/p>\n<p class=\"text-center\">Schriftgr\u00f6\u00dfe anpassen!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/font-sizes.32942e33.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:hidden group-aria-expanded:hidden\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/font-sizes-dark-mode.e382645c.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none hidden group-hover:block group-aria-expanded:block\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/sharing-menu-icon.1eb71368.svg\" alt=\"\" title=\"\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none group-hover:brightness-0 group-hover:invert\" style=\"--width:16;--height:16\" decoding=\"async\"\/>Artikel teilen<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">es gibt eine Sportart, die in Deutschland zur Nationaldisziplin geworden ist.<\/strong> Keine Mannschaft braucht daf\u00fcr ein Trainingslager oder F\u00f6rdergeld. Die Ausr\u00fcstung ist minimal, ein Bildschirm und ein dicker Hals gen\u00fcgen schon. Die Sportart hei\u00dft <strong class=\"font-bold\">Klagen<\/strong> \u2013 und viele Zeitgenossen laufen darin zu H\u00f6chstleistungen auf.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Zum Beispiel morgens, wenn der Blick auf die neuesten Nachrichten altbekannte Reflexe ausl\u00f6st: <\/strong>Konflikt in der Regierung \u00fcber dies und das \u2013 diese Versager! Klick. Irgendwo br\u00f6ckelt die Infrastruktur \u2013 na klar, das Land schafft sich ab! Klick. Miese Wirtschaftszahlen, die Bahn kommt zu sp\u00e4t, der Standort ist bedroht \u2013 v\u00f6llig klar, hier gehen bald die Lichter aus! Der Blutdruck steigt, die Hemmschwelle sinkt, und mit einer ordentlichen Portion Frust im Bauch starten viele Menschen in den Tag.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Aber wer sind eigentlich die anderen Leute, denen wir t\u00e4glich begegnen?<\/strong> Nicht auf dem Bildschirm, sondern in der echten Welt, in der Bahn, im B\u00fcro, auf der Stra\u00dfe?<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Nehmen wir die Fr\u00fchaufsteherin.<\/strong> Sie leitet vielleicht einen mittelst\u00e4ndischen Betrieb, drei\u00dfig Mitarbeiter, Spezialmaschinenbau. Jeden Morgen sitzt sie um halb sieben am Schreibtisch und l\u00f6st Probleme, von denen die meisten Menschen noch nicht einmal wissen, dass es sie gibt: Lieferketten sichern, Fachkr\u00e4fte anwerben, Prozesse digitalisieren, einfach weil es sein muss. Sie klagt nicht. Sie arbeitet.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Oder der Sozialarbeiter, der seit zw\u00f6lf Jahren dieselbe Stra\u00dfe betreut<\/strong> \u2013 dieselben Familien, dieselben Krisen, immer wieder. Er kennt die Kinder mit Namen, er kennt die Geschichten, er kennt den Unterschied zwischen einem R\u00fcckfall und einer Wende. Das Amt zahlt sein Gehalt. Seine Geduld zahlt er selbst.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Oder die Jungunternehmerin, die eine Plattform f\u00fcr regionale Handwerker aufgebaut hat<\/strong> \u2013 nicht, weil ein Investor es wollte, sondern weil sie sah, dass Handwerker keine Ahnung von Instagram haben und Instagram keine Ahnung von Handwerk. Sie verbindet beides. Kleine L\u00f6sung, gro\u00dfer Effekt: Pl\u00f6tzlich finden Kunden und Anbieter schneller zusammen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Diese Menschen sind nicht laut.<\/strong> Sie geben keine Interviews, in denen sie erkl\u00e4ren, wie schlimm alles ist. Sie haben daf\u00fcr keine Zeit, weil sie besch\u00e4ftigt sind, Dinge besser zu machen. Das Paradoxe an Deutschland ist nicht der Mangel an Tatkraft. Es ist der systematische Mangel an Aufmerksamkeit f\u00fcr die Tatkr\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><img alt=\"Bild des Newsletters tagesanbruch\" data-testid=\"NewsletterWidget.Image\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/tagesanbruch_4x5.jpg\" title=\"Bild des Newsletters tagesanbruch\" width=\"1\" height=\"1\" class=\"absolute top-0 size-full max-w-full object-cover\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p class=\"font-serif font-medium italic text-salemsfur max-md:pb-4 text-18 max-md:text-24\">Tagesanbruch \u2013 Der Newsletter f\u00fcr den Wissensvorsprung<\/p>\n<p class=\"text-14 leading-15 max-md:hidden hidden\">Die Analyse zu den Themen, die Deutschland bewegen \u2013 kostenlos abonnieren.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Unser kollektives Gehirn hat sich an eine merkw\u00fcrdige Di\u00e4t gew\u00f6hnt:<\/strong> Es nimmt t\u00e4glich gro\u00dfe Mengen Problemnahrung zu sich. Schlechte Nachrichten, zugespitzte Analysen, politische Nickligkeiten. Das Gehirn liebt das. Es ist evolution\u00e4r gebaut f\u00fcr die <strong class=\"font-bold\">Bedrohungserkennung.<\/strong> Eine Katastrophe zieht mehr Blicke auf sich als zehn gelungene Projekte. Das war n\u00fctzlich, als man S\u00e4belzahntiger ersp\u00e4hen musste. F\u00fcr das Verst\u00e4ndnis einer komplexen Gesellschaft ist es sch\u00e4dlich. Und nein, das liegt nicht allein daran, dass viele Journalisten lieber nach dem Haar in der Suppe als nach dem Erfolgsrezept suchen. Die deutsche Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr Pessimismus und f\u00fcrs Klagen ist eine <strong class=\"font-bold\">Volkskrankheit.<\/strong><\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Wir kennen die Namen der Minister, die Fehler gemacht haben.<\/strong> Wir schalten ein, wenn es in den Talkshows kracht. Wir beantworten die heikle Wirtschaftslage mit einem Alarmismus, der das Problem vergr\u00f6\u00dfert, statt es greifbar zu machen. Dem neuen ARD-Deutschlandtrend zufolge bewerten <strong class=\"font-bold\">85 Prozent<\/strong> der Bundesb\u00fcrger die \u00f6konomische Situation als weniger gut oder schlecht. Der h\u00f6chste Wert seit der Eurokrise, und die war wirklich existenziell.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Es ginge auch anders.<\/strong> Man k\u00f6nnte neben Problemen auch die Lichtblicke wahrnehmen. Aber wer kennt schon die Leiterin der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, die in drei Jahren hundert Sozialwohnungen durch clevere Kooperationsmodelle realisiert hat? Wer kennt den Lehrer, der eine Schulk\u00fcche gegr\u00fcndet hat, in der Kinder aus zehn verschiedenen Herkunftsl\u00e4ndern gemeinsam kochen und dabei beil\u00e4ufig Deutsch lernen? Diese Menschen sind keine Ausnahme. Sie leben \u00fcberall im Land. Die Frage ist nicht, ob Deutschland funktioniert. Die Frage ist, wohin wir schauen, wenn wir das entscheiden wollen.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Es gibt einen sch\u00f6nen Begriff aus der Fotografie: das Motiv bestimmt das Bild.<\/strong> Wer nur draufh\u00e4lt, was kaputt ist, macht ein Bild von einer kaputten Welt. Wer schwenkt \u2013 vorsichtig, neugierig, bereit zur \u00dcberraschung \u2013 entdeckt eine andere Wirklichkeit, die genauso real ist, nur seltener ver\u00f6ffentlicht wird.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Das mag nach Sch\u00f6nreden klingen, es ist jedoch das Gegenteil.<\/strong> Wer die <strong class=\"font-bold\">Leistungstr\u00e4ger<\/strong> dieser Gesellschaft nicht wahrnimmt, versteht sie auch nicht \u2013 und kann sie weder w\u00fcrdigen noch von ihnen lernen noch ihre Bedingungen verbessern. Der Pessimismus, der sich als Realismus verkleidet, ist am Ende selbst eine Form der Bequemlichkeit. Es ist viel einfacher, zu sagen &#8222;Alles l\u00e4uft schief&#8220;, als zu fragen &#8222;Wer macht es gerade richtig \u2013 und warum?&#8220;<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Schauen wir also \u00f6fter dorthin, wo etwas funktioniert.<\/strong> Wo Menschen mit Elan und Ideen Dinge voranbringen und anderen ein Vorbild geben. Menschen, die Mut machen, wenn zu viele andere meckern. Genau das ist das Anliegen des neuen t-online-Podcasts <strong class=\"font-bold\">&#8222;Vorangedacht&#8220;,<\/strong> den ich gemeinsam mit Michaela Fischer, Christin Brauer, Viola Koegst, Nadine Schmidt, Ina Fuhrmann, Julia Steinigeweg, Nicolas Lindken und Arno W\u00f6lk produziere. <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;https:\/\/vorangedacht.podigee.io\/1-steinmeier&quot;}\" href=\"https:\/\/vorangedacht.podigee.io\/1-steinmeier\" data-sctrack=\"BodyAnchor\">Die erste Folge mit Bundespr\u00e4sident Steinmeier hat bundesweit Aufmerksamkeit erregt<\/a>, heute Morgen ver\u00f6ffentlichen wir die zweite Folge.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Mein Gast ist diesmal Friederike von B\u00fcnau, die Generalsekret\u00e4rin des Bundesverbands Deutscher Stiftungen.<\/strong> Sie vertritt <strong class=\"font-bold\">27.000<\/strong> Stiftungen, die jedes Jahr mehr als <strong class=\"font-bold\">sieben Milliarden Euro<\/strong> aussch\u00fctten \u2013 Platz eins in Europa. Sie kann erkl\u00e4ren, was mit all dem Geld geschieht, warum viele ehrenamtlich Engagierte unter staatlichem Druck leiden und was es braucht, damit mehr Menschen Verst\u00e4ndnis f\u00fcreinander entwickeln. Damit der gesellschaftliche Zusammenhalt wieder erstarkt. <a rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\" class=\"transition-colors duration-200 cursor-pointer text-inherit no-underline text-salemsfur md:hover:text-magenta md:hover:border-magenta md:focus:text-magenta border-current border-b border-solid break-words\" data-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;category&quot;:&quot;intextLink&quot;,&quot;label&quot;:&quot;https:\/\/vorangedacht.podigee.io\/2-stiftungen&quot;}\" href=\"https:\/\/vorangedacht.podigee.io\/2-stiftungen\" data-sctrack=\"BodyAnchor\">Ich freue mich, wenn Sie sich unser Gespr\u00e4ch anh\u00f6ren, den neuen Podcast abonnieren und wom\u00f6glich sogar weiterempfehlen.<\/a><\/p>\n<p>Loading&#8230;<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/image.e47c3ca7.svg\" alt=\"Symbolbild f\u00fcr eingebettete Inhalte\"\/><\/p>\n<p class=\"text-10 uppercase leading-12 text-manatee\">Embed<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Und weil ich wei\u00df, dass Tagesanbruch-Leserinnen und Leser interessierte Menschen sind, habe ich noch einen weiteren Mutmacher f\u00fcr Sie.<\/strong> Vergangene Woche bin ich mit meinem Kollegen Mauritius Kloft in Wuppertal gewesen. Genauer gesagt: Im <strong class=\"font-bold\">Entwicklungslabor des<\/strong> <strong class=\"font-bold\">Bayer-Konzerns.<\/strong> Was wir dort gesehen haben, hat uns beeindruckt: Hochmotivierte Wissenschaftler arbeiten an <strong class=\"font-bold\">Stammzelltherapien<\/strong> und zeigten uns, wie sie ein Medikament gegen <strong class=\"font-bold\">Parkinson<\/strong> entwickeln. Schon in wenigen Jahren k\u00f6nnte es auf den Markt kommen, was ein Segen f\u00fcr Millionen Erkrankte und deren Angeh\u00f6rige w\u00e4re. Dank deutschem Erfindergeist, Hochleistung und Teamwork entstehen Produkte, die die Welt verbessern.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17 user-text-lg:text-22 user-text-xl:text-24\"><strong class=\"font-bold\">Nat\u00fcrlich gibt es dabei gewaltige Herausforderungen:<\/strong> Der Handelskonflikt mit der US-Regierung unter <strong class=\"font-bold\">Donald Trump,<\/strong> die gest\u00f6rten Lieferketten durch den Konflikt im Persischen Golf, der Streit um Arzneipreise und ja, nat\u00fcrlich auch die deutsche B\u00fcrokratie. Es sind so komplexe Probleme, dass man als Firmenchef verzagen k\u00f6nnte. Nichts liegt <strong class=\"font-bold\">Bill Anderson<\/strong> ferner. Der Texaner ist seit 2023 Vorstandsvorsitzender der Bayer AG und hat den kriselnden Konzern binnen drei Jahren umgekrempelt: <strong class=\"font-bold\">12.000<\/strong> Managementposten hat er gestrichen. Manche Angestellte haben das Unternehmen verlassen, andere arbeiten nun wieder selbst an den Produkten. Die Mitarbeiter sollen selbst entscheiden und Projekte in 90-t\u00e4gigen Sprints vorantreiben, statt jede Entscheidung nach oben weiterzureichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jetzt neu bei t-online: Schriftgr\u00f6\u00dfe anpassen! 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