{"id":1071064,"date":"2026-06-05T05:40:13","date_gmt":"2026-06-05T05:40:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071064\/"},"modified":"2026-06-05T05:40:13","modified_gmt":"2026-06-05T05:40:13","slug":"upm-plant-joint-venture-papierfabriken-in-augsburg-und-schongau-vor-verkauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071064\/","title":{"rendered":"UPM plant Joint Venture: Papierfabriken in Augsburg und Schongau vor Verkauf"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    100 Millionen Euro pro Jahr \u2013 so viel Geld wollen die Papierkonzerne UPM und Sappi mit der Gr\u00fcndung eines Gemeinschaftsunternehmens einsparen. Geplant ist, das Gesch\u00e4ftsfeld Communication Papers von UPM sowie das Grafikpapiergesch\u00e4ft von Sappi in Europa in einem neuen Unternehmen aufgehen zu lassen, an dem die beiden bisherigen Konkurrenten in diesem Bereich jeweils 50 Prozent der Anteile halten. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/paukenschlag-in-der-papierbranche-upm-und-sappi-wollen-geschaeftsbereiche-zusammenlegen-112960648\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Nachdem UPM die Pl\u00e4ne Ende vergangenen Jahres<\/a> erstmals bekannt gemacht hatte, verk\u00fcndete das Unternehmen nun eine verbindliche Einigung mit Sappi.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kommt alles so wie geplant, h\u00e4tte das weitreichende Folgen f\u00fcr die Papierfabriken von UPM in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Augsburg<\/a> und Schongau. Schon Ende 2026 oder zu Beginn des kommenden Jahres w\u00e4re dann nicht mehr UPM Betreiber der traditionsreichen Standorte. Laut einer UPM-Mitteilung bewerten die beiden Partner den Wert des von UPM eingebrachten Unternehmensteils inklusive acht Papierfabriken in Europa und Nordamerika mit 1,1 Milliarden Euro. Das Europagesch\u00e4ft von Sappi wird auf 330 Millionen Euro taxiert.\n  <\/p>\n<p>            Das neue Unternehmen startet mit gro\u00dfer Hypothek<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um die Rechnung in Ausgleich zu bringen, sollen UPM 475 Millionen Euro ausbezahlt sowie Forderungen aus geplanten Gesellschafterdarlehen in H\u00f6he von 98 Millionen \u00fcbertragen werden. Au\u00dferdem ist geplant, dass das neue Unternehmen 411 Millionen Euro an Verbindlichkeiten, unter anderem f\u00fcr Pensionen, \u00fcbernimmt. Sappi soll 90 Millionen an Barmitteln sowie eine Forderung von zehn Millionen aus einem Gesellschafterdarlehen erhalten.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Um die ehemaligen Eigner auszubezahlen, muss sich das neue Unternehmen zun\u00e4chst einmal viel Geld leihen. 600 Millionen Euro muss sich das Gemeinschaftsunternehmen von externen Kreditgebern besorgen. Hinzu kommt eine Kreditlinie von 100 Millionen Euro, die den laufenden Betrieb sichern soll, hei\u00dft es in der Mitteilung von UPM. Ein weiterer Teil des Kaufpreises soll durch die erw\u00e4hnten Gesellschafterdarlehen finanziert werden. Weitere finanzielle Unterst\u00fctzung hat das neue Unternehmen von seinen Anteilseignern aber nicht zu erwarten, hei\u00dft es weiter.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Optimierung von Anlagen und Logistik, eine effizientere Beschaffung und ein gestrafftes Produktportfolio sollen die erhofften Einsparungen von 100 Millionen Euro pro Jahr erm\u00f6glichen und die Zukunft des seit Jahren schrumpfenden Papiergesch\u00e4fts sichern. Welche Folgen die Pl\u00e4ne f\u00fcr einzelne Standorte haben, ist bislang unklar. UPM hat in den vergangenen Jahren <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/wirtschaft\/upm-spitzenmanager-gunnar-eberhardt-im-interview-112100802\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">bereits eine Reihe von Werken geschlossen<\/a> und Maschinen stillgelegt. Zuletzt traf es in der Region im Jahr 2025 den Standort Ettringen mit 235 Besch\u00e4ftigten. In Augsburg befindet sich neben der traditionsreichen Papierfabrik auch die Zentrale des betroffenen UPM-Gesch\u00e4ftsbereichs.\n  <\/p>\n<p>            Die Kartellbeh\u00f6rden m\u00fcssen erst noch zustimmen<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Pl\u00e4ne m\u00fcssen allerdings noch einige H\u00fcrden \u00fcberwinden. Zum einen fehlt noch die Zustimmung der Sappi-Aktion\u00e4re. Zum anderen pr\u00fcfen neben der Europ\u00e4ischen Kommission noch eine Reihe von Kartellbeh\u00f6rden, auch in den USA und China. Ist das neue Unternehmen erfolgreich, soll es zun\u00e4chst die Gesellschafterdarlehen zur\u00fcckzahlen und danach Dividenden abf\u00fchren. In das Tagesgesch\u00e4ft einmischen wollen sich die Anteilseigner aber nicht.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Gr\u00fcndung der neuen Gesellschaft w\u00fcrde auch einen kompletten R\u00fcckzug eines oder beider Partner aus dem Gesch\u00e4ft leichter machen, daraus macht auch UPM keinen Hehl. \u201eDrei Jahre nach Vollzug der Transaktion, wenn das Joint Venture die Integration voraussichtlich abgeschlossen und die Synergien realisiert haben wird, haben beide Anteilseigner die M\u00f6glichkeit, ihre Anteile zu ver\u00e4u\u00dfern\u201c, hei\u00dft es in der Mitteilung.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"100 Millionen Euro pro Jahr \u2013 so viel Geld wollen die Papierkonzerne UPM und Sappi mit der Gr\u00fcndung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1071065,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1846],"tags":[680,772,227,3364,29,151387,548,663,3934,30,228103,13,2776,14,15,210,228102,12,159361,64],"class_list":["post-1071064","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-augsburg","tag-augsburg","tag-bayern","tag-china","tag-de","tag-deutschland","tag-ettringen","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-germany","tag-gesellschafterdarlehen","tag-headlines","tag-logistik","tag-nachrichten","tag-news","tag-nordamerika","tag-papiergeschaeft","tag-schlagzeilen","tag-schongau","tag-usa"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116695900242341906","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1071064"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071064\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1071065"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1071064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1071064"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1071064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}