{"id":1071191,"date":"2026-06-05T07:02:16","date_gmt":"2026-06-05T07:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071191\/"},"modified":"2026-06-05T07:02:16","modified_gmt":"2026-06-05T07:02:16","slug":"entwurf-fuer-grosse-pflegereform-was-auf-gutverdiener-kinderlose-und-heimbewohner-zukommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071191\/","title":{"rendered":"Entwurf f\u00fcr gro\u00dfe Pflegereform: Was auf Gutverdiener, Kinderlose und Heimbewohner zukommt"},"content":{"rendered":"<p id=\"absatz1\" class=\"em_text\">In der Pflegeversicherung wird in den kommenden beiden Jahren mit einem Defizit von \u00fcber 22 Milliarden Euro gerechnet. Um eine massive Erh\u00f6hung der Beitr\u00e4ge zu verhindern, hat die schwarz-rote Koalition eine umfangreiche Pflegereform angek\u00fcndigt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat nun ihre konkreten Pl\u00e4ne fertiggestellt. Der Gesetzentwurf liegt dieser Redaktion vor. Die wichtigsten Details im \u00dcberblick:<\/p>\n<p>Heimbewohner erhalten Zusch\u00fcsse sp\u00e4ter<\/p>\n<p id=\"absatz2\" class=\"em_text\">Die gestaffelten Zusch\u00fcsse, die die Pflegeheimbewohner je nach Aufenthaltsdauer zur Senkung der Eigenanteile erhalten, sollen langsamer anwachsen als bisher. Konkret sollen die einzelnen Erh\u00f6hungsstufen nicht schon nach jeweils zw\u00f6lf Monaten wirksam werden, sondern immer erst nach 18 Monaten. Damit dauert es l\u00e4nger, bis die Betroffenen von den schrittweise steigenden Zusch\u00fcssen profitieren. Umgekehrt spart die Pflegeversicherung Ausgaben in Milliardenh\u00f6he.<\/p>\n<p id=\"absatz3\" class=\"em_text\">Die \u00c4nderung bedeutet, dass der Zuschlag von 15 Prozent nicht nur in den ersten zw\u00f6lf, sondern in den ersten 18 Monaten im Heim gilt. Die Anhebung auf 30 Prozent erfolgt erst danach. Die weitere Stufe von 50 Prozent greift nicht nach 24, sondern erst nach 36 Monaten. Die h\u00f6chste Entlastungsstufe mit einem Zuschuss von 75 Prozent wird erst nach einer Aufenthaltsdauer von mehr als 54 Monaten gew\u00e4hrt. Bisher gelten 36 Monate.<\/p>\n<p>        <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/_em_daten\/_cache\/image\/1xRDhlVms3Mk03Y3o2VzVYUUVVNzVjVTdlYVR3eGpjaFpyNWhpYTR3K2t1SU9OMmxSNTVIWjJTMGVXaFVURHRvRnBQTlYrbzNtVmlEMVNYSWdrZUZxcWoxd1EyL1I4VGZyZVgxenRHeENUekE9\/260604-1004-905719078.jpg\" class=\"nw-article-image\" title=\"Eine Pflegefachkraft mit einer Bewohnerin in einem Heim. Die Zusch\u00fcsse f\u00fcr Heimbewohner sollen k\u00fcnftig langsamer steigen, sieht ein Entwurf f\u00fcr die Pflegereform vor.\" data-glightbox=\"type: image; description: Eine Pflegefachkraft mit einer Bewohnerin in einem Heim. Die Zusch\u00fcsse f\u00fcr Heimbewohner sollen k\u00fcnftig langsamer steigen, sieht ein Entwurf f\u00fcr die Pflegereform vor.  | \u00a9 picture alliance\/dpa \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/260604-1004-905719078.jpg\" class=\"nw-img-fluid nw-w-full nw-lazy nw-rounded-t-md\" alt=\"Eine Pflegefachkraft mit einer Bewohnerin in einem Heim. Die Zusch\u00fcsse f\u00fcr Heimbewohner sollen k\u00fcnftig langsamer steigen, sieht ein Entwurf f\u00fcr die Pflegereform vor. - \u00a9 picture alliance\/dpa\" data-format=\"16:9\"\/><br \/>\n        <\/a><\/p>\n<p>                Eine Pflegefachkraft mit einer Bewohnerin in einem Heim. Die Zusch\u00fcsse f\u00fcr Heimbewohner sollen k\u00fcnftig langsamer steigen, sieht ein Entwurf f\u00fcr die Pflegereform vor.<br \/>\n                                    | \u00a9 picture alliance\/dpa<\/p>\n<p id=\"absatz4\" class=\"em_text\">Nach den neuesten zur Verf\u00fcgung stehenden Zahlen des Ersatzkassenverbandes m\u00fcssen im bundesweiten Durchschnitt im ersten Jahr im Heim rund 3.245 Euro aus der eigenen Tasche dazu gezahlt werden. Nach zw\u00f6lf Monaten sind es 2.947 Euro, nach 24 Monaten 2.551 Euro und nach 36 Monaten 2.056 Euro. Die hohen Zuzahlungen werden von Sozialverb\u00e4nden immer wieder kritisiert. Die Leistungszuschl\u00e4ge sind allerdings mit Ausgaben von rund sieben Milliarden Euro j\u00e4hrlich extrem teuer.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Best\u00e4tigung Ihrer Anmeldung.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht best\u00e4tigt.\n        <\/p>\n<p>Erst danach ist diese abgeschlossen.<\/p>\n<p>Bitte pr\u00fcfen Sie auch den Spam-Ordner.<\/p>\n<p>\n        \u00d7\n    <\/p>\n<p>\n            Es ist einen Fehler aufgetreten\n        <\/p>\n<p>Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support<\/p>\n<p> Newsletter<\/p>\n<p> Wirtschaft <\/p>\n<p>W\u00f6chentlich die neuesten Wirtschaftsthemen und Entwicklungen aus OWL.<\/p>\n<p>                Jetzt anmelden<\/p>\n<p id=\"absatz5\"><b class=\"bold\">Zum Thema:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/zwischen_weser_und_rhein\/24223408_Kosten-vom-Wohnort-abhaengig-Hier-zahlen-Pflegebeduerftige-in-OWL-am-meisten.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kosten vom Wohnort abh\u00e4ngig: Hier zahlen Pflegebed\u00fcrftige in OWL am meisten <\/a><\/p>\n<p>H\u00f6here Kriterien f\u00fcr Pflegeeinstufung<\/p>\n<p id=\"absatz6\" class=\"em_text\">F\u00fcr alle Versicherten wird es k\u00fcnftig schwieriger, als pflegebed\u00fcrftig anerkannt beziehungsweise in die unteren Pflegegrade eingestuft zu werden. Dazu sollen die Schwellwerte versch\u00e4rft werden, sodass ein h\u00f6herer Grad an Einschr\u00e4nkung notwendig ist, um die Pflegegrade 1, 2 und 3 zu erreichen. Diese \u00c4nderung d\u00fcrfte einen massiven Einfluss auf die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen insgesamt und damit auf die Ausgaben der Versicherung haben.<\/p>\n<p id=\"absatz7\" class=\"em_text\">Die Einstufung in einen Pflegegrad erfolgt in zwei Stufen: Zun\u00e4chst werden f\u00fcr verschiedene Kriterien \u2013 etwa Mobilit\u00e4t, Selbstversorgung oder kognitive und kommunikative F\u00e4higkeiten \u2013 Punkte vergeben. Je h\u00f6her die Punktzahl, desto h\u00f6her ist das Ausma\u00df der Beeintr\u00e4chtigung. Die Punkte werden anschlie\u00dfend in einen sogenannten Scorewert umgerechnet, auf dessen Basis dann die Einstufung in einen der f\u00fcnf Pflegegrade vorgenommen wird.<\/p>\n<p id=\"absatz8\" class=\"em_text\">Bei der gro\u00dfen Pflegereform 2017, bei der erstmalig Menschen mit demenziellen Erkrankungen in die Pflegeversicherung einbezogen wurden, hatte ein wissenschaftlicher Beirat die verschiedenen Schwellenwerte f\u00fcr die Berechnung der Pflegebed\u00fcrftigkeit erarbeitet. Sp\u00e4ter hatte die damalige Koalition unter Angela Merkel (CDU) und Gesundheitsminister Hermann Gr\u00f6he (CDU) die Empfehlungen jedoch nicht \u00fcbernommen, sondern die Reform gro\u00dfz\u00fcgiger ausgestaltet. Das soll nun r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden.<\/p>\n<p>Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze<\/p>\n<p id=\"absatz9\" class=\"em_text\">Gutverdiener sollen wie in der Krankenversicherung st\u00e4rker zur Kasse gebeten werden. Dazu will Warken auch in der Pflegeversicherung die Beitragsbemessungsgrenze au\u00dferplanm\u00e4\u00dfig um 300 Euro anheben.<\/p>\n<p id=\"absatz10\"><b class=\"bold\">Lesen Sie auch:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/politik\/24321513_Gesundheitsreform-2026-Hoehere-Zuzahlungen-weniger-Leistungen-wer-draufzahlen-soll-v1.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gesundheitsreform 2026: H\u00f6here Zuzahlungen, weniger Leistungen \u2013 wer draufzahlen soll <\/a><\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkung bei beitragsfreier Mitversicherung<\/p>\n<p id=\"absatz11\" class=\"em_text\">Auch die geplante Einschr\u00e4nkung der beitragsfreien Familienversicherung in der Krankenversicherung soll auf die Pflege \u00fcbertragen werden. F\u00fcr mitversicherte Ehepartner, die weder kleine Kinder erziehen noch Angeh\u00f6rige pflegen, muss den Pl\u00e4nen zufolge k\u00fcnftig ein zus\u00e4tzlicher Beitrag von 0,52 Prozent an die Pflegeversicherung gezahlt werden.<\/p>\n<p>Beitragszuschlag f\u00fcr Kinderlose<\/p>\n<p id=\"absatz12\" class=\"em_text\">Der Beitragszuschlag f\u00fcr Kinderlose steigt um 0,1 Prozentpunkte auf dann 0,7 Prozent. Versicherte ohne Kinder m\u00fcssten dann ab einem Alter von 23 Jahren insgesamt einen Beitragssatz von 4,3 Prozent zahlen. Bei Versicherten mit Kindern bliebe es dagegen bei den bisherigen S\u00e4tzen von 3,6 Prozent (ein Kind), 3,35 Prozent (zwei Kinder) beziehungsweise 3,1 Prozent (drei Kinder).<\/p>\n<p id=\"absatz13\"><b class=\"bold\">Auch interessant:<\/b> <a href=\"https:\/\/www.nw.de\/nachrichten\/nachrichten\/24338932_Pflegekassen-rechnen-2026-mit-einer-Milliarde-Euro-Defizit.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pflegekassen rechnen 2026 mit einer Milliarde Euro Defizit<\/a><\/p>\n<p>K\u00fcrzung bei Rentenbeitr\u00e4gen<\/p>\n<p id=\"absatz14\" class=\"em_text\">Die von der Pflegeversicherung gezahlten Rentenbeitr\u00e4ge f\u00fcr pflegende Angeh\u00f6rige, die nicht berufst\u00e4tig sind, werden gek\u00fcrzt. Die Folge sind geringere Rentenzahlungen im Alter.<\/p>\n<p>K\u00fcrzung bei Entlastungsbetr\u00e4gen<\/p>\n<p id=\"absatz15\" class=\"em_text\">Im Pflegegrad 1 wird der sogenannte Entlastungsbetrag von 131 Euro gestrichen. In den Pflegegraden 2 und 3 wird das Entlastungsbudget in den ersten drei Monaten halbiert. Im Gegenzug soll es eine bessere Pflegeberatung geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Pflegeversicherung wird in den kommenden beiden Jahren mit einem Defizit von \u00fcber 22 Milliarden Euro gerechnet.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1071192,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[31,29,30,13,96028,732,730,1611,2379,2377,1608,2378,198343,89142,164252,22596,1613,14,15,36257,118342,125044,26756,12,10123,10,8,9,11],"class_list":["post-1071191","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-cdu","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-heimbewohner","tag-label_frei","tag-label_grafik","tag-label_informiere-mich","tag-label_push","tag-label_startseite","tag-label_top-news","tag-label_umfrage","tag-meta_artikelklasse_aboanker","tag-meta_copyrights_rnd","tag-meta_eo_zusammenfassung","tag-meta_themen_politik","tag-meta_userneeds_informieremich","tag-nachrichten","tag-news","tag-nina-warken","tag-pflegegrad","tag-pflegereform","tag-pflegeversicherung","tag-schlagzeilen","tag-serie_nlmittagsnotiz","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1071191"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071191\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1071192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1071191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1071191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1071191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}