{"id":1071269,"date":"2026-06-05T07:48:20","date_gmt":"2026-06-05T07:48:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071269\/"},"modified":"2026-06-05T07:48:20","modified_gmt":"2026-06-05T07:48:20","slug":"dfg-foerdert-forschung-zu-nachhaltiger-chemieproduktion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071269\/","title":{"rendered":"DFG f\u00f6rdert Forschung zu nachhaltiger Chemieproduktion"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Biomasse als alternatives und nachhaltiges Ausgangsmaterial f\u00fcr die Chemieproduktion zum Einsatz kommt, ist sie in ihrer chemischen Zusammensetzung sowie in ihren physikalischen Eigenschaften nicht immer konstant. Au\u00dferdem ist Energie aus erneuerbaren Quellen nicht gleichbleibend verf\u00fcgbar. Das stellt die chemische Verfahrenstechnik, die mit derartigen Schwankungen bislang nicht umgehen musste, vor neue Herausforderungen. W\u00e4hrend petrochemische Prozesse traditionell f\u00fcr einen einzigen Betriebspunkt optimiert sind, werden k\u00fcnftig zirkul\u00e4re Prozesse ben\u00f6tigt, die Fluktuationen bew\u00e4ltigen und eine hohe Leistung \u00fcber einen breiten Betriebsbereich gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Von der Punktoptimierung zur Prozesstoleranz<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIm Graduiertenkolleg werden wir diesen Paradigmenwechsel in der chemischen Verfahrenstechnik mitgestalten und tolerante Prozesse entwickeln, die robust und flexibel gegen\u00fcber Ver\u00e4nderungen in den Betriebsbedingungen sind\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Hannsj\u00f6rg Freund, Professor f\u00fcr Reaktionstechnik und Katalyse an der Fakult\u00e4t Bio- und Chemieingenieurwesen (BCI) sowie Sprecher von TALENT. Eine erh\u00f6hte Toleranz verringert in der Regel die Effizienz eines Prozesses. Die \u00dcberwindung dieses sogenannten Toleranz-Effizienz-Dilemmas ist daher das \u00fcbergeordnete Ziel von TALENT. Das Akronym steht dabei f\u00fcr \u201eTolerant, Nachhaltig, Effizient: \u00dcberwindung des Toleranz-Effizienz-Dilemmas f\u00fcr robuste und flexible (bio)chemische Prozesse der Zukunft\u201c.<\/p>\n<p>In der ersten F\u00f6rderphase werden insgesamt 18 Doktorand*innen an dieser Transformation forschen. In innovativen Projekten \u2013 zum Beispiel zur Umwandlung von Pflanzenbiomasse zu Plattformchemikalien oder zur Verwertung von industriellen Reststoffstr\u00f6men \u2013 werden sie die Herausforderungen auf verschiedenen Prozessebenen angehen. Die im GRK entwickelten Methoden werden auf andere Prozesse \u00fcbertragbar sein und k\u00f6nnen zu einer nachhaltigen und zirkul\u00e4ren chemischen Industrie beitragen.<\/p>\n<p><strong>Forschungsstarkes Umfeld<\/strong><\/p>\n<p>TALENT ist an der Fakult\u00e4t BCI angesiedelt, deren Arbeitsgruppen an den Schnittstellen von Chemie, Biologie, Chemie- und Bioingenieurwesen sowie Verfahrenstechnik forschen. Die Promovierenden profitieren davon, dass die Wissen\u00adschaft\u00adler*innen bereits seit vielen Jahren eng kooperieren und gemeinsam Methoden sowie ingenieurwissenschaftliche Werkzeuge entwickeln und diese anwenden. Au\u00dferdem k\u00f6nnen die Early Career Researchers die Laborinfrastruktur von CALEDO an der TU Dortmund nutzen. Der Forschungsbau wurde Ende 2025 er\u00f6ffnet und bietet optimale Bedingungen f\u00fcr die Forschung zum Design und innovativen Einsatz von Fl\u00fcssigphasen f\u00fcr umweltfreundliche und neuartige Verfahren in der Chemie und Biotechnologie. Zudem gibt es Synergien des neuen Graduiertenkollegs mit gro\u00dfen internationalen Verbundprojekten: Seit 2012 sind BCI-Wissen\u00adschaft\u00adler*innen an der Forschung im Exzellenzcluster RESOLV auf dem Gebiet der L\u00f6sungsmittelchemie beteiligt und seit 2022 am Research Center Chemical Sciences and Sustainability. In diesem b\u00fcndeln die Partner der Universit\u00e4tsallianz Ruhr ihre internationale Spitzenforschung zum molekularen Verst\u00e4ndnis von chemischen Reaktionen, Prozessen und Produkten.<\/p>\n<p>Neben dem Sprecher Prof. Hannsj\u00f6rg Freund sind sieben weitere Forschende der BCI als Projektleiter*innen am neuen GRK beteiligt: Dr. Marion B\u00f6rnhorst (Reaktionstechnik und Katalyse), Prof. Alba Di\u00e9guez Alonso (Transportprozesse), Prof. Norbert Kockmann (Apparatedesign), Prof. Sergio Lucia (Process Automation Systems), Prof. Stephan L\u00fctz (Bioprozesstechnik), Dr. Thomas Seidensticker (Technische Chemie) sowie Dr. Lea Winand (Technische Biologie).<\/p>\n<p><strong>Ansprechperson f\u00fcr R\u00fcckfragen:<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn Biomasse als alternatives und nachhaltiges Ausgangsmaterial f\u00fcr die Chemieproduktion zum Einsatz kommt, ist sie in ihrer chemischen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1071270,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1833],"tags":[228147,222978,3364,3831,29,75476,217,109904,6586,30,64149,228144,228145,228146,1209,228148,11373,20239],"class_list":["post-1071269","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-dortmund","tag-biobasierte-rohstoffe","tag-chemische-industrie","tag-de","tag-deutsche-forschungsgemeinschaft","tag-deutschland","tag-dfg","tag-dortmund","tag-fakultaet-bio-und-chemieingenieurwesen","tag-forderung","tag-germany","tag-graduiertenkolleg","tag-grk","tag-grk-3199","tag-nachhaltiger-chemieproduktion","tag-nordrhein-westfalen","tag-prof-hannsjoerg-freund","tag-talent","tag-tu-dortmund"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116696403961373225","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1071269"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071269\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1071270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1071269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1071269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1071269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}