{"id":107167,"date":"2025-05-13T11:13:10","date_gmt":"2025-05-13T11:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/107167\/"},"modified":"2025-05-13T11:13:10","modified_gmt":"2025-05-13T11:13:10","slug":"krieg-gegen-die-ukraine-ultimatum-abgelaufen-wie-geht-es-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/107167\/","title":{"rendered":"Krieg gegen die Ukraine: Ultimatum abgelaufen &#8211; wie geht es weiter?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>faq<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 13.05.2025 13:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Das Ultimatum an Russland f\u00fcr eine Waffenruhe ist verstrichen. Was sind nun die Folgen? Und was hat es mit dem Treffen am Donnerstag in Istanbul auf sich? Ein \u00dcberblick \u00fcber das aktuelle diplomatische Ringen um einen Frieden in der Ukraine. <\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit einem diplomatischen Vorsto\u00df hatten die Ukraine und ihre europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten Ende vergangener Woche versucht, Moskau unter Druck zu setzen, einen Waffenstillstand zu akzeptieren. Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Polen hatten bei einem Treffen in Kiew am Samstag eine 30-t\u00e4gige, vollst\u00e4ndige und bedingungslose Waffenruhe ab Montag als Voraussetzung f\u00fcr Friedensgespr\u00e4che genannt. <\/p>\n<p>Sollte Russland bis Mitternacht in der Nacht zu heute nicht mit den Kampfhandlungen aufh\u00f6ren, w\u00fcrde es Konsequenzen geben. Auch die US-Regierung forderte eine 30-t\u00e4gige Waffenruhe.<\/p>\n<p>Die Ukraine erkl\u00e4rte sich zu der Waffenruhe bereit. Russland wies das Ultimatum jedoch zur\u00fcck. Mittlerweile ist die Frist abgelaufen, und Russland greift die Ukraine weiterhin an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit Ablauf der Frist gibt es keine offizielle Reaktion aus Europa. In der urspr\u00fcnglichen Forderung nach einer Waffenruhe der europ\u00e4ischen Staaten vom Freitag hie\u00df es: &#8222;Solange Russland nicht einem endg\u00fcltigen Waffenstillstand zustimmt, werden wir unseren Druck auf die russische Kriegsmaschinerie erh\u00f6hen.&#8220;<\/p>\n<p>Bundeskanzler Friedrich Merz erkl\u00e4rte sp\u00e4ter, die Europ\u00e4ische Union bereite ein Sanktionspaket vor. Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul sagte am Montag, aus dem US-Senat k\u00e4men bereits \u00e4hnliche Signale. Wadephul erkl\u00e4rte zudem, die Bundesregierung werde nicht z\u00f6gern, der Ukraine auch weitere Waffen zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat die EU 16 Sanktionspakete gegen Russland auf den Weg gebracht, derzeit wird ein 17. vorbereitet. Vorschl\u00e4ge der Europ\u00e4ischen Kommission sehen eine weitere Versch\u00e4rfung des Vorgehens gegen die sogenannte russische Schattenflotte f\u00fcr den Transport von \u00d6l und \u00d6lprodukten vor. Zudem ist geplant, Dutzende weitere Unternehmen ins Visier zu nehmen, die an der Umgehung von bestehenden Sanktionen beteiligt sind oder die russische R\u00fcstungsindustrie unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die neuen Sanktionen sollen aber deutlich \u00fcber diese bisher bekannten Pl\u00e4ne hinausgehen. Als unwahrscheinlich gilt, dass die EU an das eingefrorene russische Verm\u00f6gen in den Mitgliedstaaten gehen wird. Der ukrainische Au\u00dfenminister Andrii Sybiha schrieb auf X, er habe mit europ\u00e4ischen Ministern m\u00f6gliche Schritte gegen Russland er\u00f6rtert, darunter neue Sanktionen gegen den russischen Banken- und Energiesektor und die russische Zentralbank. Einzelheiten sind aber noch unklar.<\/p>\n<p>Mit Blick auf eine m\u00f6gliche EU-Entscheidung \u00fcber weitere Sanktionen gegen Russland verwies Wadephul heute auf den kommenden Donnerstag und ein m\u00f6gliches Treffen zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Nacht zu Sonntag hatte Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin sein Gegenangebot zu der Forderung nach einer Waffenruhe verk\u00fcndet: Direkte Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew in Istanbul. Die Gespr\u00e4che sollten noch an diesem Donnerstag ohne Vorbedingungen beginnen.<\/p>\n<p>Daraufhin erkl\u00e4rte der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj dann \u00fcberraschend: &#8222;Ich werde am Donnerstag auf Putin in der T\u00fcrkei warten, pers\u00f6nlich.&#8220;<\/p>\n<p>Kurz vor der Einwilligung Selenskyjs hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump ihn \u00fcber seine Online-Plattform Truth Social aufgefordert, dem Vorschlag Putins zuzustimmen &#8211; trotz seiner vorherigen Forderung nach einer Waffenruhe. Trump k\u00fcndigte dann auch an, er werde vielleicht bei den Gespr\u00e4chen in der T\u00fcrkei dabei sein &#8211; was von Selenskyj begr\u00fc\u00dft wurde. <\/p>\n<p>Russland hat allerdings noch nicht erkl\u00e4rt, ob und auf welcher Ebene es an den Gespr\u00e4chen teilnehmen wird. Eine Reaktion auf Selenskyjs Vorschlag blieb lange aus. Kremlsprecher Dmitri Peskow erkl\u00e4rte aber zuletzt, dass Putin seinen Vorschlag f\u00fcr Gespr\u00e4che in der T\u00fcrkei &#8222;ernst meine&#8220;. Heute teilte das russische Au\u00dfenministerium dann mit, Au\u00dfenminister Sergej Lawrow habe mit seinem t\u00fcrkischen Amtskollegen Hakan Fidan \u00fcber Putins Vorschlag f\u00fcr Gespr\u00e4che mit der Ukraine telefoniert. Weitere Details wurden nicht bekannt.<\/p>\n<p>Falls Russland auf das Gespr\u00e4chsangebot Selenskyjs nicht eingehen sollte, drohte Au\u00dfenminister Wadephul Moskau heute erneut mit weiteren Schritten. Es werde in diesem Fall &#8222;auch Konsequenzen geben&#8220;.<\/p>\n<p>Selenskyj ist anscheinend weiterhin zu einem Treffen bereit &#8211; auch ohne eine vorherige Waffenruhe. Allerdings wolle er nur mit Putin direkt sprechen, nicht mit anderen Vertretern Russlands. Dies teilt ein Berater Selenskyjs der Nachrichtenagentur Reuters mit. Viele Beobachter gehen davon aus, dass Putin doch nicht bereit ist, Selenskyj zu treffen &#8211; und dass stattdessen Gespr\u00e4che auf der Ebene von Sondergesandten stattfinden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas ist noch unklar. Putin sagte zwar, es solle keine Vorbedingungen geben. Sp\u00e4ter erkl\u00e4rte sein au\u00dfenpolitischer Berater Juri Uschakow allerdings, dass Russland ein Grundger\u00fcst an Forderungen habe. So sollen einerseits die Ergebnisse der vorherigen Verhandlungsrunde aus dem Jahr 2022 &#8211; ebenfalls in Istanbul &#8211; ber\u00fccksichtigt werden, andererseits die Entwicklungen an der Front seither. <\/p>\n<p>Im Entwurf eines Abkommens von 2022 sollte die Ukraine auf den NATO-Beitritt verzichten. Die Unterzeichnung scheiterte schlie\u00dflich auch daran, dass Russland zwar Garantiemacht f\u00fcr die Sicherheit der Ukraine sein wollte, selbst aber ein Vetorecht gegen das Eingreifen anderer Staaten wie der USA oder Gro\u00dfbritanniens forderte. Damit w\u00e4re die Ukraine in v\u00f6llige Abh\u00e4ngigkeit vom guten Willen im Kreml geraten.<\/p>\n<p>Seitdem hat Russland sich in keiner Weise verhandlungsbereit gezeigt und beharrt auf den Maximalforderungen, die es seit Beginn seiner Invasion in die Ukraine erhebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"faq Stand: 13.05.2025 13:08 Uhr Das Ultimatum an Russland f\u00fcr eine Waffenruhe ist verstrichen. 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