{"id":1071727,"date":"2026-06-05T12:05:16","date_gmt":"2026-06-05T12:05:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071727\/"},"modified":"2026-06-05T12:05:16","modified_gmt":"2026-06-05T12:05:16","slug":"muenchen-wie-vermeide-ich-gefaehrliche-situationen-in-u-bahn-bus-und-tram","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1071727\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Wie vermeide ich gef\u00e4hrliche Situationen in U-Bahn, Bus und Tram?"},"content":{"rendered":"<p>Ich erinnere mich noch gut an die Situation neulich: Ein Mann liegt an der Tramstation auf dem Boden. Soll ich weitergehen? Oder braucht er Hilfe? Ich bin froh, dass andere Passanten sich um ihn k\u00fcmmern, einen Krankenwagen rufen. Manchmal gibt es diese Situationen, in denen ich einfach nicht wei\u00df, was ich tun soll.<\/p>\n<p>Martin Marino sagt: Es ist nie verkehrt, jemanden zu fragen, ob er oder sie Hilfe braucht. Und: Man ist nie alleine. Es gibt fast immer andere Fahrg\u00e4ste, die man sich als Verb\u00fcndete dazuholen kann \u2013 aber nicht, indem man einfach mal in den Waggon reinruft, ob jemand helfen kann, sondern die Leute gezielt anspricht. \u201eEntschuldigung, ich glaube, der Herr da hinten ben\u00f6tigt Hilfe. K\u00f6nnten Sie kurz mitkommen?\u201c So kann sich niemand wegducken. Und zusammen f\u00fchlt man sich meistens besser als alleine.<\/p>\n<p>In U-Bahn, Bus und Tram oder in der S-Bahn kann es aber leider noch zu weitaus gef\u00e4hrlicheren Situationen kommen. Was, wenn zwei aufeinander losgehen? Ich habe das einmal erlebt. Zwei M\u00e4nner haben sich angeschrien, sich geschubst, pl\u00f6tzlich waren die F\u00e4uste in den Gesichtern. Und ich? Sa\u00df ein paar Pl\u00e4tze weiter und habe einfach nur gehofft, dass es vorbei geht und nichts Schlimmes passiert. Getan habe ich nichts. Einerseits wollte ich nicht selbst hineingeraten. Zum anderen war da die gro\u00dfe Angst, etwas falsch zu machen.<\/p>\n<p>Offenbar bin ich nicht der Einzige, dem es so geht. Eine Freundin hat mir mal erz\u00e4hlt, dass sie nach dem Oktoberfest von einem Betrunkenen auf extrem widerliche Art und Weise bel\u00e4stigt worden ist. Sie selbst war wie gel\u00e4hmt, in einer Art Schockstarre. Geholfen hat ihr niemand. Der Typ ist nach ein paar Stationen ausgestiegen. Aber noch heute denkt sie daran, wenn sie im \u00d6PNV unterwegs ist \u2013 erst recht w\u00e4hrend der Wiesn.<\/p>\n<p>Auch hier gilt laut Martin Marino: Keinesfalls sollte man alleine dazwischengehen. Und er hat noch einen Tipp, der meinem Gerechtigkeitsgef\u00fchl widerstrebt, aber sinnvoll klingt, wenn man sich selbst nicht in Gefahr bringen will: Anstatt auf den T\u00e4ter loszugehen und ihn wegzuschubsen, sollte man die Betroffenen zur Seite nehmen \u2013 und bei ihnen bleiben. \u201eDann sind sie nicht alleine\u201c, erkl\u00e4rt Marino. Dem Angreifer gew\u00e4hre ich dann vielleicht einen Raum, der ihm meiner Meinung nach nicht zusteht. Aber \u00fcber allem steht f\u00fcr Marino und Jens Habben von der Bundespolizei die Sicherheit.<\/p>\n<p>Ich bin gespannt, wie ich mit diesen Tipps im Hinterkopf das n\u00e4chste Mal reagieren werde. Wie ich eingreifen sollte, wei\u00df ich jetzt, zumindest theoretisch. Die gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit aber bleibt f\u00fcr mich wahrscheinlich das Wann. Ich habe Angst, zu heftig zu reagieren und am Ende vielleicht eine kritische Situation heraufzubeschw\u00f6ren anstatt zu deeskalieren. Dabei ist das ja eigentlich Quatsch. Da war Marinos Botschaft eindr\u00fccklich: Kaum etwas ist schlimmer als nichts zu tun, wenn wir das Gef\u00fchl haben, da stimmt was nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ich erinnere mich noch gut an die Situation neulich: Ein Mann liegt an der Tramstation auf dem Boden.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1071728,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[48870,21005,772,29,30,14736,11306,1268,2176,3877,3931,53795],"class_list":["post-1071727","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-ffentlicher-nahverkehr","tag-pnv","tag-bayern","tag-deutschland","tag-germany","tag-leben-und-gesellschaft-in-mnchen","tag-mnchen","tag-muenchen","tag-mvg","tag-sddeutsche-zeitung","tag-sicherheit","tag-verkehr-in-mnchen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116697414205311086","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071727","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1071727"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071727\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1071728"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1071727"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1071727"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1071727"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}