{"id":107327,"date":"2025-05-13T12:41:08","date_gmt":"2025-05-13T12:41:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/107327\/"},"modified":"2025-05-13T12:41:08","modified_gmt":"2025-05-13T12:41:08","slug":"cdu-ringt-um-neue-haltung-zur-linkspartei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/107327\/","title":{"rendered":"CDU ringt um neue Haltung zur Linkspartei"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 13.05.2025 14:36 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Eigentlich darf die CDU nicht mit der Linkspartei zusammenarbeiten, die Partei hat sich einen Unvereinbarkeitsbeschluss auferlegt. Doch die neuen Mehrheitsverh\u00e4ltnisse im Bundestag bringen die CDU in eine Zwickm\u00fchle.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie CDU debattiert, wie ein k\u00fcnftiger Umgang mit der Linkspartei aussehen k\u00f6nnte. Die Christdemokraten haben 2018 einen Unvereinbarkeitsbeschluss getroffen, der eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausschlie\u00dft. Doch ohne die erstarkte linke Partei &#8211; oder die AfD &#8211; gibt es keine Zweidrittelmehrheit mehr im Parlament.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchon vor seiner Wahl zum Bundeskanzler vergangene Woche war Friedrich Merz auf die Linkspartei angewiesen. Denn der notwendige zweite Wahlgang, nach Merz&#8216; Scheitern im ersten, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/kanzlerwahl-merz-zweiter-wahlgang-100.html\" title=\"Zweiter Durchgang der Kanzlerwahl noch heute - Merz tritt erneut an\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">musste per Zweidrittelmehrheit beschlossen werden<\/a>. Weil man nicht von der AfD abh\u00e4ngig sein wollte, sprach sich Schwarz-Rot nicht nur mit den Gr\u00fcnen, sondern auch mit der Linkspartei ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch die CDU lehnt in einem Parteitagsbeschluss &#8222;Koalitionen und \u00e4hnliche Formen der Zusammenarbeit&#8220; mit der AfD wie mit der Linken ab. Nun melden sich immer mehr Christdemokraten, die ein \u00dcberdenken der bisherigen Haltung fordern.<\/p>\n<p>    Prien fordert &#8222;weniger Dogmatismus&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nCDU-Vizechefin und Bundesfamilienministerin Karin Prien warnt ihre Partei vor Dogmatismus. &#8222;Unsere Zeit verlangt von allen demokratischen Kr\u00e4ften in Deutschland mehr Ambiguit\u00e4tstoleranz und weniger Dogmatismus&#8220;, <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/cdu-und-linke--diese-debatte-koennte-die-brandmauer-zur-afd-einreissen-35715856.html\" title=\"stern.de: Warum diese CDU-Debatte auch die Brandmauer einrei\u00dfen kann\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">sagte Prien dem Magazin Stern<\/a>. Die Union m\u00fcsse &#8222;pragmatisch abw\u00e4gen&#8220; und &#8222;die Stabilit\u00e4t der demokratischen Institutionen&#8220; im Blick haben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLinkspartei und AfD st\u00fcnden zwar im fundamentalen Gegensatz zur Union, aber sie unterschieden sich genauso fundamental. &#8222;Die AfD ist die Partei des Rechtsextremismus, sie ist eine Gefahr f\u00fcr unsere liberale Demokratie&#8220;, sagte Prien. Die Linke sei das jedoch nicht.<\/p>\n<p>    Ministerpr\u00e4sidenten f\u00fcr \u00d6ffnung zur Linken<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU), dessen Landeskabinett Prien bis vor kurzem angeh\u00f6rte, hatte sich bereits mehrfach f\u00fcr eine \u00d6ffnung zur Linkspartei ausgesprochen, zuletzt beim Thema Reform der Schuldenbremse. &#8222;Die CDU\/CSU wird mit den Linken \u00fcber eine Reform der Schuldenbremse sprechen m\u00fcssen &#8211; so wie mit den Gr\u00fcnen auch&#8220;, hatte G\u00fcnther dem Tagesspiegel gesagt. Wie auch Prien argumentiert G\u00fcnther, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/guenther-linke-afd-100.html\" title=\"CDU-Ministerpr\u00e4sident G\u00fcnther f\u00fcr offeneren Umgang mit Linkspartei\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">man k\u00f6nne Linke und AfD nicht gleichsetzen<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Th\u00fcringens Ministerpr\u00e4sident Mario Voigt forderte in Bezug auf die Linke Pragmatismus. &#8222;Bei schwierigen Mehrheitsverh\u00e4ltnissen gilt es, mit Umsicht abzuw\u00e4gen und pragmatisch zu handeln.&#8220; Der CDU-Politiker sagte dem Stern: &#8222;Mit einer Partei, die nicht wie die AfD auf einen Systemsturz hinarbeitet, kann die CDU jenseits aller grunds\u00e4tzlichen Differenzen parlamentarische Absprachen aus staatspolitischer Verantwortung treffen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVoigt ist in Th\u00fcringen auf die Opposition, zu der die Linkspartei dort geh\u00f6rt, angewiesen, weil seine Koalition mit SPD und BSW keine eigene Mehrheit hat.<\/p>\n<p>    Linnemann bleibt bei Nein zu Kooperation<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nCDU-Generalsekret\u00e4r Carsten Linnemann bleibt bei seinem strikten Nein zu einer Kooperation. &#8222;F\u00fcr mich kann es keine politische Zusammenarbeit mit der Linkspartei geben, solange dort extremistische Gruppen mitmachen&#8220;, sagte er dem Stern. Der Unvereinbarkeitsbeschluss sei gut so, wie er ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit Blick auf die Antisemitismus-Definition der Linken, die gerade erst auf einem <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/linke-parteitag-154.html\" title=\"Parteitag der Linken: Neuer Klassenkampf und alte Konfliktlinien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Parteitag<\/a> beschlossen worden war, sagte Linnemann: &#8222;Die uns\u00e4gliche Verharmlosung von Antisemitismus auf dem Parteitag hat die Linken noch extremer von der CDU entfernt als ohnehin schon.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnterst\u00fctzung f\u00fcr diese Haltung erhielt Linnemann vom Chef der Hamburger Landesgruppe im Bundestag, Christoph Plo\u00df. &#8222;Sp\u00e4testens seit dem Antisemitismus-Skandal vom vergangenen Wochenende sollte auch jedem Gutgl\u00e4ubigen klar sein: Mit der Linkspartei darf es keine normale Zusammenarbeit geben&#8220;, sagte der CDU-Politiker.<\/p>\n<p>    &#8222;Antib\u00fcrgerlich, antikapitalistisch und antisemitisch&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo sieht es auch der neue Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Hoffmann. &#8222;Die Linke ist antib\u00fcrgerlich, antikapitalistisch und antisemitisch&#8220;, sagte der CSU-Landesgruppenchef, der den neuen Innenminister Alexander Dobrindt auf diesem Posten abgel\u00f6st hat. Er halte es f\u00fcr &#8222;besch\u00e4mend&#8220;, was die Linke am Wochenende auf ihrem Parteitag f\u00fcr ein Bild abgegeben habe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Linkspartei hatte sich bei ihrem Parteitag der umstrittenen sogenannten Jerusalemer Erkl\u00e4rung angeschlossen, die den Antisemitismus-Begriff enger fasst als die weit verbreitete Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), insbesondere im Umgang mit dem Staat Israel.<\/p>\n<p>    Frei: &#8222;Etwas undeutlich ausgedr\u00fcckt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNach der Wahl von Merz hatte<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/cdu-linke-unvereinbarkeitsbeschluss-100.html\" title=\"\u00c4ndert die CDU ihr Verh\u00e4ltnis zur Linkspartei?\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Kanzleramtschef Thorsten Frei <\/a>erkl\u00e4rt, die Union werde &#8222;dar\u00fcber zu sprechen haben&#8220;, wie die Zusammenarbeit mit der Linkspartei k\u00fcnftig aussehen k\u00f6nne. Man sei in einer Situation, &#8222;wo wir die eine oder andere Frage neu bewerten m\u00fcssen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDiese \u00c4u\u00dferung hatte f\u00fcr Kritik innerhalb der Union gesorgt. Sp\u00e4ter hatte Frei sich anders ge\u00e4u\u00dfert. Er schloss eine &#8222;politische Zusammenarbeit&#8220; mit der Linkspartei kategorisch aus und verwies auf den Unvereinbarkeitsbeschluss. Er kenne keine Bestrebungen, das zu \u00e4ndern &#8211; dies k\u00f6nne ohnehin nur ein Bundesparteitag tun. &#8222;Ich wei\u00df von niemandem, der das will&#8220;, so Frei.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr habe sich zuvor &#8222;etwas undeutlich ausgedr\u00fcckt&#8220;, stattdessen sei es ihm um die &#8222;formelle Frage&#8220; gegangen, wie im Bundestag angesichts der neuen Mehrheitsverh\u00e4ltnisse eine Zweidrittelmehrheit m\u00f6glich sei. Denn ohne &#8222;Einbeziehung der R\u00e4nder&#8220;, also AfD und Linkspartei, sei dies &#8211; so auch bei der j\u00fcngst f\u00fcr die Kanzlerwahl notwendigen \u00c4nderung der Gesch\u00e4ftsordnung &#8211; nicht mehr m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 13.05.2025 14:36 Uhr Eigentlich darf die CDU nicht mit der Linkspartei zusammenarbeiten, die Partei hat sich einen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":107328,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,31,3364,29,536,30,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-107327","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-cdu","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-die-linke","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114500579048418725","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=107327"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107327\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/107328"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=107327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=107327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}