{"id":1073413,"date":"2026-06-06T04:21:14","date_gmt":"2026-06-06T04:21:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1073413\/"},"modified":"2026-06-06T04:21:14","modified_gmt":"2026-06-06T04:21:14","slug":"chips-act-2-0-eu-plant-120-milliarden-fuer-3-nanometer-fertigung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1073413\/","title":{"rendered":"Chips Act 2.0: EU plant 120 Milliarden f\u00fcr 3-Nanometer-Fertigung"},"content":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission pr\u00e4sentiert ein Ma\u00dfnahmenpaket zur St\u00e4rkung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t mit Fokus auf Cloud, KI und Halbleiterproduktion.<\/p>\n<p>Juni ein umfassendes Ma\u00dfnahmenpaket vorgestellt, das Europas Abh\u00e4ngigkeit von externen Technologieanbietern drastisch reduzieren soll. Derzeit importiert die Europ\u00e4ische Union mehr als 80 Prozent ihrer digitalen Produkte und produziert gerade einmal zehn Prozent der weltweiten Halbleiter. Das neue \u201eEurop\u00e4ische Technologie-Souver\u00e4nit\u00e4tspaket&#8220; soll diese Schieflage korrigieren.<\/p>\n<p>Cloud und KI: Milliarden f\u00fcr digitale Infrastruktur<\/p>\n<p>Das Herzst\u00fcck des Pakets ist der <strong>Cloud and AI Development Act (CADA)<\/strong>. Er sieht vor, die Rechenzentrumskapazit\u00e4ten der EU innerhalb von f\u00fcnf bis sieben Jahren zu verdreifachen. Die gesch\u00e4tzten Investitionen belaufen sich auf rund 200 Milliarden Euro \u2013 genug, um den prognostizierten Bedarf bis 2035 zu decken.<\/p>\n<p>Anzeige: Wer die 120 Milliarden des Chips Act 2.0 f\u00fcr sein Unternehmen nutzen will, findet in diesem Report die wichtigsten Hebel \u2013 von F\u00f6rdermittel-Checkliste bis Fast-Track-Genehmigung. <strong><a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/eu-120-mrd-chips-act-20-3-nanometer-fertigung-2200?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_954559:Topic_digital_transformation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=2200\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Strategie-Report anfordern<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Besonders brisant: Ein neues vierstufiges Sicherheitssystem f\u00fcr \u00f6ffentliche Ausschreibungen. Auf den h\u00f6chsten Stufen m\u00fcssen Anbieter nachweisen, dass sie in EU-Besitz sind, europ\u00e4isches Personal besch\u00e4ftigen und unabh\u00e4ngig von Rechtsordnungen au\u00dferhalb der EU agieren. Das ist eine klare Ansage an US-Konzerne, deren Dienste bislang oft unter den US Cloud Act fallen \u2013 und damit sensible Daten aus Gesundheit, Finanzen oder Justiz potenziell US-Beh\u00f6rden zug\u00e4nglich machen.<\/p>\n<p>Die Mitgliedstaaten m\u00fcssen innerhalb eines Jahres nationale Cloud- und KI-Strategien vorlegen. Zudem ist jeder Staat verpflichtet, mindestens eine <strong>Data Center Acceleration Zone<\/strong> auszuweisen, um den Bau neuer Rechenzentren zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Chips Act 2.0: Der Kampf um die 3-Nanometer-Fertigung<\/p>\n<p>Mit dem <strong>Chips Act 2.0<\/strong> will Br\u00fcssel die Halbleiterproduktion auf ein neues Niveau heben. Das Ziel: bis 2035 insgesamt 120 Milliarden Euro an Investitionen mobilisieren. Im Fokus steht die <strong>3-Nanometer-Technologie<\/strong> \u2013 derzeit das Ma\u00df der Dinge f\u00fcr Hochleistungschips. Einem Bericht zufolge ist eine Investition von 30 Milliarden Euro f\u00fcr eine entsprechende Fabrik geplant.<\/p>\n<p>Um die Produktion zu beschleunigen, f\u00fchrt das Gesetz ein <strong>Fast-Track-Verfahren<\/strong> ein: Neue Chipfabriken sollen in maximal zw\u00f6lf Monaten genehmigt werden. Ein neues Monitoring- und Krisenreaktionssystem soll Lieferketten absichern \u2013 Unternehmen, die bei Lieferengp\u00e4ssen keine Auskunft geben, drohen Strafen von bis zu 300.000 Euro.<\/p>\n<p>Der Zeitdruck ist enorm: KI-Chips werden Prognosen zufolge bis 2030 mehr als 70 Prozent des globalen Halbleitermarktes ausmachen. Die bisherigen Bem\u00fchungen waren durchwachsen \u2013 die geplante Intel-Fabrik in Magdeburg wurde bekanntlich gestrichen. Der neue Ansatz setzt daher auf ein <strong>\u00d6kosystem-Modell<\/strong> und Exzellenz-Label f\u00fcr Halbleiterregionen.<\/p>\n<p>Open Source als strategisches Gut<\/p>\n<p>Die neue <strong>EU-Open-Source-Strategie<\/strong> verfolgt das Prinzip \u201e\u00d6ffentliches Geld f\u00fcr \u00f6ffentlichen Code&#8220;. Mit \u00fcber drei Millionen Open-Source-Entwicklern in Europa sieht die Kommission darin ein strategisches Infrastruktur-Asset. K\u00fcnftig soll bei \u00f6ffentlichen Ausschreibungen bevorzugt auf quelloffene L\u00f6sungen gesetzt werden.<\/p>\n<p>Im Energiesektor f\u00fchrt die <strong>Strategische Roadmap f\u00fcr Digitalisierung und KI<\/strong> ein Nachhaltigkeits-Rating f\u00fcr Rechenzentren ein. Ab 2026 wird bewertet, ab 2027 gelten Mindesteffizienzstandards.<\/p>\n<p>Reaktionen: Zwischen Zustimmung und Skepsis<\/p>\n<p>Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> betonte, die EU k\u00f6nne es sich nicht leisten, bei Technologien, die kritische Infrastrukturen wie Krankenh\u00e4user betreiben, von anderen abh\u00e4ngig zu sein. EU-Kommissarin <strong>Henna Virkkunen<\/strong> stellte klar, dass das Paket die F\u00e4higkeit gro\u00dfer US-Cloud-Anbieter einschr\u00e4nken werde, Auftr\u00e4ge f\u00fcr sensible \u00f6ffentliche Ausschreibungen zu gewinnen. Man m\u00fcsse \u201eKill Switches&#8220; vermeiden und sicherstellen, dass Daten in europ\u00e4ischer Jurisdiktion blieben.<\/p>\n<p><strong>Ralf Wintergerst<\/strong>, Pr\u00e4sident des Digitalverbands Bitkom, lobte das Paket als Schritt in die richtige Richtung, mahnte aber zur Eile bei der Umsetzung. Die <strong>CCIA Europe<\/strong>, Lobbyverband der Technologiebranche, warnte hingegen vor Marktfragmentierung und Protektionismus.<\/p>\n<p>Anzeige: Die EU schr\u00e4nkt den Zugriff US-Cloud-Anbieter auf sensible Daten ein \u2013 ein Risiko f\u00fcr Unternehmen, die noch auf US-Infrastruktur setzen. Dieser Report zeigt, wie Sie Ihre Cloud-Souver\u00e4nit\u00e4t in 5 Schritten st\u00e4rken. <strong><a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/eu-120-mrd-chips-act-20-3-nanometer-fertigung-2200?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_954559:Topic_digital_transformation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=2200\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Cloud-Souver\u00e4nit\u00e4ts-Report jetzt sichern<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Achim Wei\u00df<\/strong>, CEO von Ionos, brachte es auf den Punkt: \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t darf nicht mit totaler Autarkie verwechselt werden.&#8220; Europ\u00e4ische Unternehmen w\u00fcrden weiterhin auf internationale Hardware f\u00fcr hochwertige Grafikprozessoren angewiesen sein.<\/p>\n<p>Ausblick: AI Gigafactories und parlamentarisches Verfahren<\/p>\n<p>Bereits im Juli 2026 startet die EU-Kommission einen Aufruf f\u00fcr <strong>\u201eAI Gigafactories&#8220;<\/strong> \u2013 Gro\u00dfrechenzentren speziell f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz. Das gesamte Gesetzespaket geht nun in die Verhandlungen zwischen Europ\u00e4ischem Parlament und Rat. Die endg\u00fcltige Verabschiedung wird f\u00fcr 2027 erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die EU-Kommission pr\u00e4sentiert ein Ma\u00dfnahmenpaket zur St\u00e4rkung der digitalen Souver\u00e4nit\u00e4t mit Fokus auf Cloud, KI und Halbleiterproduktion. 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