{"id":1075541,"date":"2026-06-07T01:29:15","date_gmt":"2026-06-07T01:29:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1075541\/"},"modified":"2026-06-07T01:29:15","modified_gmt":"2026-06-07T01:29:15","slug":"gaza-robert-habeck-kritisiert-israelische-kriegsfuehrung-deutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1075541\/","title":{"rendered":"Gaza: Robert Habeck kritisiert israelische Kriegsf\u00fchrung deutlich"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der ehemalige Vizekanzler <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/robert-habeck\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Robert Habeck<\/a> hat das Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen und im Westjordanland deutlich kritisiert. Bei einer Liveaufzeichnung des ZEIT-Podcasts Das Politikteil im Rahmen der Langen Nacht der ZEIT in Hamburg sagte Habeck, er halte einen sicheren Staat f\u00fcr j\u00fcdisches Leben aus der deutschen Geschichte heraus f\u00fcr zwingend erforderlich. Man m\u00fcsse das Unrecht, das die Regierung von Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu in Gaza und im Westjordanland begehe, aber klar benennen. Die Regierung Netanjahu habe Israel zu einem neuen Staat gemacht, sagte Habeck.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Durch das \u00bbbrutale Vorgehen\u00ab der israelischen Streitkr\u00e4fte als Reaktion auf den Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 sei die Sicherheit Israels nicht gest\u00e4rkt worden, sagte Habeck. In Gaza sei durch die Gewalt so viel Zorn, Widerstand und Verlust entstanden, dass es eines gro\u00dfen Aufbauprogramms bed\u00fcrfe, um das Erstarken einer neuen Generation an Hamas-Terroristen zu verhindern. Es sehe aber nicht danach aus, als w\u00e4re die israelische Regierung an Wiederaufbau interessiert. Nach Vorstellung der Regierung Netanjahu solle Gaza offensichtlich ein gro\u00dfes, ewiges Fl\u00fcchtlingslager bleiben, sagte Habeck.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Habeck war zuletzt als Gastprofessor an der Hebrew University<br \/>\n in Jerusalem engagiert. Seine dortigen Erfahrungen h\u00e4tten ihn dazu bewegt, das Thema anzusprechen, sagte er. Israel sei nat\u00fcrlich bedroht. Aber das rechtfertige nicht, dass die Siedler im Westjordanland mit \u00bbbrutaler Gewalt\u00ab versuchen w\u00fcrden, die Pal\u00e4stinenser aus dem Land zu dr\u00e4ngen. \u00bbDas ist im Grunde Terrorismus, den die Siedler da vornehmen\u00ab, sagte Habeck.\n<\/p>\n<p>            \u00bbWir spielen in der ganzen Region keine Rolle\u00ab            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2025\/42\/7-oktober-2023-hamas-israel-leichen-bergung\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Anschlag der Hamas am 7. Oktober<\/a> gebe es keine Rechtfertigung, sagte Habeck.<br \/>\nEr habe erwartet, dass Israel hart zur\u00fcckschlage. Er habe sich aber zu Beginn nicht vorstellen k\u00f6nnen, dass die<br \/>\nisraelische Regierung \u00bbquasi die Zerst\u00f6rung des gesamten Raumes, wo<br \/>\nPal\u00e4stinenser leben\u00ab, vor Kriegsziele wie die Befreiung der Geiseln oder<br \/>\nSicherheit f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/israel\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Israel<\/a> stellen w\u00fcrde.\n<\/p>\n<p>                            Die Podcastaufzeichnung fand vor Publikum in einem H\u00f6rsaal der Universit\u00e4t Hamburg statt.            \u00a9\u00a0Julia Schwendner f\u00fcr DIE ZEIT<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Habeck r\u00e4umte zugleich ein, dass der deutsche Einfluss auf Israel begrenzt sei. \u00bbWir spielen in der ganzen Region keine Rolle. Niemand h\u00f6rt auf uns, niemand will was von uns.\u00ab Der einzig relevante Deutsche in Israel sei Botschafter Steffen Seibert, dem Habeck attestierte, einen \u00bbfantastischen Job\u00ab zu machen.\n<\/p>\n<p>                                    Kein Comeback geplant            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Habeck hat sich einige Monate nach der Wahlniederlage der Gr\u00fcnen bei der vergangenen Bundestagswahl aus der Politik zur\u00fcckgezogen. Eigentlich sei ihm schon am Tag nach der Wahl klar gewesen, dass seine politische Karriere vorbei sei. Es habe aber intern Forderungen gegeben, dass er bleiben solle. Deshalb habe er einige Zeit versucht, \u00bbmeine L\u00fccke zu finden\u00ab und im Bundestag zu bleiben. Als ihm das nicht gelungen sei,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2025-08\/robert-habeck-legt-bundestagsmandat-nieder\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">habe er sein Bundestagsmandat niedergelegt<\/a>.\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                                        Newsletter<br \/>\n                                        Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. Erhalten Sie zudem freitags das digitale Magazin ZEIT am Wochenende.<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__datapolicy\" hidden=\"\">\n            Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die <a href=\"https:\/\/datenschutz.zeit.de\/zon#Newsletter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> zur Kenntnis.\n        <\/p>\n<p>    Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie Ihr Postfach und best\u00e4tigen Sie das Newsletter-Abonnement.<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Frage, ob seine zuletzt wieder h\u00e4ufiger werdenden \u00f6ffentlichen Auftritte auf ein Comeback in der Politik hindeuten w\u00fcrden, verneinte Habeck. Was er in einem Jahr mache, wisse er noch nicht.\n<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>            Israel        <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/25\/israel-militaerstrategie-gaza-besatzung-abschreckung\" data-ct-label=\"Israelische Milit\u00e4rstrategie: Israels Tr\u00fcmmer-Doktrin\" data-uuid=\"8c2ce412-77b5-4ac9-be9b-b2a82bbd524c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Israelische Milit\u00e4rstrategie:<br \/>\n                        Israels Tr\u00fcmmer-Doktrin<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-06\/israel-libanon-angriff-iran-nahost-analyse\" data-ct-label=\"Libanon: Die Gefahr eines endlosen Krieges\" data-uuid=\"24cff4f8-e73e-4763-ad5d-f30f0e58cfed\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Libanon:<br \/>\n                        Die Gefahr eines endlosen Krieges<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-05\/suedlibanon-israel-angriffe-kampfzone-nahost\" data-ct-label=\"S\u00fcdlibanon: Wie weit wird Israel im Libanon gehen?\" data-uuid=\"56dc534a-ffe9-4f36-957e-54b079bfa63b\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    S\u00fcdlibanon:<br \/>\n                        Wie weit wird Israel im Libanon gehen?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der ehemalige Vizekanzler Robert Habeck hat das Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen und im Westjordanland deutlich kritisiert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1075542,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[29,739,30,13,26106,14,15,16,1178,12,10,8,9,11],"class_list":["post-1075541","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-deutschland","tag-gaza","tag-germany","tag-headlines","tag-kriegsfuehrung","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-robert-habeck","tag-schlagzeilen","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116706237793625204","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1075541","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1075541"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1075541\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1075542"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1075541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1075541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1075541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}