{"id":1076010,"date":"2026-06-07T06:37:19","date_gmt":"2026-06-07T06:37:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1076010\/"},"modified":"2026-06-07T06:37:19","modified_gmt":"2026-06-07T06:37:19","slug":"welthungerhilfe-zu-den-un-klimaverhandlungen-in-bonn-klimakrise-raubt-millionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1076010\/","title":{"rendered":"Welthungerhilfe zu den UN-Klimaverhandlungen in Bonn \/ Klimakrise raubt Millionen &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">07.06.2026 \u2013 07:30<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Deutsche Welthungerhilfe e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/6596\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutsche Welthungerhilfe e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Bonn%252FBerlin\" title=\"News aus Bonn\/Berlin \" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bonn\/Berlin<\/a> (ots)<\/p>\n<p> D\u00fcrren, \u00dcberschwemmungen und extreme Hitze treiben weltweit immer mehr Menschen in den Hunger. Gleichzeitig w\u00e4chst die Sorge vor einem starken Klimaph\u00e4nomen El Ni\u00f1o mit gravierenden Folgen f\u00fcr Ernten und Lebensmittelpreise. Und auch der Irankrieg versch\u00e4rft die globale Ern\u00e4hrungskrise schon jetzt. Vor Beginn der UN-Klimaverhandlungen in Bonn fordert die Welthungerhilfe entschlossene politische Entscheidungen und deutlich mehr \u00f6ffentliche Klimafinanzierung f\u00fcr besonders betroffene L\u00e4nder. &#8222;Die Bonner Klimakonferenz ist ein Lackmustest f\u00fcr die internationale Gemeinschaft und die zentrale Vorbereitung auf die Weltklimakonferenz COP31 im November&#8220;, betont Dunja Krause, Klimaexpertin der Welthungerhilfe. Klimaschocks, gewaltsame Konflikte und Hunger verst\u00e4rken sich gegenseitig. <\/p>\n<p> &#8222;Die Klimakrise ist l\u00e4ngst auch eine Ern\u00e4hrungskrise. Wenn Ernten in Folge von Extremwetterereignissen wie D\u00fcrren und \u00dcberschwemmungen ausfallen, steigen die Lebensmittelpreise und der Hunger nimmt zu. Besonders betroffen sind Menschen im Globalen S\u00fcden, die am wenigsten zur Krise beigetragen haben. Durch einen starken El Ni\u00f1o werden Regenf\u00e4lle und lange D\u00fcrreperioden noch st\u00e4rker ausfallen&#8220;, warnt Dunja Krause. Der Irankrieg zeigt, wie eng fossile Abh\u00e4ngigkeiten und Ern\u00e4hrungssicherheit miteinander verkn\u00fcpft sind. &#8222;Die Blockade der Stra\u00dfe von Hormus hat eine fatale Kettenreaktion angesto\u00dfen. Die hohen Preise f\u00fcr Energie und D\u00fcngemittel lassen die Preise f\u00fcr Lebensmittel enorm ansteigen.&#8220; <\/p>\n<p> Deutschlands Anspruch als Vorreiter im Klimaschutz und verl\u00e4sslicher Partner des Globalen S\u00fcdens muss sich auch im Bundeshaushalt widerspiegeln. &#8222;Bundeskanzler Merz fordert international ambitionierten Klimaschutz ein und will auch weiterhin einen fairen Anteil am internationalen Klimafinanzierungsziel in H\u00f6he von 300 Milliarden leisten. Dann muss die Bundesregierung auch konsequent handeln und in Zukunft deutlich mehr als die sechs Milliarden Euro aus dem \u00f6ffentlichen Haushalt bereitstellen. Gerade bei der Anpassung an den Klimawandel sollte dabei \u00f6ffentlichen Zusch\u00fcssen Vorrang vor Krediten einger\u00e4umt werden. K\u00fcrzungen bei der internationalen Klimafinanzierung oder im Haushalt des Entwicklungsministeriums senden hier das v\u00f6llig falsche Signal&#8220;, betont Krause. Zudem m\u00fcsse der Ausstieg aus fossilen Energien deutlich beschleunigt werden. <\/p>\n<p> Agrar- und Ern\u00e4hrungssysteme sind Treiber der Klimakrise und zugleich Teil der L\u00f6sung. Die Art und Weise, wie Lebensmittel produziert, verteilt und konsumiert werden, verursacht erhebliche Treibhausgasemissionen und ist gleichzeitig besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Klimafolgen. &#8222;Die Umgestaltung von Agrar- und Ern\u00e4hrungssystemen muss zu einer zentralen S\u00e4ule der Klimapolitik werden. Wer Hunger bek\u00e4mpfen will, sollte Landwirtschaft klimaresilient machen und lokale Ern\u00e4hrungssysteme als Ganzes st\u00e4rken &#8211; vom Acker bis zum Teller&#8220;, fordert Krause. &#8222;Dazu geh\u00f6ren besserer Boden- und Wasserschutz, klimaangepasste Anbaumethoden, d\u00fcrretolerantes Saatgut, ein geringerer Einsatz fossiler D\u00fcngemittel und st\u00e4rkere lokale und regionale M\u00e4rkte und Lieferketten&#8220;, unterstreicht Krause. <\/p>\n<p>Klimaexpertin Dunja Krause nimmt an den Verhandlungen auf der Bonner Konferenz ab dem 08. Juni teil und steht f\u00fcr Interviews zur Verf\u00fcgung. <\/p>\n<p><b>Beispiel Somalia: Investitionen in Klimaanpassung zeigen Wirkung<\/b><\/p>\n<p> Wie wichtig fr\u00fchzeitige Investitionen in Klimaresilienz sind, zeigt das Beispiel Somalia. Das Land leidet seit Jahren unter extremen D\u00fcrren, infolgedessen einige Gebiete aktuell sogar vor einer Hungersnot stehen. Nachdem nun erstmals seit \u00fcber einem Jahr wieder leichte Regenf\u00e4lle eingesetzt haben, werden dort erste Erfolge sichtbar, wo die Welthungerhilfe gemeinsam mit somalischen Partnern fr\u00fchzeitig in Boden- und Wasserschutz investiert hat. Gemeinden konnten w\u00e4hrend der Trockenzeit R\u00fcckhalte- und Schutzstrukturen errichten, die das Regenwasser speichern und nutzbar machen. Erste Weidefl\u00e4chen beginnen sich zu erholen und sichern damit Lebensgrundlagen. <\/p>\n<p><b>El Ni\u00f1o erh\u00f6ht das Risiko neuer Extremwetterereignisse<\/b><\/p>\n<p> Diese Ma\u00dfnahmen sind besonders entscheidend, da Prognosen auf die m\u00f6gliche Entwicklung eines starken El Ni\u00f1o noch in diesem Jahr hindeuten. Dadurch k\u00f6nnten sich auch die Niederschlagsmuster in Somalia und anderen Teilen des Horns von Afrika ver\u00e4ndern und &#8211; je nach Region &#8211; sowohl das Risiko von \u00dcberschwemmungen als auch von D\u00fcrren erh\u00f6hen. <\/p>\n<p><b>Klimaanpassung und humanit\u00e4re Hilfe gemeinsam st\u00e4rken<\/b><\/p>\n<p> Der Umgang mit diesen zunehmenden Extremwetterereignissen zeigt: Humanit\u00e4re Hilfe und langfristige Klimaanpassung m\u00fcssen st\u00e4rker zusammengedacht werden. Entscheidend sind dabei fr\u00fchzeitige Investitionen in klimaresiliente Landwirtschaft, lokale Fr\u00fchwarnsysteme und vorausschauende humanit\u00e4re Hilfe, um Gemeinden besser auf drohende Krisen vorzubereiten und widerstandsf\u00e4higer gegen\u00fcber der Klimakrise zu machen. <\/p>\n<p> Zur Einordnung aktueller Prognosen und m\u00f6glicher Auswirkungen eines El Ni\u00f1o auf Ern\u00e4hrungssicherheit und humanit\u00e4re Krisen hat die Welthungerhilfe gemeinsam mit Partnern ein aktuelles Hintergrundbriefing ver\u00f6ffentlicht. <\/p>\n<p> <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/ots.de\/j1KZ9r\">Emerging 2026 El Ni\u00f1o: Potential Implications for Agriculture, Food Security and Anticipatory Action &#8211; Welthungerhilfe<\/a><\/p>\n<p> Weitere Informationen finden Sie auch unter  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"http:\/\/www.welthungerhilfe.de\/presse\">www.welthungerhilfe.de\/presse<\/a><\/p>\n<p>Die <b>Welthungerhilfe<\/b> ist eine der gr\u00f6\u00dften privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabh\u00e4ngig. Sie setzt sich mutig und entschlossen f\u00fcr eine <b>Welt ohne Hunger<\/b> ein. Seit ihrer Gr\u00fcndung am 14.12.1962 wurden 12.777 Auslandsprojekte in rund 72 L\u00e4ndern und Gebieten mit 5,42 Milliarden Euro gef\u00f6rdert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe \u00fcber den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.<\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Herausgeber:<br \/>Deutsche Welthungerhilfe e.V.<\/p>\n<p>Ansprechpartnerinnen:<br \/>Simone Pott<br \/>Pressesprecherin<br \/>Telefon 0228-2288-132<br \/>Mobil 0172-2525962<br \/><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6596\/mailto:simone.pott@welthungerhilfe.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">simone.pott@welthungerhilfe.de<\/a><\/p>\n<p>Assistenz: Isabell Kaluza<br \/>Telefon 030-288749-34<br \/><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6596\/mailto:presse@welthungerhilfe.de\" class=\"uri-mailto\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">presse@welthungerhilfe.de<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener nofollow\" href=\"https:\/\/www.welthungerhilfe.de\">www.welthungerhilfe.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Deutsche Welthungerhilfe e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"07.06.2026 \u2013 07:30 Deutsche Welthungerhilfe e.V. 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