{"id":1076756,"date":"2026-06-07T14:18:15","date_gmt":"2026-06-07T14:18:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1076756\/"},"modified":"2026-06-07T14:18:15","modified_gmt":"2026-06-07T14:18:15","slug":"neue-onkologische-pflegeberatung-begleitet-krebspatientinnen-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1076756\/","title":{"rendered":"Neue onkologische Pflegeberatung begleitet Krebspatient:innen \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Eine Krebsdiagnose ver\u00e4ndert das Leben von einem Tag auf den anderen. Neben der medizinischen Therapie entstehen f\u00fcr viele Betroffene pl\u00f6tzlich ganz praktische Fragen: Wie gehe ich mit Nebenwirkungen um? Was muss ich bei Medikamenten beachten? Welche Unterst\u00fctzung gibt es im Alltag? Um Patient:innen hier noch gezielter zu begleiten, ist am <a href=\"https:\/\/www.uniklinikum-leipzig.de\/einrichtungen\/uccl\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Universit\u00e4ren Krebszentrum Leipzig<\/a> (UCCL) zum 1. Juni ein neues Beratungsangebot gestartet: die \u201eOnkologische Pflegeberatung am UCCL\u201c, kurz OPAL.<\/p>\n<p>\u201eViele Betroffene stehen nach der Diagnose zun\u00e4chst unter Schock\u201c, berichtet Anke Treichel, Teamleiterin der Onkologischen Tagesklinik des Universit\u00e4ren Krebszentrums. \u201eDa geht pl\u00f6tzlich alles sehr schnell. In der Beratung k\u00f6nnen wir die Patientinnen und Patienten noch einmal abholen und gemeinsam Schritt f\u00fcr Schritt schauen, was jetzt wichtig ist.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Mehr Zeit f\u00fcr Fragen und Sorgen<\/p>\n<p>Die neue Sprechstunde wird sowohl im station\u00e4ren als auch im ambulanten Bereich des UCCL angeboten. Ein absolutes Novum von OPAL ist die Beratung und Begleitung von Patient:innen in der medikament\u00f6sen Tumortherapie. Willkommen sind alle Betroffenen, unabh\u00e4ngig davon, ob sie ihre Krebsmedikamente als Tabletten einnehmen oder die Mittel subkutan oder intramuskul\u00e4r erhalten. Speziell qualifizierte Pflegekr\u00e4fte k\u00fcmmern sich um die zahlreichen Fragen, Sorgen und N\u00f6te.\u00a0<\/p>\n<p>\u201eWir haben festgestellt, dass viele Patientinnen und Patienten bestimmte Fragen eher an die Pflege richten\u201c, sagt Janet Hinniger, Advanced Practice Nurse in der Onkologie und Teil des OPAL-Teams. \u201eOft ist die Hemmschwelle uns Pflegekr\u00e4ften gegen\u00fcber niedriger als gegen\u00fcber den \u00c4rzten und das Vertrauensverh\u00e4ltnis sehr eng.\u201c \u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Auch Dr. Elisabeth Wetzel von der Onkologischen Tagesklinik wei\u00df: \u201eManche Patientinnen und Patienten erz\u00e4hlen der Pflege Dinge, die sie im Arztgespr\u00e4ch gar nicht angesprochen haben\u201c, sagt die Ober\u00e4rztin. \u201eDeshalb ist diese zus\u00e4tzliche Betreuung so wichtig.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>In der OPAL-Sprechstunde k\u00f6nnen nicht nur medizinische Fragen besprochen werden. Oft geht es auch um Themen, an die viele zun\u00e4chst gar nicht denken: Unterst\u00fctzung durch die Krankenkasse, Ern\u00e4hrung w\u00e4hrend der Therapie oder Hilfsangebote f\u00fcr Angeh\u00f6rige. \u201eWir geben auch ganz praktische Tipps\u201c, sagt Anke Treichel. \u201eZum Beispiel, welche Lebensmittel sich mit bestimmten Medikamenten nicht gut vertragen oder welche Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten es im Alltag gibt.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Pflege als wichtiger Teil der Krebstherapie<\/p>\n<p>Die Idee f\u00fcr OPAL entstand aus dem Wunsch heraus, die Expertise der onkologischen Pflege sichtbarer zu machen. \u201eEine Beratung durch Pflegekr\u00e4fte wurde aus Sicht der Patientinnen und Patienten oft nicht als vollwertige Pflegeberatung wahrgenommen.\u201c, sch\u00e4tzt Dr. Elisabeth Wetzel ein. \u201eDabei steckt dahinter sehr viel Fachwissen und Erfahrung.\u201c <\/p>\n<p>Nun gibt es daf\u00fcr feste Sprechzeiten und eigene R\u00e4ume. Im station\u00e4ren Bereich werden Patient:innen aktiv angesprochen und bei Bedarf zu einem Beratungsgespr\u00e4ch eingeladen. Im ambulanten Bereich erfolgt die Terminvergabe \u00fcber die onkologische Tagesklinik.\u00a0<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung auch f\u00fcr Angeh\u00f6rige<\/p>\n<p>Ein wichtiger Bestandteil des Angebots ist zudem, dass die Angeh\u00f6rigen einbezogen werden. Gerade im Alltag nach einer Krebsdiagnose entstehen oft Unsicherheiten und viele organisatorische Fragen. Auch der Direktor des UCCL, Prof. Dr. Florian Lordick, sieht in OPAL einen wichtigen Schritt hin zu einer Versorgung, die noch mehr auf die Patient:innen zentriert ist. Zugleich soll das Projekt dazu beitragen, die Rolle hochqualifizierter Pflegefachkr\u00e4fte weiter auszubauen. <\/p>\n<p>\u201eWir sind froh, dass uns das erm\u00f6glicht wurde\u201c, sagt Ober\u00e4rztin Elisabeth Wetzel. \u201eDie Umsetzung ist vor allem dem gro\u00dfen Engagement der beteiligten Pflegekr\u00e4fte zu verdanken. Und nun sind wir sehr gespannt, wie das Angebot angenommen wird.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Krebsdiagnose ver\u00e4ndert das Leben von einem Tag auf den anderen. 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