{"id":1077714,"date":"2026-06-08T00:35:14","date_gmt":"2026-06-08T00:35:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1077714\/"},"modified":"2026-06-08T00:35:14","modified_gmt":"2026-06-08T00:35:14","slug":"ukraine-krieg-liste-mit-fuenf-punkten-veroeffentlicht-europaeer-fordern-putin-zu-verhandlungen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1077714\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Liste mit f\u00fcnf Punkten ver\u00f6ffentlicht \u2013 Europ\u00e4er fordern Putin zu Verhandlungen auf"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und die Ukraine haben den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen \u00fcber ein Ende des Krieges aufgerufen. Ausgangspunkt daf\u00fcr soll die derzeitige Frontlinie in der Ukraine sein. <\/p>\n<p>Die USA sowie Europa sollten \u201eaktiv\u201c an den Gespr\u00e4chen beteiligt werden, hei\u00dft es in einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung, die Kanzler Friedrich Merz, Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem Treffen in London ver\u00f6ffentlichten. <\/p>\n<p>Darin nennen sie f\u00fcnf Voraussetzungen f\u00fcr einen \u201egerechten und dauerhaften Frieden\u201c.<\/p>\n<p>Die Liste im \u00dcberblick<\/p>\n<ol>\n<li>Ein Ende der Kampfhandlungen: Putin solle einer \u201esofortigen und vollst\u00e4ndigen Waffenruhe\u201c zuzustimmen.<\/li>\n<li>Die derzeitige Frontlinie sollte Ausgangspunkt f\u00fcr Verhandlungen sein. Die vier L\u00e4nder pochen aber gleichzeitig darauf, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt ver\u00e4ndert werden d\u00fcrften. Das Recht der Ukraine, ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen und B\u00fcndnisse zu w\u00e4hlen, m\u00fcsse zudem \u201euneingeschr\u00e4nkt\u201c geachtet werden.<\/li>\n<li>Die Ukraine m\u00fcsse \u201erobuste und rechtsverbindliche\u201c Sicherheitsgarantien bekommen, sobald eine Waffenruhe in Kraft trete. Dazu geh\u00f6re der Einsatz einer multinationalen Truppe.<\/li>\n<li>Russische Verm\u00f6genswerte blieben so lange eingefroren, bis Russland seinen Angriffskrieg beendet und die Ukraine f\u00fcr die durch den Krieg verursachten Sch\u00e4den entsch\u00e4digt.<\/li>\n<li>Die europ\u00e4ischen Sicherheitsinteressen m\u00fcssten in jedem Abkommen gewahrt werden. Verhandlungsergebnissen, die EU und Nato betreffen, m\u00fcssten die Mitgliedstaaten zustimmen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Selenskyj hatte Putin bereits am Donnerstag erneut direkte Gespr\u00e4che vorgeschlagen, war damit aber zun\u00e4chst auf dessen Ablehnung gesto\u00dfen. Die Europ\u00e4er unterst\u00fctzten nun in der gemeinsamen Erkl\u00e4rung mit Selenskyj dessen Vorsto\u00df. Sie wollen die diplomatischen Bem\u00fchungen um ein Ende des Krieges wieder in Gang bringen, nachdem sie in den letzten Monaten zum Erliegen gekommen sind.<\/p>\n<p>Die USA vermitteln seit Anfang vergangenen Jahres zwischen Russland und der Ukraine. Inzwischen scheinen die Amerikaner aber das Interesse daran zu verlieren. US-Au\u00dfenminister Marco Rubio sagte vor zwei Wochen, aus US-Sicht k\u00f6nnten gerne auch andere versuchen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. <\/p>\n<p>Deutschland, Frankreich und Gro\u00dfbritannien waren als sogenannte E3 schon im vergangenen Jahr involviert und nahmen die Rolle der europ\u00e4ischen Unterh\u00e4ndler ein. Zuletzt waren sie aber nur noch Zuschauer an der Seitenlinie. Angesichts des schwindenden Engagements der US-Amerikaner sehen sie nun eine Chance, zur\u00fcck ins Spiel zu kommen. \u201eLangsam \u00f6ffnet sich ein Fenster f\u00fcr Gespr\u00e4che der europ\u00e4ischen Seite mit Russland\u201c, hei\u00dft es aus deutschen Regierungskreisen. <\/p>\n<p>Anders als die USA sehen die Europ\u00e4er sich nicht als Vermittler, sondern als Verb\u00fcndete der Ukraine. Sie unterst\u00fctzen das Land massiv mit Waffenlieferungen und belegen Russland gleichzeitig mit Sanktionen, um Druck auf Moskau aufzubauen, den Krieg zu beenden. Wenn sie in die Verhandlungen einsteigen, werden sie an der Seite der Ukraine stehen und nicht als Moderator auftreten.<\/p>\n<p>Selenskyj schilderte vor dem Treffen mit den Europ\u00e4ern in einem Interview des britischen Senders Sky News seine Vorstellungen von Gespr\u00e4chen mit Russland. Er verwies dabei auf die j\u00fcngsten milit\u00e4rischen Erfolge der ukrainischen Streitkr\u00e4fte, die vor allem mit Drohnenangriffen auf russisches Territorium f\u00fcr Aufsehen gesorgt haben. \u201eWir haben gelernt, wie man lebt und \u00fcberlebt\u201c, sagte Selenskyj. \u201eWir wollen nicht einfach still sterben.\u201c<\/p>\n<p>Putin wolle \u201ediesen schrecklichen Krieg gewinnen\u201c, allerdings erkenne er zuletzt, dass seine Truppen die Initiative auf dem Schlachtfeld verloren h\u00e4tten. Alle Entscheidungen \u00fcber das weitere Geschehen hingen \u201ezu 100 Prozent\u201c von ihm ab.<\/p>\n<p>Europa sichert weitere milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung zu<\/p>\n<p>Zu m\u00f6glichen Gespr\u00e4chen mit Moskau \u00fcber ein Kriegsende meinte Selenskyj, er w\u00fcrde eine Beteiligung der USA und Europas begr\u00fc\u00dfen. \u201eAber ich bin auch zu bilateralen Gespr\u00e4chen (mit Putin) bereit\u201c, sagte er. Selenskyj betonte aber, dass diese \u201enicht in Moskau, nicht in Kiew und auch nicht in Minsk\u201c stattfinden d\u00fcrften. <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er sicherten Selenskyj bei dem Londoner Gipfel auch weitere milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung zu. Dar\u00fcber solle bei den im Juni und Juli stattfindenden Gipfeltreffen der G7 und der Nato sowie beim n\u00e4chsten Treffen der \u201eKoalition der Willigen\u201c gesprochen werden, in der sich die Verb\u00fcndeten der Ukraine zusammengeschlossen haben. <\/p>\n<p>Die Staats- und Regierungschefs betonten die dringende Notwendigkeit, die Raketenabwehr und die Verf\u00fcgbarkeit weitreichender Waffen zu st\u00e4rken. Sie er\u00f6rterten zudem, \u201ewie das B\u00fcndnis von der Kampferfahrung der Ukraine lernen kann und wie die langfristige industrielle Zusammenarbeit mit der Ukraine ausgebaut werden kann, um die eigene Verteidigung Europas zu st\u00e4rken\u201c.<\/p>\n<p>Selenskyj dankte seinen Gespr\u00e4chspartnern f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung. \u201eWir trafen uns im wichtigen E3-Ukraine-Format. Im Mittelpunkt einer intensiven Diskussion stand unsere Verteidigung. Ich informierte sie \u00fcber die Lage an der Front und die Verluste Russlands\u201c, schrieb Selenskyj am Sonntagabend im Onlinedienst X. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und die Ukraine haben den russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1077715,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[331,332,114,7302,183,13,15861,7301,182,14,15,110,111,115,12,116,6382,45,113,317,112,117],"class_list":["post-1077714","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-donald-geb-1946","tag-emmanuel","tag-friedrich-cdu","tag-headlines","tag-keir","tag-macron","tag-merz","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsteam","tag-putin","tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","tag-schlagzeilen","tag-selenskyj","tag-starmer","tag-texttospeech","tag-trump","tag-ukraine","tag-wladimir","tag-wolodymyr"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116711688076178864","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1077714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1077714"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1077714\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1077715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1077714"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1077714"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1077714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}