{"id":1079058,"date":"2026-06-08T13:59:20","date_gmt":"2026-06-08T13:59:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1079058\/"},"modified":"2026-06-08T13:59:20","modified_gmt":"2026-06-08T13:59:20","slug":"nikolassee-weshalb-ein-bauprojekt-der-degewo-seit-jahren-stockt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1079058\/","title":{"rendered":"Nikolassee: Weshalb ein Bauprojekt der degewo seit Jahren stockt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Berliner Ortsteil Nikolassee plant die degewo am \u201eWiesenschlag\u201c 182 Wohnungen, die H\u00e4lfte davon gef\u00f6rdert. Der Baustart verz\u00f6gert sich aber seit Jahren. Nach aktuellem Stand rechnet die degewo mit einem Baubeginn Mitte 2028.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Potsdamer-Chaussee-87-\u00a9-Wikimedia-Commons-Fridolin-freudenfett-Peter-Kuley-CC-BY-SA-3.0.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98263\" class=\"lazyload wp-image-98263 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20viewBox%3D%270%200%201280%20720%27%3E%3Crect%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Potsdamer-Chaussee-87-\u00a9-Wikimedia-Commons-Fridolin-freudenfett-Peter-Kuley-CC-BY-SA-3.0.jpg\" alt=\"Blick auf das Haus an der Potsdamer Chaussee 87 in Berlin-Nikolassee.\" width=\"1280\" height=\"720\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-98263\" class=\"wp-caption-text\">Der Yehudi-Menuhin-Park befindet sich hinter diesem Geb\u00e4ude an der Potsdamer Chaussee 86 im Berliner Ortsteil Nikolassee. Dort m\u00f6chte die degewo drei Wohngeb\u00e4ude mit bis zu f\u00fcnf Geschossen errichten. \/ \u00a9 Foto: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett (Peter Kuley), <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/3.0\/de\/deed.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">CC BY-SA 3.0<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT (Symbolbild)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>In Zehlendorf plant die degewo das Wohnungsbauprojekt \u201eWiesenschlag\u201c. Entstehen sollen 182 Wohnungen, davon 50 Prozent \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert. Doch seit dem ersten Antrag im Jahr 2017 kommt das Verfahren nur langsam voran. Neue Angaben des Senats zeigen, welche Gr\u00fcnde das Projekt bremsen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Bezirk<\/strong>: <a href=\"https:\/\/www.entwicklungsstadt.de\/bezirke\/steglitz-zehlendorf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Steglitz-Zehlendorf<\/a><\/li>\n<li><strong>Aktuelle Planung<\/strong>: 182 Wohnungen<\/li>\n<li><strong>Gef\u00f6rderter Wohnraum<\/strong>: 50 Prozent<\/li>\n<li><strong>Geb\u00e4ude<\/strong>: bis zu f\u00fcnf Geschosse<\/li>\n<li><strong>Fr\u00fchester Baustart<\/strong>: Mitte 2028<\/li>\n<li><strong>Fertigstellung<\/strong>: Mitte 2030<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Projekt \u201eWiesenschlag\u201c hat eine jahrelange Vorgeschichte. Die degewo stellte am 29. Mai 2017 den Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Damals ging das Unternehmen von rund 260 <a href=\"https:\/\/www.entwicklungsstadt.de\/wohnen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Wohnungen<\/a> am Yehudi-Menuhin-Park aus. Nach der ersten Beh\u00f6rdenbeteiligung rechnete der Bezirk noch mit etwa 250 Wohnungen und einem Folgebedarf von 20 Kitapl\u00e4tzen. Heute sieht die Planung noch 182 Wohnungen vor. Der Anteil gef\u00f6rderter Wohnungen blieb dabei nach Angaben des Bezirks durchgehend bei 50 Prozent.<\/p>\n<p>Warum die Zahl der Wohnungen am Yehudi-Menuhin-Park sank<\/p>\n<p>Die Reduzierung h\u00e4ngt vor allem mit der Bauh\u00f6he, der st\u00e4dtebaulichen Einbindung und dem L\u00e4rmschutz zusammen. Nach der fr\u00fchen Beteiligung senkte die Planung die Geb\u00e4udeh\u00f6he von urspr\u00fcnglich sechs auf maximal f\u00fcnf Geschosse. Damit wollte der Bezirk den denkmalrechtlichen Umgebungsschutz st\u00e4rker ber\u00fccksichtigen. Au\u00dferdem musste die degewo die Bauk\u00f6rper anpassen und gr\u00f6\u00dfere Abst\u00e4nde zu Nachbarn an der Potsdamer Chaussee 86a und 87 einplanen. Dadurch schrumpfte die nutzbare Fl\u00e4che.<\/p>\n<p>Doch der Verfahrenslauf zeigt gro\u00dfe L\u00fccken. Nach dem Einleitungsbeschluss des Bezirksamts am 21. November 2017 folgte am 4. Mai 2018 die fr\u00fchzeitige Beh\u00f6rdenbeteiligung. Die \u00d6ffentlichkeit konnte sich vom 11. Juni bis 12. Juli 2019 beteiligen. Die n\u00e4chste Tr\u00e4gerbeteiligung fand jedoch erst am 21. Dezember 2022 statt.<\/p>\n<p>Als Gr\u00fcnde nennt der Senat unter anderem die Corona-Pandemie, langwierige Verhandlungen \u00fcber einen privatrechtlichen Nachbarschaftsvertrag und einen zeitweisen Bearbeitungsstopp kleinerer Bebauungspl\u00e4ne, weil das Verfahren \u201e6-30\u201c f\u00fcr das<a href=\"https:\/\/www.entwicklungsstadt.de\/startschuss-fuer-neulichterfelde-grossquartier-im-berliner-sueden-geht-in-die-umsetzung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"> Quartier \u201eLichterfelde S\u00fcd\u201c mit rund 2.700 neuen Wohnungen<\/a> Vorrang hatte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Plan-Baufelder-Neulichterfelde-\u00a9-Quelle-degewo-mit-WOeHR-BAUER-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-97771\" class=\"lazyload wp-image-97771 size-full\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns%3D%27http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg%27%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20viewBox%3D%270%200%201280%20720%27%3E%3Crect%20width%3D%271280%27%20height%3D%27720%27%20fill-opacity%3D%220%22%2F%3E%3C%2Fsvg%3E\" data-orig-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Plan-Baufelder-Neulichterfelde-\u00a9-Quelle-degewo-mit-WOeHR-BAUER-2.jpg\" alt=\"Zu sehen ist der Rahmenplan f\u00fcr Neulichterfelde im Berliner S\u00fcden.\" width=\"1280\" height=\"720\"\/><\/a><\/p>\n<p id=\"caption-attachment-97771\" class=\"wp-caption-text\">Hatte Vorrang: Mit der Ausschreibung der Erschlie\u00dfung hat in Lichterfelde S\u00fcd k\u00fcrzlich die Umsetzung des neuen Quartiers \u201eNeulichterfelde\u201c begonnen. Auf dem Areal sollen bis 2035 rund 2.700 Wohnungen entstehen. \/ \u00a9 Visualisierung: degewo mit W\u00d6HR + BAUER<\/p>\n<p>L\u00e4rmschutz und Vertrag bremsen den Wohnungsbau in Zehlendorf<\/p>\n<p>Seit 2023 verz\u00f6gerten zus\u00e4tzlich stockende Verhandlungen zum Durchf\u00fchrungsvertrag das Projekt \u201eWiesenschlag\u201c. Dabei ging es vor allem um die rechtliche Absicherung passiver L\u00e4rmschutzma\u00dfnahmen. Laut Senatsantwort konnte durch Vermittlung inzwischen eine L\u00f6sung erreicht werden. Der Bezirk h\u00e4lt eine Festsetzung des Bebauungsplans im ersten Halbjahr 2027 f\u00fcr realistisch, sofern keine neuen Probleme entstehen.<\/p>\n<p>Auch die Kita ist nicht mehr Teil der urspr\u00fcnglichen Planung. Der Bezirk sieht nach aktueller Bev\u00f6lkerungsstatistik keinen Bedarf mehr; zudem zog sich der vorgesehene Tr\u00e4ger zur\u00fcck. Die degewo pr\u00fcft deshalb, ob auf der daf\u00fcr vorgesehenen Fl\u00e4che eine Wohnnutzung \u00fcber einen sozialen Tr\u00e4ger finanziert werden kann. Dadurch k\u00f6nnte die Zahl der Wohnungen wieder leicht steigen.<\/p>\n<p>Wie hoch am \u201eWiesenschlag\u201c gebaut werden soll<\/p>\n<p>Die aktuelle Planung umfasst mehrere H\u00e4user mit vier bis f\u00fcnf Vollgeschossen. Haus 1 soll vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss erhalten. Die H\u00e4user 3a und 5b erreichen f\u00fcnf Vollgeschosse. Die h\u00f6chsten Bauk\u00f6rper sollen 17,05 Meter hoch werden. Zum Vergleich nennt der Bezirk das Wohnhaus Charles-H.-King-Stra\u00dfe 26\/28 mit sieben Obergeschossen und einer Geb\u00e4udeh\u00f6he von rund 24,3 Metern, verweist aber zugleich darauf, dass kein direkter st\u00e4dtebaulicher Bezug zum \u201eWiesenschlag\u201c bestehe.<\/p>\n<p>Geplant sind neben rund 180 Wohnungen, von denen die H\u00e4lfte \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert und barrierefrei gebaut werden soll, auch Fahrradstellpl\u00e4tze sowie etwa 50 Pkw-Stellpl\u00e4tze, \u00fcberwiegend in einer Tiefgarage. Zus\u00e4tzlich sollen die Zufahrt verbreitert und ein neuer barrierefreier Gehweg zwischen der Potsdamer Chaussee und dem Grundst\u00fcck \u201eWiesenschlag\u201c angelegt werden. Das Konzept basiert auf einem Gutachterverfahren von 2016; der pr\u00e4mierte Entwurf stammt von M\u00fcller Reimann Architekten.<\/p>\n<p>Fr\u00fchester Baustart f\u00fcr Wohnungen am \u201eWiesenschlag\u201c erst 2028<\/p>\n<p>Nach aktuellem Stand rechnet die degewo mit der Baufeldfreimachung im Februar 2028 und einem Baubeginn Mitte 2028. Die Bauzeit soll etwa zwei Jahre dauern. Damit k\u00f6nnten die Wohnungen am \u201eWiesenschlag\u201c fr\u00fchestens Mitte 2030 fertig sein.<\/p>\n<p>Degewo-Projekt \u201eWiesenschlag\u201c<\/p>\n<p>Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Schriftliche Anfrage 19\/26049, degewo <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Berliner Ortsteil Nikolassee plant die degewo am \u201eWiesenschlag\u201c 182 Wohnungen, die H\u00e4lfte davon gef\u00f6rdert. 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