{"id":108082,"date":"2025-05-13T19:23:23","date_gmt":"2025-05-13T19:23:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/108082\/"},"modified":"2025-05-13T19:23:23","modified_gmt":"2025-05-13T19:23:23","slug":"keir-starmer-kehrtwende-aus-angst-vor-farage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/108082\/","title":{"rendered":"Keir Starmer: Kehrtwende aus Angst vor Farage"},"content":{"rendered":"<p>    Inhalt<br \/>\n    <a class=\"article-toc__fullview z-text-button\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-05\/keir-starmer-einwanderung-migration-grossbritannien-streng\/komplettansicht\" data-ct-label=\"all\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Auf einer Seite lesen    <\/a><\/p>\n<p>                        Inhalt<\/p>\n<ol class=\"article-toc__list\">\n<li class=\"article-toc__list-item\">\n<p>Seite 1Kehrtwende aus Angst vor Farage<\/p>\n<\/li>\n<li class=\"article-toc__list-item\"><a class=\"article-toc__item article-toc__link\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-05\/keir-starmer-einwanderung-migration-grossbritannien-streng\/seite-2\" data-ct-label=\"2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    Seite 2&#8243;Insel der Fremden&#8220;<br \/>\n                <\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"paragraph article__item\">Soll man ihm glauben?, fragen jetzt die einen. Kann das<br \/>\nsein Ernst sein?, kritisieren die anderen. Was der britische Premier <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/keir-starmer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Keir Starmer<\/a> am Montag <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-05\/grossbritannien-zuwanderung-visum-regeln-keir-starmer\" class=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zur k\u00fcnftigen Einwanderungspolitik seiner Labour-Regierung<br \/>\nsagte<\/a>, war jedenfalls f\u00fcr die meisten Britinnen und Briten eine geh\u00f6rige<br \/>\n\u00dcberraschung, f\u00fcr seine Gegner ebenso wie f\u00fcr viele seiner Anh\u00e4nger.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein &#8222;elendes Kapitel&#8220; f\u00fcr Politik und Wirtschaft m\u00fcsse<br \/>\nbeendet werden, verk\u00fcndete der Premier auf einer Pressekonferenz in London. Und<br \/>\nmeinte damit: &#8222;Wir m\u00fcssen die Einwanderung deutlich reduzieren.&#8220; Dabei gehe es<br \/>\nihm nicht nur um eine Ver\u00e4nderung bei den Zahlen, sondern auch um eine in den<br \/>\nK\u00f6pfen. Manche w\u00fcrden glauben, dass Einwanderungskontrolle in eine<br \/>\nArt nat\u00fcrliche Freiheit eingreife, anstatt sie als eine grundlegende und<br \/>\nvern\u00fcnftige Verantwortung der Regierung zu sehen, sagte Starmer: &#8222;Jahrelang scheint dies unser Denken<br \/>\nverwirrt zu haben. Aber lassen Sie mich klar sagen: Das endet jetzt.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Um zu verstehen, warum der Labour-Chef bei diesem heiklen<br \/>\nThema in eine Art Zeitenwende-Klaviatur greift, muss man sich zwei Entwicklungen<br \/>\nvor Augen halten. Zum einen hat die Zuwanderung nach <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/grossbritannien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfbritannien<\/a> seit dem<br \/>\nBrexit-Votum von 2016 nicht etwa abgenommen. Sie hat vielmehr neue Rekordh\u00f6hen<br \/>\nerreicht. Im Jahr von Juni 2022 bis Juni 2023 wanderten netto 906.000 Menschen<br \/>\nein, also nach Abzug derer, die im selben Zeitraum auswanderten. Im Folgejahr<br \/>\nwaren es 728.000 Menschen. Diese Zahlen betreffen nur die legale Zuwanderung,<br \/>\nalso Menschen, die ein Arbeits- oder Studienvisum erhalten haben. <\/p>\n<p>        Johnson f\u00fcrchtete sich vor den Brexit-Folgen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Den Anstieg hat die konservative Regierung von Boris Johnson zu verantworten. Sie f\u00fcrchtete, dass<br \/>\ndem Land infolge des <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/brexit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brexits<\/a> und der Coronapandemie buchst\u00e4blich die<br \/>\nausl\u00e4ndischen Lastwagenfahrer oder Pflegekr\u00e4fte abhandenkommen w\u00fcrden. Johnson<br \/>\nliberalisierte die Visabestimmungen daraufhin so weit, dass deutlich mehr<br \/>\nZuwanderer als erwartet, vor allem aus Afrika und dem indischen Subkontinent, nach<br \/>\nGro\u00dfbritannien kamen, oft mit ihren Angeh\u00f6rigen.<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Statt die Zuwanderung<br \/>\nzu verringern, wie es nicht nur die Brexiteers, sondern jede Regierung der<br \/>\nvergangenen 15 Jahre versprochen hatte, nahm sie stark zu. &#8222;Wir werden&#8220;, sagt<br \/>\nKeir Starmer jetzt, &#8222;endg\u00fcltig zu dem stehen, was &#8218;take back control&#8216; bedeutet,<br \/>\nund beginnen auszuw\u00e4hlen, wer hierherkommt, damit Zuwanderung unseren<br \/>\nnationalen Interessen dient.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die zweite Rekordzahl, die es zum Verst\u00e4ndnis dieser Wende<br \/>\nbraucht, sind die Erfolge von Reform UK. Die neue Partei des ehemaligen<br \/>\nAnf\u00fchrers der Brexit-Bewegung, Nigel Farage, f\u00fchrt nicht nur die nationalen<br \/>\nUmfragen an. Sie hat bei den englischen Lokalwahlen am 1. Mai auch so viele<br \/>\nSitze gewonnen, dass sie \u2013 w\u00e4ren morgen Parlamentswahlen \u2013 die st\u00e4rkste Partei<br \/>\nwerden w\u00fcrde. Farage hat also, Stand heute, echte Chancen, 2029 der n\u00e4chste<br \/>\nbritische Premierminister zu werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Inhalt Auf einer Seite lesen Inhalt Seite 1Kehrtwende aus Angst vor Farage Seite 2&#8243;Insel der Fremden&#8220; Soll man&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":108083,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,13935,3364,29,7876,30,551,13,5554,32758,382,14,15,16,12],"class_list":{"0":"post-108082","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-brexit","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-einwanderung","14":"tag-germany","15":"tag-grossbritannien","16":"tag-headlines","17":"tag-keir-starmer","18":"tag-labourpartei","19":"tag-migration","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-politik","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114502159777423405","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108082"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/108082\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=108082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=108082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}