{"id":1081048,"date":"2026-06-09T09:34:16","date_gmt":"2026-06-09T09:34:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1081048\/"},"modified":"2026-06-09T09:34:16","modified_gmt":"2026-06-09T09:34:16","slug":"auftraege-der-deutschen-industrie-brechen-doppelt-so-stark-ein-wie-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1081048\/","title":{"rendered":"Auftr\u00e4ge der deutschen Industrie brechen doppelt so stark ein wie erwartet"},"content":{"rendered":"<p>Laut Statistischem Bundesamt hat sich die Auftragslage der deutschen Industrie im April unerwartet stark verschlechtert. Grund daf\u00fcr seien etwa der Nahost-Konflikt und eine schw\u00e4chere Nachfrage in den Euro-L\u00e4ndern sowie in wichtigen Kernbranchen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die Auftr\u00e4ge der deutschen Industrie sind im April fast doppelt so stark eingebrochen wie erwartet. Das Neugesch\u00e4ft fiel um 3,8 Prozent geringer aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Daf\u00fcr sorgte die schw\u00e4chere Nachfrage aus den Euro-L\u00e4ndern und in wichtigen Branchen wie dem Auto- und Maschinenbau. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte \u00d6konomen hatten nur mit einem R\u00fcckgang von 2,0 Prozent gerechnet, nachdem es im M\u00e4rz einen Zuwachs von revidiert 4,5 (bisher: plus 5,0) Prozent gegeben hatte.<\/p>\n<p>\u201eDer Nahost-Krieg fordert seinen Tribut\u201c, sagte Commerzbank-Chefvolkswirt J\u00f6rg Kr\u00e4mer. Der Einbruch sei zwar vor allem eine Gegenbewegung zum starken Anstieg im M\u00e4rz, als im ersten Monat des Nahost-Kriegs viele Unternehmen Bestellungen aus Angst vor kriegsbedingten Lieferproblemen vorgezogen hatten. Der Einbruch von Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-Gesch\u00e4ftsklima lasse aber keine baldige Erholung erwarten. \u201eVielmehr d\u00fcrfte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal etwas schrumpfen\u201c, sagte Kr\u00e4mer.<\/p>\n<p>Die negative Entwicklung ist auf die deutlichen R\u00fcckg\u00e4nge in der Automobilindustrie (-5,3 Prozent) und bei den Herstellern von elektrischer Ausr\u00fcstung (-16,3 Prozent) zur\u00fcckzuf\u00fchren. Auch die Maschinenbauer litten unter einer sinkenden Nachfrage (-7,4 Prozent). Werden Gro\u00dfauftr\u00e4ge ausgeklammert, schrumpften die Bestellungen im April ebenfalls um 3,8 Prozent.<\/p>\n<p>Die Auslandsauftr\u00e4ge gaben um 4,2 Prozent nach. Dabei brachen die Bestellungen aus der Euro-Zone um 11,1 Prozent ein, w\u00e4hrend die aus dem \u00fcbrigen Ausland um 0,8 Prozent zulegten. Die Inlandsauftr\u00e4ge sanken um 2,9 Prozent.<\/p>\n<p>Der am 28. Februar ausgebrochene Iran-Krieg sorgt f\u00fcr gro\u00dfe Unsicherheit, hat die Energiepreise in die H\u00f6he getrieben und zieht Lieferengp\u00e4sse nach sich. Im Mai berichteten 15,9 Prozent der Betriebe von Engp\u00e4ssen bei der Versorgung mit Vorprodukten, wie das Ifo-Institut per Umfrage herausfand. Im April lag der Anteil noch bei 13,8 Prozent. \u201eDie Lieferketten bleiben angespannt\u201c, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. \u201eVor allem Branchen mit hohem Bedarf an \u00f6l- und energieintensiven Vorprodukten sp\u00fcren die Folgen der geopolitischen Spannungen.\u201c<\/p>\n<p>Reuters\/s\u00e4d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Laut Statistischem Bundesamt hat sich die Auftragslage der deutschen Industrie im April unerwartet stark verschlechtert. 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