{"id":1081424,"date":"2026-06-09T13:01:20","date_gmt":"2026-06-09T13:01:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1081424\/"},"modified":"2026-06-09T13:01:20","modified_gmt":"2026-06-09T13:01:20","slug":"schiedsrichter-omar-artan-darf-nicht-in-die-usa-einreisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1081424\/","title":{"rendered":"Schiedsrichter Omar Artan darf nicht in die USA einreisen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/artan-102.jpg\" alt=\"Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia wird die Einreise in die USA verweigert.\" title=\"Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia wird die Einreise in die USA verweigert. | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 09.06.2026 \u2022 14:18 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Ein f\u00fcr die WM nominierter Schiedsrichter aus Somalia ist die Einreise in die USA verweigert worden. Der Vorgang zeigt: Die FIFA kann grunds\u00e4tzliche Rahmenbedingungen nicht gew\u00e4hrleisten. Die Abweisung des Schiris ist nur einer von mehreren Vorf\u00e4llen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/sendung\/reporter\/chaled-nahar,autor-chaled-nahar-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Chaled Nahar\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/chaled-nahar-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die FIFA best\u00e4tigte in einer Stellungnahme, dass die WM f\u00fcr einen der nominierten Schiedsrichter bereits wieder vorbei ist. Omar Artan werde &#8222;weder als Schiedsrichter noch im Trainingsbetrieb&#8220; an der WM teilnehmen. Artan war am Flughafen Miami die Einreise durch die Beh\u00f6rden verweigert worden. Er flog zur\u00fcck nach Istanbul, von wo er auch angereist war.<\/p>\n<p>    Artan: &#8222;Ich hatte die richtigen Papiere&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Omar Artan wurde 2025 zu Afrikas bestem Schiedsrichter ernannt. Der 34-J\u00e4hrige sollte nun bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko Spiele leiten. Daraus wird nun nichts. Der Zoll- und Grenzschutz am Flughafen Miami best\u00e4tigte dem Portal &#8222;The Athletic&#8220;, dass Artan einer zus\u00e4tzlichen \u00dcberpr\u00fcfung unterzogen worden sei. Dabei sei festgestellt worden, dass er &#8222;nicht einreiseberechtigt ist&#8220;. Laut FIFA teilten die Beh\u00f6rden mit, dass sich an Artans Status &#8222;nichts mehr \u00e4ndern wird&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Ich bin sehr, sehr entt\u00e4ucht&#8220;, sagte Artan der &#8222;New York Times&#8220;. &#8222;Ich hatte die richtigen Papiere und ein richtiges Visum.&#8220; Er habe Dokumente von der FIFA vorgezeigt und Bilder aus seiner Laufbahn als Schiedsrichter &#8211; ohne Erfolg. &#8222;Ich glaube, dass sie ein Problem mit meinem Land haben.&#8220; Er k\u00fcndigte an, am Mittwoch in die somalische Hauptstadt Mogadischu zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Was genau das Problem war, blieb offen. Somalia geh\u00f6rt zu jenen L\u00e4ndern, die auf einer von der US-Regierung unter Pr\u00e4sident Donald Trump erstellten Liste mit generellen Einreiseverboten stehen. Grunds\u00e4tzlich sollen bei diesen Verboten aber Ausnahmen f\u00fcr Sportler f\u00fcr internationale Wettbewerbe gemacht werden k\u00f6nnen. Das somalische Sportministerium teilte laut AFP mit, Artan habe ein g\u00fcltiges Visum f\u00fcr die USA gehabt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Andrew Giuliani, der die Task Force des Wei\u00dfen Hauses leitet, sagte dem britischen Sender BBC, er k\u00f6nne nicht auf Details eingehen. &#8222;Aber ich kann Ihnen sagen, dass die Entscheidung der Zoll- und Grenzschutzbeh\u00f6rde richtig war, und ich unterst\u00fctze diese Entscheidung.&#8220;<\/p>\n<p>    Infantino 2017: &#8222;Alle m\u00fcssen einreisen k\u00f6nnen, sonst gibt es keine WM&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Vorgang stellt den reibungslosen Ablauf des Turniers in Frage. 2017 sagte FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino w\u00e4hrend der ersten Amtszeit von Donald Trump: &#8222;Es ist offensichtlich, dass alle Teams, Funktion\u00e4re und Fans Zugang zum Ausrichterland haben m\u00fcssen. Sonst gibt es keine WM, das ist klar. Die Vorgaben werden klar sein. Und dann kann jedes Land entscheiden, ob es sich bewirbt.&#8220;<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        FIFA-Pr\u00e4sident Gianni Infantino\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA bewarben sich 2018 erfolgreich gemeinsam mit Mexiko und Kanada, in der Abstimmung beim FIFA-Kongress in Moskau setzte sich die Bewerbung gegen die aus Marokko durch. Von Vorgaben ist heute keine Rede mehr. &#8222;Die FIFA ist nicht in die Einreiseverfahren der Gastgeberl\u00e4nder, einschlie\u00dflich der Visa-Entscheidungen, involviert&#8220;, teilte die FIFA mit. &#8222;Wie bei fr\u00fcheren FIFA-Wettbewerben entscheidet letztlich die Regierung des Gastgebers dar\u00fcber, wer ein Visum erh\u00e4lt und wem die Einreise in das Land gestattet wird.&#8220; <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Au\u00dfenministerium teilte mehreren US-Medien mit, dass man die Teams bei der Einreise unterst\u00fctzen wolle. &#8222;Gleichzeitig wird die Regierung bei der Anwendung der US-Gesetze sowie der Wahrung h\u00f6chster Standards f\u00fcr nationale und \u00f6ffentliche Sicherheit im Rahmen unseres Visumverfahrens keine Abstriche machen.&#8220; Bei der WM in Russland 2018 und bei der WM in Katar 2022 galten Akkreditierungen und Tickets auch als Visum. Eine solche Regelung gilt bei der WM 2026 nicht.<\/p>\n<p>    Reibungsloser Ablauf des Turniers steht in Frage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit der Entscheidung der Beh\u00f6rden am Flughafen von Miami zur Abweisung eines Schiedsrichters steht der reibungslose Ablauf des Turniers in Frage. Die meisten Teams sind bereits in ihren Trainingscamps. Im Laufe der Woche werden unter anderen noch die Delegationen von Verb\u00e4nde aus L\u00e4ndern wie Usbekistan, Kolumbien, Senegal, Kolumbien, DR Kongo oder Ghana erwartet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Verweigerung der Einreise eines Schiedsrichters ist der H\u00f6hepunkt mehrerer Vorg\u00e4nge:<\/p>\n<ul class=\"bulletpoint-list \">\n<li>Der Schweizer Nationalspieler Breel Embolo bekam erst im Anschluss an eine nachtr\u00e4gliche \u00dcberpr\u00fcfung ein Visum und ist inzwischen bei seiner Mannschaft angekommen. Hintergrund war eine Auseinandersetzung Embolos mit einer Gruppe in einem Baseler Ausgehviertel aus dem Jahr 2018. Embolo wurde damals zu einer Geldstrafe verurteilt.<\/li>\n<li>Der irakische St\u00fcrmer Aymen Hussein wurde am Flughafen Chicago fast sieben Stunden festgehalten und befragt, einem Fotografen des Teams wurde die Einreise verweigert.<\/li>\n<li>Die Spieler des Iran d\u00fcrfen zu ihren drei Spielen in Seattle und Los Angeles vom Trainingscamp in Mexiko aus in die USA einreisen, m\u00fcssen aber am selben Tag zur\u00fcck. F\u00fcr viele Mitglieder der iranischen Delegation gibt es noch kein Visum.<\/li>\n<li>Mehrere schottische Fans hatten laut BBC teure Eintrittskarten gekauft und bleiben nach einem verweigerten Visum nun auf den Kosten sitzen.<\/li>\n<li>Viele weitere Fans k\u00f6nnten Probleme bekommen. Besonders aus L\u00e4ndern, f\u00fcr die Einschr\u00e4nkungen gelten. Fans m\u00fcssen nicht zwingend aus den Teilnehmerl\u00e4ndern kommen. Auch in L\u00e4ndern, deren Teams sich nicht qualifiziert haben, interessieren sich Fans f\u00fcr die Spiele.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Breel Embolo durfte erst nach einer Nachpr\u00fcfung in die USA.\n                    <\/p>\n<p>    Menschenrechtsorganisation sieht WM in einem &#8222;Klima der Angst&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Menschenrechtsorganisation Sport and Rights Alliance <a href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/fussball\/fifa-wm-2026\/menschenrechtsorganisation-sieht-wm-in-einem-klima-der-angst,infantino-trump-ice-menschenrechte-100.html\" title=\"WM 2026: Menschenrechtsorganisation sieht WM in einem &quot;Klima der Angst&quot;\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">warnte kurz vor Turnierbeginn vor einer WM in einem &#8222;Klima der Angst&#8220;<\/a>. Das FIFA-Motto &#8222;Fu\u00dfball vereint die Welt&#8220; greife nicht im Angesicht von Einreiseverboten f\u00fcr Fans oder Razzien der Einwanderungsbeh\u00f6rde ICE zu Massenabschiebungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In einem Brief an FIFA-Pr\u00e4sident Infantino forderte die SRA: Die FIFA soll die Gew\u00e4hrleistung einholen, &#8222;dass alle qualifizierten Mannschaften, Medienvertreter und Fans, die von diskriminierenden Visa- und Einreiseverboten sowie von der \u00dcberwachung ihrer Social-Media-Aktivit\u00e4ten betroffen sind, ungeachtet ihrer Nationalit\u00e4t, Religion, ihres Geschlechts oder ihrer politischen \u00dcberzeugung gleichberechtigten Zugang zum Turnier erhalten&#8220;. Eine Antwort bekam die SRA eigenen Angaben zufolge nicht. Eine Anfrage der Sportschau dazu kommentierte die FIFA nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.06.2026 \u2022 14:18 Uhr Ein f\u00fcr die WM nominierter Schiedsrichter aus Somalia ist die Einreise in die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1081425,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[136],"tags":[29,5695,347,30,16732,265,64,59416,229699],"class_list":["post-1081424","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-sport","tag-deutschland","tag-fifa","tag-fussball","tag-germany","tag-somalia","tag-sport","tag-usa","tag-wm-2026","tag-wm-hintergrund"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116720284594898456","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1081424","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1081424"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1081424\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1081425"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1081424"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1081424"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1081424"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}