{"id":1081483,"date":"2026-06-09T13:36:30","date_gmt":"2026-06-09T13:36:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1081483\/"},"modified":"2026-06-09T13:36:30","modified_gmt":"2026-06-09T13:36:30","slug":"us-vorwahlen-trumps-machtprobe-und-ihre-grenzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1081483\/","title":{"rendered":"US-Vorwahlen: Trumps Machtprobe &#8211; und ihre Grenzen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/trump-5002.jpg\" alt=\"Donald Trump\" title=\"Donald Trump | Getty Images via AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 09.06.2026 \u2022 12:49 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>In den USA finden Vorwahlen statt &#8211; heute gleich in vier Bundesstaaten. Sie entscheiden, welche Kandidaten im November bei den Midterms antreten. Pr\u00e4sident Trump mischt sich massiv ein &#8211; aber hilft das seiner Partei?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/korrespondenten\/schneider-160.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Anne Schneider\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schneider-166.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die laufenden Vorwahlen vor den Midterms im Herbst zeigen ein widerspr\u00fcchliches Bild: US-Pr\u00e4sident Donald Trump pr\u00e4gt die Republikanische Partei stark &#8211; doch genau das k\u00f6nnte ihr im November schaden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein Beispiel ist der Bundesstaat Kentucky: Dort hat Trump den republikanischen Abgeordneten Thomas Massie immer wieder \u00f6ffentlich massiv angegriffen. Ihn als &#8222;komplettes Desaster&#8220; bezeichnet, sowohl als Kongressabgeordneter als auch als Mensch. Nach dieser massiven Kritik verlor Massie seine Vorwahl deutlich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr viele Beobachter ist der Fall exemplarisch: Trump entscheidet zunehmend, wer in der Partei politisch \u00fcberlebt &#8211; und wer nicht. F\u00fcr die republikanische Strategin Jeanette Hoffmann war Massie ein Abgeordneter, der immer mit den Demokraten und gegen Trumps Agenda gestimmt habe. Daher habe er mit diesem Widerstand rechnen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>    Trumps Einfluss auf die Partei &#8211; ein Problem?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Hoffmann ist deshalb klar: Trumps Einfluss funktioniert &#8211; zumindest innerhalb der eigenen Partei. Doch genau darin sehen andere ein Problem. Die demokratische Politikanalystin Marsha Espinosa kritisiert beispielsweise, dass Trump die Loyalit\u00e4t ihm gegen\u00fcber offenbar wichtiger sei als der Erfolg der Partei generell. Was aber wiederum den Republikanern schaden k\u00f6nne.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und tats\u00e4chlich zeigen die Vorwahlen auch die Schattenseiten von Trumps Strategie. So hat er in Texas den konservativen Kandidaten Ken Paxton statt des moderateren Amtsinhabers John Cornyn unterst\u00fctzt. Paxton gewann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hierdurch er\u00f6ffnen sich jedoch f\u00fcr die Demokraten neue Chancen: n\u00e4mlich mehr Stimmen in der Mitte zu gewinnen. Zudem war Cornyns Wahlkampfkasse gut gef\u00fcllt, nicht aber die von Paxton.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Espinosa geht deshalb davon aus, dass die Republikaner f\u00fcr Paxtons Kongresswahl deutlich mehr Geld ausgeben m\u00fcssen. Geld, das dann dem Wahlkampf in anderen Bundesstaaten entzogen wird. Also mehr interne K\u00e4mpfe, mehr Kosten &#8211; und weniger Ressourcen f\u00fcr das entscheidende Rennen im Herbst.<\/p>\n<p>    Widerstand in Trumps eigener Partei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Republikanerin Hoffmann sieht zudem Risiken f\u00fcr Trump selbst. Er habe ein &#8222;kleines Problem&#8220; mit seinem Rachefeldzug, sagt sie im Fernsehsender ABC.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Tats\u00e4chlich haben die harten Abrechnungen mit innerparteilichen Gegnern schon dazu gef\u00fchrt, dass Trump im Kongress nicht immer auf die Unterst\u00fctzung der Republikaner z\u00e4hlen kann &#8211; wie in der vergangenen Woche bei einer <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/usa-repraesentantenhaus-iran-krieg-100.html\" title=\"US-Repr\u00e4sentantenhaus stimmt gegen Iran-Krieg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Abstimmung zum Iran-Krieg<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hier stimmten vier Republikaner zusammen mit den Demokraten f\u00fcr eine Resolution, die den Pr\u00e4sidenten auffordert, entweder die Kampfhandlungen zu beenden oder die Zustimmung des Kongresses einzuholen. Der Beschluss gilt zwar als politisch symbolisch, belegt aber, dass selbst in der eigenen Partei Widerstand gegen Trumps Kurs entsteht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bislang zeigen die Vorwahlen: Trump bringt zwar seine Wunschkandidaten durch. Ob ihm das am Ende n\u00fctzt und seine Partei damit auch die Wahlen gewinnt, wird sich erst noch zeigen. Die n\u00e4chsten Vorwahlen stehen schon heute an &#8211; in gleich vier Bundesstaaten: Maine, Nevada, South Carolina und North Dakota.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.06.2026 \u2022 12:49 Uhr In den USA finden Vorwahlen statt &#8211; heute gleich in vier Bundesstaaten. 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