{"id":1082216,"date":"2026-06-09T20:31:15","date_gmt":"2026-06-09T20:31:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1082216\/"},"modified":"2026-06-09T20:31:15","modified_gmt":"2026-06-09T20:31:15","slug":"eu-souveraenitaet-kommission-plant-320-milliarden-euro-fuer-tech-unabhaengigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1082216\/","title":{"rendered":"EU-Souver\u00e4nit\u00e4t: Kommission plant 320 Milliarden Euro f\u00fcr Tech-Unabh\u00e4ngigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Am heutigen Dienstag stellte sie ein umfassendes Ma\u00dfnahmenpaket vor, das die Bereiche Halbleiter, Cloud und K\u00fcnstliche Intelligenz neu ordnen soll. Das Ziel: Bis 2035 sollen europ\u00e4ische Anbieter deutlich mehr Marktanteile erobern.<\/p>\n<p>Vier S\u00e4ulen f\u00fcr die digitale Unabh\u00e4ngigkeit<\/p>\n<p>Das Paket zur \u201eEurop\u00e4ischen Technologischen Souver\u00e4nit\u00e4t&#8220; ruht auf vier zentralen Pfeilern: einer Neuauflage des Chips Acts, dem \u201eCloud and AI Development Act&#8220; (CADA), einer Open-Source-Strategie sowie einer Roadmap zur Digitalisierung des Energiesektors. EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen betonte, die Union d\u00fcrfe bei grundlegenden Technologien nicht l\u00e4nger von externen Anbietern abh\u00e4ngig sein.<\/p>\n<p>Anzeige: Die EU-Kommission will den Marktanteil europ\u00e4ischer Cloud-Anbieter bis 2035 auf 30 Prozent verdoppeln und 100 Prozent der kritischen \u00f6ffentlichen Anwendungen auf souver\u00e4ne Dienste umstellen. Wer jetzt nicht handelt, riskiert Abh\u00e4ngigkeit von US-Cloud-Anbietern und CLOUD Act. Dieser Report zeigt Ihnen die 4 Stufen der Cloud-Souver\u00e4nit\u00e4t und einen konkreten Fahrplan f\u00fcr Ihre Beh\u00f6rde. <strong><a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/eu-320-mrd-euro-plan-tech-unabhaengigkeit-bis-2035-3357?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_962356:Topic_digital_transformation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=3357\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Souver\u00e4nit\u00e4ts-Report anfordern<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Chips Act 2.0: Schnellere Genehmigungen und Qualit\u00e4tssiegel<\/p>\n<p>Ein Kernst\u00fcck des Pakets ist der <strong>Chips Act 2.0<\/strong>. Er f\u00fchrt ein \u201eG\u00fctesiegel&#8220; f\u00fcr Halbleiterregionen ein und begrenzt Genehmigungsverfahren f\u00fcr neue Fabriken auf maximal ein Jahr. Die Kommission rechnet damit, dass KI-bezogene Komponenten bis 2030 mehr als 70 Prozent des gesamten Halbleitermarktes ausmachen werden.<\/p>\n<p>Parallel dazu sieht der Cloud- und KI-Entwicklungsgesetz vor, die europ\u00e4ische Rechenzentrumskapazit\u00e4t in den n\u00e4chsten f\u00fcnf bis sieben Jahren zu verdreifachen. Das ambitionierte Ziel: 75 Prozent aller EU-Unternehmen sollen bis 2030 Cloud-Edge-Technologien nutzen. Erste Erfolge zeichnen sich bereits ab: Die Zahl der klimaneutralen Edge-Knoten in der EU stieg von 498 im Jahr 2022 auf 1.836 im Jahr 2024. Bis Ende des Jahrzehnts sollen es 10.000 sein.<\/p>\n<p>Neue Regeln f\u00fcr den Cloud-Markt<\/p>\n<p>Die Kommission will den Marktanteil europ\u00e4ischer Cloud-Anbieter von derzeit rund 15 Prozent bis 2035 auf <strong>30 Prozent verdoppeln<\/strong>. Daf\u00fcr f\u00fchrt das Paket ein vierstufiges Klassifizierungssystem ein, das auf Eigentumsstrukturen, Lieferkettenintegrit\u00e4t und Datenresidenz basiert.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chsten Souver\u00e4nit\u00e4tsstufen (Level 3 und 4) bleiben Anbietern vorbehalten, die nicht unter ausl\u00e4ndische Gesetze wie den US-amerikanischen CLOUD Act fallen. Bis 2035 sollen 100 Prozent der kritischen \u00f6ffentlichen Anwendungen auf diesen souver\u00e4nen Cloud-Diensten laufen. Die Umstellungskosten werden auf 620 Millionen bis vier Milliarden Euro \u00fcber drei Jahre ab 2030 gesch\u00e4tzt. Langfristig verspricht sich die Kommission jedoch Einsparungen im \u00f6ffentlichen Sektor von bis zu 61 Milliarden Euro \u00fcber zehn Jahre.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Institutionen setzen bereits Zeichen<\/p>\n<p>Der Vorsto\u00df kommt nicht aus dem Nichts. Bereits am 4. Juni tauschte das Europ\u00e4ische Parlament Google als Standardsuchmaschine auf seinen Mitarbeiterrechnern gegen die franz\u00f6sische Suchmaschine <strong>Qwant<\/strong> aus \u2013 mit Verweis auf Datenschutz und digitale Souver\u00e4nit\u00e4t. Qwant entwickelt derzeit gemeinsam mit Ecosia einen eigenen unabh\u00e4ngigen Index namens \u201eStaan&#8220;.<\/p>\n<p>Auch nationale Regierungen ziehen nach: Frankreich stellt seine Verwaltungsrechner auf Linux und das Open-Source-B\u00fcropaket \u201eLaSuite&#8220; um. Die Niederlande migrieren \u00f6ffentliche Code-Repositorien von GitHub, und Belgien verlagert erste Workloads von AWS. Der Trend ist klar: Immer mehr europ\u00e4ische Staaten wollen sich vor dem rechtlichen Zugriff nicht-europ\u00e4ischer Regierungen auf ihre Daten sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Milliardenschwere Investitionen n\u00f6tig<\/p>\n<p>Anzeige: Bis 2035 sollen alle kritischen \u00f6ffentlichen Anwendungen auf souver\u00e4nen Cloud-Diensten laufen \u2013 mit Einsparungen von bis zu 61 Milliarden Euro \u00fcber zehn Jahre. Doch die Umstellung erfordert klare Kriterien. Unser Leitfaden hilft Ihnen, die richtigen europ\u00e4ischen Anbieter zu identifizieren und Ihre IT-Infrastruktur CLOUD-Act-sicher zu machen. <strong><a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/eu-320-mrd-euro-plan-tech-unabhaengigkeit-bis-2035-3357?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_962356:Topic_digital_transformation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=3357\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Leitfaden zur Cloud-Souver\u00e4nit\u00e4t jetzt sichern<\/a><\/strong><\/p>\n<p>Die Umsetzung der Souver\u00e4nit\u00e4tsziele erfordert erhebliche Mittel. Die Kommission veranschlagt <strong>120 Milliarden Euro<\/strong> f\u00fcr den Halbleitersektor und <strong>200 Milliarden Euro<\/strong> f\u00fcr Rechenzentrumsinfrastruktur bis 2036. Zum Vergleich: Europ\u00e4ische \u00f6ffentliche Einrichtungen geben derzeit rund 264 Milliarden Euro j\u00e4hrlich f\u00fcr IT-L\u00f6sungen aus \u2013 ein Gro\u00dfteil davon flie\u00dft an nicht-europ\u00e4ische Anbieter.<\/p>\n<p>Die wirtschaftlichen Chancen sind enorm: KI-gesteuerte Optimierungen im Energiesektor k\u00f6nnten die Stromkosten f\u00fcr Verbraucher um sch\u00e4tzungsweise 71 Milliarden Euro pro Jahr senken. Insgesamt erwartet die Kommission Einsparungen durch KI-basierte Optimierung in H\u00f6he von bis zu 94 Milliarden Euro j\u00e4hrlich bis 2035.<\/p>\n<p>Um die ben\u00f6tigten Fachkr\u00e4fte auszubilden, sollen ab 2027 spezielle Qualifikationsprogramme in das Erasmus+-Programm integriert werden. Das Paket ist nun offiziell vorgelegt, muss aber noch mit dem Europ\u00e4ischen Parlament und dem Rat verhandelt werden. Eine endg\u00fcltige Verabschiedung wird fr\u00fchestens 2027 erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Am heutigen Dienstag stellte sie ein umfassendes Ma\u00dfnahmenpaket vor, das die Bereiche Halbleiter, Cloud und K\u00fcnstliche Intelligenz neu&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1082217,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[172848,331,332,54345,548,942,229838,4788,663,158,3934,3935,229840,13,6422,11735,14,15,36740,12,229839],"class_list":["post-1082216","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-abhaengigkeiten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-cloud","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-eu-souveraenitaet","tag-euro","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-halbleitern","tag-headlines","tag-kommission","tag-milliarden","tag-nachrichten","tag-news","tag-paket","tag-schlagzeilen","tag-tech-unabhaengigkeit"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116722053325509791","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1082216","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1082216"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1082216\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1082217"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1082216"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1082216"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1082216"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}