{"id":1084851,"date":"2026-06-10T21:42:38","date_gmt":"2026-06-10T21:42:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1084851\/"},"modified":"2026-06-10T21:42:38","modified_gmt":"2026-06-10T21:42:38","slug":"tod-von-lyhanna-vertrauen-in-frankreichs-justiz-steht-auf-dem-spiel-sagt-macron","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1084851\/","title":{"rendered":"Tod von Lyhanna: Vertrauen in Frankreichs Justiz steht auf dem Spiel, sagt Macron"},"content":{"rendered":"<p>Die Ersch\u00fctterung \u00fcber den <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/09\/lyhanna-frankreich-justizreform\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>Tod der elfj\u00e4hrigen Lyhanna<\/strong><\/a> vor einer Woche h\u00e4lt an und zwingt die Regierung dazu, Vers\u00e4umnisse der Beh\u00f6rden einzugestehen. Pr\u00e4sident Emmanuel Macron erkl\u00e4rte, in diesem Fall habe es &#8222;offensichtliche Fehlfunktionen&#8220; gegeben. Und der Staatschef sprach davon, dass das Vertrauen in die Justiz auf dem Spiel stehe.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die Sch\u00fclerin Lyhanna sollte am Freitag im engsten Kreis in Fleurance in S\u00fcdwestfrankreich beigesetzt werden, wie der Anwalt der Familie Fran\u00e7ois Roujou de Boub\u00e9e erkl\u00e4rte. <\/p>\n<p>Bruder des Hauptverd\u00e4chtigen in Polizeigewahrsam<\/p>\n<p>Gleichzeitig sorgt die Nachricht f\u00fcr weitere Unruhe, dass Yannick B., der Bruder des Hauptverd\u00e4chtigen im Mordfall Lyhanna, im Rahmen eines anderen Verfahrens wegen mutma\u00dflicher Vergewaltigung einer Minderj\u00e4hrigen in Polizeigewahrsam genommen wurde. Zudem gibt es neue Vorw\u00fcrfe gegen den mutma\u00dflichen M\u00f6rder von Lyhanna, J\u00e9r\u00f4me B., die beiden Br\u00fcder sollen laut Medienberichten aber keinen Kontakt mehr gehabt haben.<\/p>\n<p>Emmanuel Macron mahnte, &#8222;Respekt, Unterst\u00fctzung und Anstand&#8220; m\u00fcssten Vorrang haben, gefragt sei die Solidarit\u00e4t mit der Familie. &#8222;Auf eine Trag\u00f6die antwortet man nicht mit Get\u00f6se. \u00dcbereilte Reaktionen und Demagogie werden dem nicht gerecht.\u201c<\/p>\n<p>&#8222;Wir m\u00fcssen nun verstehen, was in der Verantwortung Einzelner liegt und was auf systemische Fehlentwicklungen in den beteiligten \u00f6ffentlichen Diensten zur\u00fcckgeht\u201c, erkl\u00e4rte der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident.<\/p>\n<p>Zuerst gelte es, die ersten Untersuchungsberichte am 19. Juni abzuwarten, um dann &#8222;mit Methode&#8220; zu handeln und &#8222;im Lichte der Fakten alles zu st\u00e4rken, was gest\u00e4rkt werden muss&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Justizbudget soll weiter steigen<\/strong><\/p>\n<p>Das j\u00fcngst eingebrachte Gesetzesvorhaben zum <a href=\"https:\/\/www.assemblee-nationale.fr\/dyn\/17\/dossiers\/projet%5Fde%5Floi%5Frelatif%5Fa%5Fla%5Fprotection%5Fdes%5Fenfants\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">Schutz von Kindern <\/a> werde &#8222;nur auf Grundlage der Fakten\u201c ge\u00e4ndert, falls dies n\u00f6tig sei, erkl\u00e4rte Emmanuel Macron. Auf den von der Pr\u00e4sidentin der Nationalversammlung geforderten neuen Gesetzentwurf, der geschlechtsbezogene und sexualisierte Gewalt umfassend regeln soll, ging er nicht ein.<\/p>\n<p>Die Regierung werde &#8222;nichts unter den Teppich kehren. (&#8230;) Wenn Sanktionen n\u00f6tig sind, werden sie ausgesprochen. Wenn der vom Kabinett vorgelegte Gesetzentwurf ge\u00e4ndert werden muss, wird er ge\u00e4ndert\u201c, sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon.<\/p>\n<p>Sie k\u00fcndigte au\u00dferdem an, das Kabinett werde dem Parlament vorschlagen, \u201eden Haushalt der Justiz im Jahr 2027 weiter zu erh\u00f6hen\u201c, nannte dazu aber keine weiteren Details.<\/p>\n<p>Premier S\u00e9bastien Lecornu r\u00e4umt Probleme der Justiz ein<\/p>\n<p>Premierminister <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/search?query=Lecornu\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">S\u00e9bastien Lecornu<\/a> r\u00e4umte seinerseits vor dem Senat ein, dass die franz\u00f6sische Justiz ein Problem der &#8222;Ressourcen\u201c habe: Eine bessere Abstimmung &#8222;zwischen Ermittlern, Gendarmen, Staatsanwaltschaften &#8230; all dies h\u00e4tte vielleicht erlauben k\u00f6nnen, das Drama von Lyhanna zu verhindern\u201c.<\/p>\n<p>Der Regierungschef stellte in Aussicht, dass Einstellungen von Verfahren, an denen Kinder beteiligt sind, nur noch mit ausreichender Begr\u00fcndung erfolgen sollen. \u201eDer Entwurf dieses Erlasses liegt bereits vor, und ich werde ihn gemeinsam mit dem Justizminister in den n\u00e4chsten Tagen unterzeichnen\u201c, sagte der Premierminister in der Fragestunde der Regierung.<\/p>\n<p>Die Ma\u00dfnahme steht in direktem Zusammenhang mit dem Fall Lyhanna: Vor einigen Tagen hatten lokale Medien berichtet, dass der Hauptverd\u00e4chtige, J\u00e9r\u00f4me B., bereits mehrfach angezeigt worden war, einige dieser Verfahren aber eingestellt wurden.<\/p>\n<p><strong>Senat setzt Untersuchungskommission zu Justiz ein<\/strong><\/p>\n<p>Die zweite Kammer des Parlaments, der Senat, hat beschlossen, eine Untersuchungskommission zu Fehlfunktionen der Justiz und zur Steuerung der Strafpolitik einzusetzen.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen ein umfassendes Bild der tats\u00e4chlichen Probleme der Justiz zeichnen, weit \u00fcber den Rahmen der Ermittlungen zum Verschwinden von Lyhanna hinaus\u201c, erkl\u00e4rte die konservative Fraktion Les R\u00e9publicains. Ziel sei es, \u201eden systemischen Charakter der Fehlfunktionen\u201c zu bestimmen, k\u00fcndigte Senatspr\u00e4sident G\u00e9rard Larcher zu Beginn der Fragestunde an die Regierung an.<\/p>\n<p>Die Senatorin Muriel Jourda aus dem D\u00e9partement Morbihan wird die partei\u00fcbergreifende Kontrollmission als Berichterstatterin begleiten.<\/p>\n<p>R\u00fccktritt des Justizministers gefordert<\/p>\n<p>Am Montag waren in ganz Frankreich etwa 60 000 Menschen auf die Stra\u00dfe gegangen. Sie prangerten Probleme der Justiz beim Umgang mit F\u00e4llen sexualisierter Gewalt an, insbesondere wenn Minderj\u00e4hrige betroffen sind. Die Demonstrierenden forderten au\u00dferdem den R\u00fccktritt von Justizminister <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/search?query=Darmanin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">G\u00e9rald Darmanin<\/a>. Er lehnte dies ab, entschuldigte sich jedoch f\u00fcr das, was er im Fall Lyhanna als &#8222;enorme Fehlleistung&#8220; bezeichnete.<\/p>\n<p>Der konservative G\u00e9rald Darmanin war von 2020 bis 2024 Frankreichs Innenminister, seit Dezember 2024 leitet er das Ressort der Justiz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Ersch\u00fctterung \u00fcber den Tod der elfj\u00e4hrigen Lyhanna vor einer Woche h\u00e4lt an und zwingt die Regierung dazu,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1084852,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3974],"tags":[331,332,1356,548,663,3934,3980,156,1724,13,1015,1114,19613,14,15,12],"class_list":["post-1084851","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-frankreich","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-emmanuel-macron","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-france","tag-frankreich","tag-gesellschaft","tag-headlines","tag-justiz","tag-kinder","tag-mordfall","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116727994753772671","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1084851","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1084851"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1084851\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1084852"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1084851"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1084851"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1084851"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}