{"id":1085348,"date":"2026-06-11T02:24:27","date_gmt":"2026-06-11T02:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1085348\/"},"modified":"2026-06-11T02:24:27","modified_gmt":"2026-06-11T02:24:27","slug":"duesseldorf-jan-wellem-jagdrevier-im-aaper-wald-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1085348\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Jan-Wellem-Jagdrevier im Aaper Wald entdeckt"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/aaper-wald\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aaper Wald<\/a> ist mit seinen H\u00fcgeln ein beliebtes Ausflugsziel. Zahlreiche Wander- und Reitwege f\u00fchren unter zum Teil 250 Jahre alten B\u00e4umen hindurch, immer wieder tun sich neue Ausblicke auf, laden B\u00e4nke zum Verweilen ein. Der Wald ist aber noch viel mehr als ein reines Naherholungsgebiet. Wer wei\u00df, wie man genauer hinschaut, der kann auch zahlreiche historische Spuren entdecken.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIn der Stadt wurde alles \u00fcberbaut, im Feld kaputtgepfl\u00fcgt, doch im Wald ist noch alles erhalten. Hier gibt es Geschichte pur \u2013 von der Steinzeit bis heute\u201c, sagt Peter Schulenberg. Der ehrenamtliche Arch\u00e4ologe und Heimatforscher untersucht seit vielen Jahren gemeinsam mit seiner Frau Gaby die Landschaften rund um D\u00fcsseldorf und hat zu den Erkenntnissen bereits zahlreiche Schriften ver\u00f6ffentlicht, etwa zu den W\u00e4llen eines von 1877 bis 1910 durch die D\u00fcsseldorfer Garnison betriebenen Schie\u00dfstandes.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seit einiger Zeit wird Peter Schulenberg dabei von J\u00f6rg Hierstetter begleitet. Der ehemalige Vorhandwerker beim Forstrevier Mitte kennt jeden Quadratmeter des Waldes und seine Besonderheiten. Gemeinsam mit Schulenberg hat er beispielsweise schon zu ehemaligen Grenzsteinen, Hohlwegen und Bunkeranlagen geforscht. Ihr aktuelles Projekt sei aber \u201eeinmalig f\u00fcr unsere Region\u201c und soll deshalb ein Kulturdenkmal werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Was die beiden Forscher so begeistert, sind kleine W\u00e4lle und Gr\u00e4ben, die um die gro\u00dfe Freifl\u00e4che rund um Gut Wolfsaap am Bauenh\u00e4user Weg angeordnet sind. Auf diese stie\u00dfen sie, nachdem ein Freund ihnen eine Kopie einer alten Karte aus dem Landesarchiv NRW aus dem Jahr 1796 zuschickte. \u201eDas ist eine sehr detaillierte Karte des gesamten Aaper Waldes, jeder H\u00fcgel, jeder Baum ist dort mit Bezeichnung eingezeichnet\u201c, schw\u00e4rmt Schulenberg. Auff\u00e4llig war eine gro\u00dfe Freifl\u00e4che, die von einer Hecke abgegrenzt wurde. \u201eDas hat uns neugierig gemacht\u201c, sagt Hierstetter, der sich an Gr\u00e4ben in diesem Bereich erinnern konnte, denen er aber bislang keine Bedeutung geschenkt hatte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die beiden Forscher machten sich daraufhin auf in den Wald und entdeckten, dass die W\u00e4lle und Gr\u00e4ben auch heute noch fast komplett die rund 15 Hektar gro\u00dfe Fl\u00e4che rund um das Gut Wolfsaap umgeben, die heute als Pferdeweide genutzt wird. \u201eWir gehen davon aus, dass es sich um eine sehr dichte dornige Hecke handelte, die auf dem Wall gepflanzt wurde, um gr\u00f6\u00dfere Wildtiere fernzuhalten\u201c, sagt Schulenberg. Denn damals war das umliegende Gel\u00e4nde ein Jagdrevier, das vom Kurf\u00fcrsten <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/jan-wellem\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jan Wellem<\/a> und seinem Nachfolger genutzt wurde.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Gut Wolfsaap wiederum geh\u00f6rte damals dem Liebfrauenkloster zu D\u00fcsseldorf. Dieses hatte das Anwesen 1392 von Herzog Wilhelm von Berg und seiner Frau geschenkt bekommen. Im Besitz des Klosters blieb das Gut bis zur Aufl\u00f6sung des Klosters 1803. \u201eDas war ein sehr reicher Hof\u201c, sagt Schulenberg, der zudem an der historischen Stra\u00dfe zwischen Gerresheim und Ratingen lag. Aber es gab noch einen weiteren Zugang, wie Schulenberg und Hierstetter herausfanden. So ist noch ein Hohlweg zwischen dem Gut Wolfsaap und dem ehemaligen Gut Bauenhaus erhalten geblieben. \u201eDer weitgehende Erhalt der die Fl\u00e4che begrenzenden Wall- und Grabenanlage mit dem begleitenden alten Baumbestand zeichnet das Areal als ein f\u00fcr D\u00fcsseldorf einmaliges Kulturlandschaftselement aus\u201c, ist das Fazit der Forscher. Es sei toll, die Funde mit Jan Wellem verbinden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ihre Ergebnisse werden sie nun an die zust\u00e4ndigen \u00c4mter wie das Amt f\u00fcr Bodendenkm\u00e4ler und die Forstbeh\u00f6rde weiterleiten. \u201eWir arbeiten in enger Abstimmung und mit Genehmigung der zust\u00e4ndigen \u00c4mter\u201c, betont Hierstetter. Ihr n\u00e4chstes Projekt wollen die Heimatforscher noch nicht bekannt geben. \u201eWir haben leider erlebt, dass dann Unbefugte die Orte aufgesucht und Dinge besch\u00e4digt oder geklaut haben\u201c, sagt Hierstetter. Sogar ein Grenzstein wurde schon entwendet. \u201eAuch die Suche mit Metalldetektoren ist illegal und streng verboten\u201c, betonen die beiden Heimatforscher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Aaper Wald ist mit seinen H\u00fcgeln ein beliebtes Ausflugsziel. 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