{"id":10860,"date":"2025-04-06T16:28:14","date_gmt":"2025-04-06T16:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/10860\/"},"modified":"2025-04-06T16:28:14","modified_gmt":"2025-04-06T16:28:14","slug":"sammelklage-apple-soll-milliarden-wegen-e-book-verbrauchertaeuschung-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/10860\/","title":{"rendered":"Sammelklage: Apple soll Milliarden wegen &#8222;E-Book-Verbrauchert\u00e4uschung&#8220; zahlen"},"content":{"rendered":"<p>Apple ist \u2013 insbesondere in den USA \u2013 regelm\u00e4\u00dfig mit Sammelklagen konfrontiert, in denen Kunden behaupten, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Sammelklage-gegen-Apple-wegen-Serienfehler-bei-der-Apple-Watch-4074888.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Produkte des Konzerns seien defekt<\/a> oder gar &#8222;Verbrauchert\u00e4uschung&#8220;. Das passiert Konzernen mit tiefen Taschen regelm\u00e4\u00dfig, oft kommen dann au\u00dfergerichtliche Einigung dabei heraus und Betroffenen werden <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Apple-zahlt-Apple-Watch-Nutzern-nach-Sammelklage-20-Millionen-US-Dollar-10266736.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">kleinere Summen<\/a> gezahlt \u2013 plus Anwaltskosten. In Kalifornien startete nun ein besonderes Verfahren gegen den iPhone-Hersteller: Eine Gruppe von Nutzern m\u00f6chte Milliarden haben, aber nicht wegen Hardwareproblemen, sondern wegen des Verkaufs von E-Books. Apple habe Verbraucher get\u00e4uscht, weil diese nur lizenziert und nicht dauerhaft erworben werden k\u00f6nnten. Das Verfahren ist nicht nur aufgrund der hohen Klagesumme interessant, sondern auch, weil zahlreiche Konzerne genau so vorgehen, auch bei Software, Musik oder Videos.<\/p>\n<p>Generelles Problem bei digitalen Inhalten<\/p>\n<p>Die Klage, \u00fcber die Macrumors als Erstes berichtete, wurde von zwei Apple-Kunden im United States District Court for the Northern District of California (<a href=\"https:\/\/de.scribd.com\/document\/845533211\/Morehouse-et-al-v-Apple-Inc\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">5:25-cv-2988<\/a>) eingereicht. Wie \u00fcblich muss der Richter noch absegnen, dass sie Sammelklagenstatus bekommt. Warum nur Apple verklagt wurde, dessen E-Book-Laden namens Apple Books deutlich kleiner als etwa Amazons Kindle Store ist, blieb zun\u00e4chst unklar. Die Schadenssumme ist mit 5 Milliarden US-Dollar sehr hoch angesetzt.<\/p>\n<p>Apples Art des Verkaufs seiner E-Books ist keineswegs ungew\u00f6hnlich. Im Zuge der Digitalisierung setzen nahezu alle Anbieter \u00fcber das Internet verkaufter Inhalte auf dieses Gesch\u00e4ftsmodell. Kunden erwerben dabei beispielsweise ein E-Book nicht f\u00fcr immer, sondern erwerben \u2013 laut Nutzungs- und Vertragsbedingungen \u2013 eine Lizenz, die der Anbieter auch zur\u00fcckziehen kann. Im Ergebnis, behaupten die Kl\u00e4ger, sei es bereits passiert, dass einige Kunden den Zugang auf ihre digitalen B\u00fccher verloren h\u00e4tten \u2013 inklusive verwehrtem Redownload, obwohl sie daf\u00fcr bezahlt h\u00e4tten. &#8222;Apple entfernt B\u00fccher ohne Vorwarnung und ohne R\u00fcckerstattung&#8220;, hei\u00dft es in der Klage weiter.<\/p>\n<p>Inhalte k\u00f6nnen verschwinden<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich findet sich in den Bedingungen der f\u00fcr US-Kunden geltenden <a href=\"https:\/\/www.apple.com\/legal\/internet-services\/itunes\/us\/terms.html\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">&#8222;Apple Media Services&#8220;<\/a> folgender Abschnitt: &#8222;Auch wenn es unwahrscheinlich ist, kann es vorkommen, dass Inhalte nach dem Kauf aus den Diensten entfernt werden und nicht mehr von Apple heruntergeladen oder abgerufen werden k\u00f6nnen (etwa weil Apple sein Recht vom Anbieter der Inhalte verliert, diese zur Verf\u00fcgung zu stellen).&#8220; Apple r\u00e4t daher, alle gekauften Inhalte herunterzuladen und Backups anzulegen \u2013 was jedoch nicht immer leicht ist, weil E-Books beispielsweise im Dateisystem <a href=\"https:\/\/discussions.apple.com\/thread\/254671573?sortBy=rank\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">gut versteckt<\/a> sind.<\/p>\n<p>Es ist wie erw\u00e4hnt unklar, ob die Klage wirklich Sammelklagenstatus erh\u00e4lt und ob sie nicht fr\u00fchzeitig abgewiesen wird. Die Kl\u00e4ger fordern besagte 5 Milliarden Dollar als Schadenersatz, diese sollen dann an alle K\u00e4ufer digitaler B\u00fccher \u2013 sowie auch digitaler H\u00f6rb\u00fccher \u2013 ausgezahlt werden. Apple hat sich zu dem Verfahren noch nicht ge\u00e4u\u00dfert. Aktuell steht auch die Richterwahl noch aus, schreibt Macrumors.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:bsc@heise.de\" title=\"Ben Schwan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bsc<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Apple ist \u2013 insbesondere in den USA \u2013 regelm\u00e4\u00dfig mit Sammelklagen konfrontiert, in denen Kunden behaupten, Produkte des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":10861,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[231,8124,1784,1785,175,29,8126,214,30,1789,1273,8125,215,64,55],"class_list":{"0":"post-10860","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-apple","9":"tag-apple-books","10":"tag-books","11":"tag-buecher","12":"tag-business","13":"tag-deutschland","14":"tag-ebook","15":"tag-entertainment","16":"tag-germany","17":"tag-klage","18":"tag-mobiles","19":"tag-sammelklage","20":"tag-unterhaltung","21":"tag-usa","22":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114291966443246890","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10860","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10860"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10860\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10860"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10860"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}