{"id":1086728,"date":"2026-06-11T15:44:24","date_gmt":"2026-06-11T15:44:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1086728\/"},"modified":"2026-06-11T15:44:24","modified_gmt":"2026-06-11T15:44:24","slug":"kiesabbau-im-kreis-wesel-brisante-zahlen-vor-ovg-urteil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1086728\/","title":{"rendered":"Kiesabbau im Kreis Wesel: Brisante Zahlen vor OVG-Urteil"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">J\u00fcngst ins laufende Gerichtsverfahren eingebrachte Unterlagen br\u00e4chten eine alarmierende Tatsache ans Licht, hei\u00dft es darin. Sie zeichneten n\u00e4mlich ein deutlich anderes Bild der tats\u00e4chlichen Rohstoffversorgung in der Region als die st\u00e4ndig zitierten Monitoringberichte. W\u00e4hrend sich Gegner neuer Gewinnungsfl\u00e4chen seit Jahren auf die Angaben des Geologischen Dienstes beriefen und auf eine rechnerische Versorgungsreichweite von mehr als 20 Jahren verwiesen, zeigten die bisher unbekannten Berechnungen der Regionalplanungsbeh\u00f6rde eine deutlich kritischere Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Initiative: Restmengen reichen nur noch f\u00fcr sieben Jahre      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Laut den Interessensvertretern der Rohstoffbranche reichten den besagten Unterlagen zufolge die tats\u00e4chlich genehmigten Restmengen f\u00fcr Sand und Kies Anfang 2021 nur noch f\u00fcr rund sieben Jahre. F\u00fcr den Zeitpunkt des Inkrafttretens des Regionalplans Ruhr im Jahr 2024 sei dieser Wert auf lediglich rund f\u00fcnf Jahre fortgeschrieben worden, hei\u00dft es. \u201eUns liegen die entsprechenden Unterlagen aus dem Verfahren vor. Sie belegen schwarz auf wei\u00df, wie es tats\u00e4chlich um die Versorgungssicherung steht\u201c, erkl\u00e4rt Sascha Kruchen, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Zukunft Niederrhein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach Auffassung der Initiative best\u00e4tige sich damit ein Einwand, den die Sand- und Kiesunternehmen nach eigenen Angaben schon lange vortragen: Die Reichweiten des Abgrabungsmonitorings d\u00fcrften nicht mit tats\u00e4chlich verf\u00fcgbaren Vorr\u00e4ten gleichgesetzt werden, so Kruchen. Denn das Monitoring erfasse auch Fl\u00e4chen, die zwar geologisch Rohstoffe enthielten, f\u00fcr eine Gewinnung aber aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden nicht zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden, etwa wegen der Eigentumsverh\u00e4ltnisse, konkurrierender Nutzungen, naturschutzrechtlicher Restriktionen, mangelnder Wirtschaftlichkeit oder unzureichender Rohstoffqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Keine neuen Gewinnungsprojekte genehmigt       <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eSeit Jahren wird von Teilen der Politik und der Kiesgegnerschaft der Eindruck vermittelt, die Region verf\u00fcge noch \u00fcber Rohstoffvorr\u00e4te f\u00fcr mehrere Jahrzehnte\u201c, so Kruchen. \u201eDie jetzt vorliegenden Zahlen zeigen jedoch, dass die tats\u00e4chlich genehmigten und damit real verf\u00fcgbaren Vorr\u00e4te schon kurz vor Inkrafttreten des neuen Regionalplans nur noch wenige Jahre ausgereicht h\u00e4tten. Genau auf diese Diskrepanz haben wir immer hingewiesen und sie ist tats\u00e4chlich noch gr\u00f6\u00dfer, als wir bef\u00fcrchtet hatten.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Besonders besorgniserregend sei aus Sicht der Initiative, dass diese Situation keine theoretische Zukunftsbetrachtung darstellt, hei\u00dft es weiter. Seitdem der Regionalplan rechtskr\u00e4ftig ist, seien n\u00e4mlich nahezu keine neuen Gewinnungsprojekte genehmigt worden. Ein Erfolg der Klagen der Kommunen gegen den Regionalplan w\u00fcrde die eigentliche Herausforderung dementsprechend weiter versch\u00e4rfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"J\u00fcngst ins laufende Gerichtsverfahren eingebrachte Unterlagen br\u00e4chten eine alarmierende Tatsache ans Licht, hei\u00dft es darin. 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