{"id":1087072,"date":"2026-06-11T18:52:26","date_gmt":"2026-06-11T18:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1087072\/"},"modified":"2026-06-11T18:52:26","modified_gmt":"2026-06-11T18:52:26","slug":"laender-stellen-sich-in-hannover-gegen-sparplaene-fuer-krankenhaeuser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1087072\/","title":{"rendered":"L\u00e4nder stellen sich in Hannover gegen Sparpl\u00e4ne f\u00fcr Krankenh\u00e4user"},"content":{"rendered":"<p>\n                Stand: 11.06.2026 20:41 Uhr<\/p>\n<p class=\"preface\">Nach der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover dr\u00e4ngen die L\u00e4nder auf Nachbesserungen an den geplanten Gesundheitsreformen. Kritik gibt es vor allem an den Sparma\u00dfnahmen f\u00fcr Krankenh\u00e4user.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Jule Lampe<\/p>\n<p class=\"\">Zwei Tage lang haben die L\u00e4nder \u00fcber Reformen im Gesundheitssystem verhandelt. Die vom Bund geplanten Reformen haben dabei die Gespr\u00e4che dominiert. Zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen sollen Milliarden eingespart werden &#8211; besonders die Krankenh\u00e4user w\u00e4ren davon betroffen. Aber auch niedergelassene Haus- und Kinder\u00e4rzte, Facharztpraxen, Pflegepersonal und Sozialverb\u00e4nde \u00fcbten <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/hannover_weser-leinegebiet\/gesundheitsminister-beraten-ueber-eine-bessere-versorgung-von-frauen,gmk-100.html\" title=\"Gesundheitsminister beraten \u00fcber eine bessere Versorgung von Frauen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kritik<\/a> an dem Vorhaben. Vertreter mehrerer L\u00e4nder machten am Donnerstag deshalb deutlich, dass sie den aktuellen Sparplan in wichtigen Punkten f\u00fcr unausgewogen halten. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) forderte, zun\u00e4chst notwendige Strukturreformen umzusetzen. Die Sozialversicherung d\u00fcrfe nicht zur &#8222;Sparkasse des Bundes&#8220; werden.<\/p>\n<p>    Sorge um die wirtschaftliche Lage der Kliniken<\/p>\n<p class=\"\">Besonders kritisch sehen viele L\u00e4nder die Auswirkungen auf die Krankenh\u00e4user. W\u00e4hrend der Bund auf Einsparungen zur Stabilisierung der Finanzen setzt, warnen die L\u00e4nder vor zus\u00e4tzlichen Belastungen f\u00fcr Kliniken, die vielerorts bereits wirtschaftlich unter Druck stehen. &#8222;Die Krankenhausfrage ist die schwierigste&#8220;, sagte Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister in Nordrhein-Westfalen. Es sei nun mal die Wahrheit, dass die Mehrheit der Krankenh\u00e4user schon jetzt keine schwarzen Zahlen mehr schreibe. Daher sollen in den kommenden Wochen weitere Gespr\u00e4che zwischen dem Bund und den L\u00e4ndern stattfinden. Das Ziel sei, die Krankenh\u00e4user wirtschaftlich abzusichern und Versorgung zu garantieren. Konkreter werden die L\u00e4nder nach der zweit\u00e4gigen Konferenz nicht.<\/p>\n<p>    Bund und L\u00e4nder setzen auf weitere Gespr\u00e4che<\/p>\n<p class=\"\">Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verteidigte die <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/reform-gesundheitssystem-warken-100.html\" title=\"Gesundheitsreform sieht Einschnitte f\u00fcr alle Bereiche vor\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Reformpl\u00e4ne<\/a>. &#8222;Die Jahre des Wachstums sind nicht mehr da&#8220;, erkl\u00e4rte sie bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Ziel sei es, das milliardenschwere Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung auszugleichen und daf\u00fcr seien gro\u00dfe Reformen notwendig. Gleichzeitig zeigte sich Warken jedoch offen f\u00fcr \u00c4nderungen. Auch habe es schon erste Ideen gegeben, wie die aussehen k\u00f6nnen. Kommuniziert wurde dies jedoch nicht.<\/p>\n<p>    B\u00fcrokratieabbau und neues Prim\u00e4rversorgungssystem<\/p>\n<p class=\"\">Neben den aktuellen Reformdebatten fasste die Gesundheitsministerkonferenz zahlreiche Beschl\u00fcsse. Einer der Schwerpunkte war der Abbau b\u00fcrokratischer H\u00fcrden im Gesundheitswesen. Das sei auch mit Blick auf die Einsparungen unverzichtbar, betonten Bund und L\u00e4nder. Die L\u00e4nder sprachen sich unter anderem f\u00fcr weniger B\u00fcrokratie in Arztpraxen und bei den Krankenkassen aus. Ebenfalls beschlossen wurde die Einf\u00fchrung eines elektronischen Impfpasses. Im Rahmen der Konferenz h\u00e4tten die L\u00e4nder zudem einstimmig f\u00fcr die Einf\u00fchrung eines Prim\u00e4rversorgungssystems gestimmt. Ziel sei es, Patientinnen und Patienten k\u00fcnftig gezielter durch das Gesundheitssystem zu steuern. Gleichzeitig sollen unn\u00f6tige Doppeluntersuchungen und Fehlsteuerungen reduziert werden.<\/p>\n<p>    Konferenz begleitet von Protesten<\/p>\n<p class=\"\">Begleitet wurde die Gesundheitsministerkonferenz <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/hannover_weser-leinegebiet\/gesundheitsminister-beraten-ueber-eine-bessere-versorgung-von-frauen,gmk-100.html\" title=\"Gesundheitsminister beraten \u00fcber eine bessere Versorgung von Frauen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">von umfangreichen Protesten<\/a>. Knapp 8.000 Besch\u00e4ftigte aus Krankenh\u00e4usern, Pflegeeinrichtungen und sozialen Einrichtungen demonstrierten in Hannover zum Auftakt der Gesundheitsministerkonferenz gegen die Reformpl\u00e4ne des Bundes. Gewerkschaften, Krankenhausgesellschaften und Sozialverb\u00e4nde warnten vor Stellenabbau, einer Versch\u00e4rfung des Fachkr\u00e4ftemangels und zus\u00e4tzlichen Belastungen f\u00fcr Versicherte und Pflegebed\u00fcrftige.<\/p>\n<p>    Wie es jetzt weitergeht<\/p>\n<p class=\"\">Ob die L\u00e4nder ihre Forderungen am Ende durchsetzen k\u00f6nnen, ist offen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Schlotzhauer wollte einen Vermittlungsausschuss zwar nicht prognostizieren, schloss ihn aber auch nicht aus. &#8222;Ich finde, der Bund muss da nochmal seine Hausaufgaben machen&#8220;, sagte sie. Zuspruch erhielt sie dabei auch vom Amtskollegen Laumann. Er betonte, dass es nicht erw\u00fcnscht sei, dass es zu einem Vermittlungsausschuss kommt. Ziel sei es, die Probleme in den Gesetzgebungsverfahren zu l\u00f6sen. Der Vermittlungsausschuss dient dazu, Kompromisse zu verhandeln, wenn sich Bund und L\u00e4nder bei Gesetzen nicht einig sind.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/klinik-138.webp\" alt=\"Ein Arzt h\u00e4lt ein Stethoskop hinter dem R\u00fccken in den H\u00e4nden.\" title=\"Ein Arzt h\u00e4lt ein Stethoskop hinter dem R\u00fccken in den H\u00e4nden. | picture-alliance\/ dpa\/dpaweb | Patrick Pleul\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Mehrere L\u00e4nder fordern Verbesserungen bei Forschung und Versorgung. Topthema in Hannover ist die Gesundheitsreform.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/visite-876.webp\" alt=\"Ein Arzt steht in Kittel, mit OP-Haube und Maske in einem Krankenhaus.\" title=\"Ein Arzt steht in Kittel, mit OP-Haube und Maske in einem Krankenhaus. | NDR\" class=\"responsive\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Niedersachsen arbeitet mit anderen Bundesl\u00e4ndern am Petersberger Papier. Es soll etwa regeln, wie Verletzte verteilt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 11.06.2026 20:41 Uhr Nach der Gesundheitsministerkonferenz in Hannover dr\u00e4ngen die L\u00e4nder auf Nachbesserungen an den geplanten Gesundheitsreformen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1087073,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1836],"tags":[3364,29,30,61921,4612,46,57375,166,52267,1411,36257,89288,125044,100583,42523],"class_list":["post-1087072","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-hannover","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-gesundheitsministerkonferenz","tag-gesundheitspolitik","tag-hannover","tag-karl-josef-laumann","tag-krankenkassen","tag-melanie-schlotzhauer","tag-niedersachsen","tag-nina-warken","tag-pflegekosten","tag-pflegereform","tag-sparpaket","tag-warken"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116732988516512479","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1087072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1087072"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1087072\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1087073"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1087072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1087072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1087072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}