{"id":1088215,"date":"2026-06-12T05:57:15","date_gmt":"2026-06-12T05:57:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1088215\/"},"modified":"2026-06-12T05:57:15","modified_gmt":"2026-06-12T05:57:15","slug":"gruene-besorgt-um-zu-hohe-hecken-in-wuppertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1088215\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcne besorgt um zu hohe Hecken in Wuppertal"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Werden Hecken, Z\u00e4une und Mauern in Wohngebieten in den vergangenen Jahren immer h\u00f6her? Einen solchen Trend vermutet die Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen und stellt in der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg eine gro\u00dfe Anfrage an die Verwaltung.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Hecken, Z\u00e4une und Mauern w\u00fcrden zunehmend h\u00f6her ausgef\u00fchrt werden, hei\u00dft es. Das ver\u00e4ndere nicht nur das Erscheinungsbild der Wohnquartiere, sondern f\u00fchre stellenweise auch zu einer st\u00e4rkeren Einengung von Sichtbeziehungen. \u201eDas kommt immer mal wieder an verschiedenen Ecken in Wohnsiedlungen vor\u201c, sagt Cornelia Krieger, Fraktionssprecherin der Gr\u00fcnen. Zu einem Risiko w\u00fcrden zu hohe Einfriedungen dann, wenn Autofahrer beispielsweise nicht mehr richtig um die Ecke schauen k\u00f6nnten, dadurch schneller mal ein spielendes Kind \u00fcbersehen w\u00fcrden. Auch zugewucherte Stra\u00dfenschilder seien ein Problem. \u201eWenn die H\u00f6henvorgaben aus dem Bebauungsplan nicht eingehalten werden, kann das zu einem Risiko werden\u201c, mahnt die Fraktionssprecherin.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neben Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr und auf Gehwegen betont die Fraktion die Vorteile einer geregelten H\u00f6he f\u00fcr Einfriedungen: \u201eNiedrigere Einfriedungen pr\u00e4gen in vielen Wohngebieten das Stra\u00dfenbild und tragen zu einer offenen und freundlichen Gestaltung des \u00f6ffentlichen Raums bei\u201c, hei\u00dft es. \u201eSichtbeziehungen zwischen Grundst\u00fccken, \u00f6ffentlichen Gehwegen und Stra\u00dfen k\u00f6nnen zur sozialen Kontrolle beitragen und das nachbarschaftliche Miteinander f\u00f6rdern.\u201c Auf dieser Grundlage bittet die Bezirksvertretung die Verwaltung um die Beantwortung einiger Fragen zu Kontrollverfahren, zum Umgang mit \u00dcberschreitungen von zul\u00e4ssigen H\u00f6hen und Voraussetzungen zum R\u00fcckbau.<\/p>\n<p>Verwaltung pr\u00fcft Einzelf\u00e4lle derzeit nur anlassbezogen      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Konkrete Wege, auf denen Abweichungen von zul\u00e4ssigen H\u00f6hen besonders grob \u00fcberschritten werden, k\u00f6nne die Verwaltung nicht nennen \u2013 vielmehr w\u00fcrden Abweichungen vor allem durch Hinweise aus der Nachbarschaft, im Rahmen von Ortsterminen oder durch Feststellungen im Zuge bauordnungsrechtlicher Verfahren bekannt. Ob Einfriedungsh\u00f6hen, wie in den entsprechenden Bebauungspl\u00e4nen festgesetzt, eingehalten werden, w\u00fcrde also derzeit anlassbezogen \u00fcberpr\u00fcft werden. Hierf\u00fcr ist die untere Bauaufsicht zust\u00e4ndig. Eine fl\u00e4chendeckende, regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung finde nicht statt. Einen solchen zus\u00e4tzlichen Handlungsbedarf sehe die Verwaltung zum aktuellen Zeitpunkt aber auch nicht als notwendig an.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDas ist wohl nicht auf besonderes Echo gesto\u00dfen\u201c, so Cornelia Krieger. \u201eEs ist auch verst\u00e4ndlich, dass die Stadt nicht immer hinterher sein kann. Wir werden trotzdem weiter riskante Ecken im Blick behalten und die Verwaltung im Zweifel darauf hinweisen.\u201c Hans Joachim L\u00fcppken (CDU), Bezirksb\u00fcrgermeister in Uellendahl-Katernberg, h\u00e4lt die Anfrage der Gr\u00fcnen f\u00fcr nachvollziehbar: \u201eIch kenne viele Stellen, an denen Hecken oder Z\u00e4une zu hoch scheinen. Die Frage ist eben nur, wie rigoros man dagegen vorgehen kann und will.\u201c Gewisse Risiken m\u00fcsste man, gerade heutzutage, leider schon mitdenken: \u201eWenn man nichts erkennt, wei\u00df man eben auch nicht, was dahinter passiert. Da kann ein Raum f\u00fcr Straftaten entstehen\u201c, merkt L\u00fcppken an. Seiner Ansicht nach sollte das im Blick behalten werden und \u00fcber Problemf\u00e4lle einzeln entschieden werden. Denn f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende \u00dcberpr\u00fcfung, \u201egibt es einfach zu viele Hecken in Wuppertal\u201c. Dem schlie\u00dft sich auch Janine Weegmann von der CDU an. Sie betont: \u201eEs ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema. Wir demokratischen Parteien arbeiten wunderbar zusammen und werden versuchen, gemeinsam L\u00f6sungen zu finden. So etwas darf nicht in Vergessenheit geraten.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Gabriela Ebert (SPD) bef\u00fcrwortet es ebenfalls, dass die Gr\u00fcnen das Thema in die BV gebracht haben. Auch sie meint: \u201eWenn man unsichtbar wird, birgt das eben auch mehr Gefahren. Wenn etwas passiert, dann sieht es keiner.\u201c Das sei ein Thema, an dem man dranbleiben m\u00fcsse. Gleichzeitig gibt sie zu bedenken: \u201eVon der Stadt k\u00f6nnte jetzt wohl niemand in Wuppertal herumfahren, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, welche Hecken zu niedrig, welche zu hoch sind. Das kann personell ja \u00fcberhaupt nicht gestemmt werden.\u201c Umso wichtiger sei es, als B\u00fcrger aufmerksam zu bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Werden Hecken, Z\u00e4une und Mauern in Wohngebieten in den vergangenen Jahren immer h\u00f6her? 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