{"id":1088432,"date":"2026-06-12T07:57:17","date_gmt":"2026-06-12T07:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1088432\/"},"modified":"2026-06-12T07:57:17","modified_gmt":"2026-06-12T07:57:17","slug":"sport-vs-natur-wie-gross-darf-der-1-fc-koeln-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1088432\/","title":{"rendered":"Sport vs. Natur: Wie gro\u00df darf der 1. FC K\u00f6ln werden?"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Nein, allzu malerisch wirkt die Gleueler Wiese nicht. Die Maulw\u00fcrfe haben ihre H\u00fcgel und die Schafe ihren Kot hinterlassen. Ziemlich uneben ist sie obendrein. Und dann h\u00f6rt man auch noch die Autos von der angrenzenden Stra\u00dfe. Bei Hunden allerdings ist die 600 Meter lange Fl\u00e4che als Rennstrecke recht gefragt. <\/p>\n<p>Schon mit dieser Beschreibung steckt man tief in einem erbitterten Streit, der die K\u00f6lner Stadtgesellschaft umtreibt. Denn in der N\u00e4he der Wiese liegen Vereinsheim, Trainingspl\u00e4tze und ein kleines Zweitstadion des 1. FC K\u00f6ln. Dessen F\u00fchrung m\u00f6chte unter anderem auf der Wiese drei <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article251203644\/Streit-um-Erweiterung-am-Koelner-Geissbockheim-geht-weiter.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article251203644\/Streit-um-Erweiterung-am-Koelner-Geissbockheim-geht-weiter.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">weitere Trainingspl\u00e4tze, ein Nachwuchsleistungszentrum und \u00f6ffentliche Kleinspielfelder errichten \u2013 seit bald zw\u00f6lf Jahren<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p>Ein unendlicher Konflikt \u2013 weil ein Bundesligist wachsen will<\/p>\n<p>Dagegen k\u00e4mpfen indes Naturschutzverb\u00e4nde, die B\u00fcrgerinitiative \u201eGr\u00fcng\u00fcrtel f\u00fcr alle\u201c und die Gr\u00fcnen. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.ksta.de\/sport\/1-fc-koeln\/streit-ums-geissbockheim-ovg-muenster-verhandelt-erneut-ueber-ausbauplaene-des-1-fc-koeln-1293356\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.ksta.de\/sport\/1-fc-koeln\/streit-ums-geissbockheim-ovg-muenster-verhandelt-erneut-ueber-ausbauplaene-des-1-fc-koeln-1293356&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Die Stadt K\u00f6ln hatte die FC-Pl\u00e4ne 2020 zwar abgesegnet, doch gegen den Bebauungsplan prozessierten die Verteidiger der Wiese<\/a>. Gerichte besch\u00e4ftigen sich seit Jahren damit. Demn\u00e4chst wird ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts M\u00fcnster (OVG) erwartet. Doch auch damit wird der Streit wohl nur in die n\u00e4chste Runde gehen. Sowohl die FC-Entscheider als auch die Initiatoren des B\u00fcrgerprotests deuteten bereits an, im Fall einer Niederlage w\u00fcrden sie weiter prozessieren und zum Bundesverwaltungsgericht ziehen. Bis zu dessen Entscheid k\u00f6nnten erneut Jahre vergehen. <\/p>\n<p>Dadurch d\u00fcrfte der Streit zu den l\u00e4ngsten Rechtskonflikten \u00fcberhaupt rund um Expansionsw\u00fcnsche eines Bundesligisten avancieren \u2013 so, wie fast jeder Rechtsstreit und fast jede Baustelle in K\u00f6ln Rekordl\u00e4nge erreichen.<\/p>\n<p>Ausbaupl\u00e4ne hier, Naturschutz da: \u00c4hnliche Auseinandersetzungen lassen sich bundesweit bei vielen Profiklubs beobachten \u2013 von <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.freiburg.de\/pb\/site\/Freiburg\/get\/params_E1285046697\/1802685\/Broschuere_Stadion.pdf\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.freiburg.de\/pb\/site\/Freiburg\/get\/params_E1285046697\/1802685\/Broschuere_Stadion.pdf&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Freiburg<\/a> \u00fcber <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article690bd13f154e6f61444c6e30\/monheim-stoppt-bauplaene-bayer-fussballcampus-auf-eis.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/article690bd13f154e6f61444c6e30\/monheim-stoppt-bauplaene-bayer-fussballcampus-auf-eis.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Leverkusen<\/a> bis <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.linksfraktion-charlottenburg-wilmersdorf.de\/aktuelles\/meldungen\/detail\/olympiapark-breitensport-und-naturschutz-nicht-fuer-kommerzielle-interessen-von-hertha-opfern\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.linksfraktion-charlottenburg-wilmersdorf.de\/aktuelles\/meldungen\/detail\/olympiapark-breitensport-und-naturschutz-nicht-fuer-kommerzielle-interessen-von-hertha-opfern\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Berlin<\/a>. Meist beharren beide Parteien auf ihrem Standpunkt und geben diesen als alternativlos aus \u2013 bis ein Gericht in letzter Instanz beweist, dass es eben doch Alternativen gibt. Weder stirbt, wie Ausbau-Gegner bef\u00fcrchten, das \u00d6kosystem, noch st\u00fcrzt, wie Sportfreunde prophezeien, der Fu\u00dfballklub in die Bedeutungslosigkeit. Doch diese Erkenntnis beherzigen die Streitparteien in K\u00f6ln (noch) nicht. Offenbar sind sie von ihren eigenen Argumenten allzu \u00fcberzeugt. Und die Natursch\u00fctzer haben in solchen Konflikten meist auch keine Eile.<\/p>\n<p>Bayern M\u00fcnchen und Bayer Leverkusen als Vorbilder<\/p>\n<p>Friedmund Skorzenski zum Beispiel, der Kopf der B\u00fcrgerinitiative, schw\u00e4rmt gegen\u00fcber WELT vom \u00f6kologischen Reichtum der Gleueler Wiese, die zum bekannten K\u00f6lner Gr\u00fcng\u00fcrtel geh\u00f6rt. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.regio-gruen.de\/regiogruen-verstehen\/die-geschichte\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.regio-gruen.de\/regiogruen-verstehen\/die-geschichte&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Der besteht aus Wiesen, W\u00e4ldern und Weihern, die sich in zwei riesigen Halbkreisen mit etwa 920 Hektar um die Dom-Stadt erstrecken<\/a>. Ab 1920 wurden sie vom damaligen Oberb\u00fcrgermeister Konrad Adenauer angelegt \u2013 auch wenn der wohl noch nicht wusste, dass die Gleueler Wiese die Lufttemperatur im Umfeld um etwa zwei Grad senkt, wie Natursch\u00fctzer ermittelten. <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.bund-koeln.de\/service\/publikationen\/detail\/publication\/broschuere-gleueler-wiese\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.bund-koeln.de\/service\/publikationen\/detail\/publication\/broschuere-gleueler-wiese\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Ihnen zufolge leben dort \u00fcber 50 Vogelarten, zahlreiche vom Aussterben bedrohte Insektenarten, Igel, Hasen und Eichh\u00f6rnchen<\/a>. <\/p>\n<p>Und Skorzenski hat auch eine pers\u00f6nliche Beziehung zur Wiese: Da der Rentner in der N\u00e4he wohnt, spaziert er gerne in aller Fr\u00fche dorthin und genie\u00dft \u201edie Weite, die Ruhe und den Morgendunst\u201c, der \u00fcber dem unber\u00fchrten Boden aufsteige.<\/p>\n<p>B\u00fcrgerinitiative, Naturschutzbund und Gr\u00fcne beteuern seit Jahren, wie wichtig es f\u00fcr das Klima sei, diese Fl\u00e4che nicht in versiegelte Kunstrasenpl\u00e4tze zu verwandeln. Der FC solle seine Trainingspl\u00e4tze doch an einem anderen Standort bauen \u2013 auch wenn die Pl\u00e4tze dann ein paar Kilometer vom Vereinszentrum entfernt l\u00e4gen. Die Natursch\u00fctzer k\u00f6nnen auf andere Bundesligavereine wie den FC Bayern oder Bayer Leverkusen verweisen. Auch die haben ihre Anlagen auf mehrere Orte verteilt. Selbiges gilt f\u00fcr gro\u00dfe K\u00f6lner Unternehmen wie Rewe. Deren Zentrale befindet sich in K\u00f6ln ebenfalls an mehreren Standorten. Und nicht zu Unrecht warnt die Initiative ganz grunds\u00e4tzlich, es w\u00fcrden \u201eimmer wieder Argumente gefunden, den Gr\u00fcng\u00fcrtel zu dezimieren\u201c \u2013 ob f\u00fcr die Bundeswehr, die Sporthochschule, ein Gro\u00dfkl\u00e4rwerk oder eben den FC. Da m\u00fcsse man endlich \u201eStopp!\u201c rufen.<\/p>\n<p>Steckt Egoismus hinter dem Naturschutz?<\/p>\n<p>Im Vereinsheim des FC K\u00f6ln sieht man das naturgem\u00e4\u00df anders. Dort fragt man, ob es nicht egoistisch sei, wenn Anwohner der Gleueler Wiese diesen Raum f\u00fcr sich verteidigten, obwohl sie doch ohnehin schon am attraktiven Gr\u00fcng\u00fcrtel lebten. Es gebe auch andere K\u00f6lner, die sich \u00fcber naturbelassene Wiesen freuen w\u00fcrden. Zum Beispiel im Westen der Stadt. Dort bot die FC-F\u00fchrung an, als Kompensation f\u00fcr die Gleueler Wiese Ausgleichsfl\u00e4chen zu renaturieren. Dann k\u00e4men auch die Bewohner des K\u00f6lner Westens in den Genuss ausgebauter, gr\u00fcner Erholungsbereiche (auch wenn diese, anders als die Gleueler Wiese, nicht unter Denkmalschutz stehen w\u00fcrden). Unterm Strich werde K\u00f6ln durch die drei Trainingspl\u00e4tze keinen Quadratmeter unversiegelten Naturbodens und Erholungsraums verlieren, versicherten die FC-F\u00fcrsprecher. Womit sie vor allem eins klarstellen: Alternativlos ist auch die Position der gr\u00fcnen Bewegung nicht.<\/p>\n<p>Zudem: Wenn Trainingsm\u00f6glichkeiten nicht auf modernstem Stand seien, drohe der FC f\u00fcr junge Talente unattraktiver zu werden. Eine Zersplitterung auf mehrere Standorte innerhalb K\u00f6lns sei vielleicht machbar, aber umst\u00e4ndlich und wenig anziehend. In der Konkurrenz mit anderen Bundesligavereinen sei Nachwuchsf\u00f6rderung nun mal enorm wichtig. Zwar gelten die Nachwuchszentren einiger Top-Vereine tats\u00e4chlich als noch hochwertiger. Aber abgeh\u00e4ngt ist der FC im Ligavergleich wohl nicht.<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.kicker.de\/koelner-nachwuchsleistungszentrum-zertifiziert-620774\/artikel\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.kicker.de\/koelner-nachwuchsleistungszentrum-zertifiziert-620774\/artikel&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"> Laut Deutscher Fu\u00dfball Liga (DFL) galt K\u00f6lns Talentf\u00f6rderung zumindest 2015 noch als hervorragend.<\/a> Weil der FC im Rennen der Bundesligisten aber auch k\u00fcnftig mithalten will, dr\u00e4ngt er auf einen Ausbau. Und dabei beweist er Flexibilit\u00e4t: Mit der Stadt verhandelte er bis Anfang 2024 sogar \u00fcber einen vollst\u00e4ndigen Umzug des Vereins an den Stadtrand, nach Marsdorf. Dieser Neubau aber h\u00e4tte den verschuldeten FC rund 120 Millionen Euro gekostet. Als die Stadt signalisierte, dass auch ihr daf\u00fcr das Geld fehle, gaben die FC-Oberen die Idee auf.\u00a0<\/p>\n<p>Der eskalierende, emotionalisierte Konflikt<\/p>\n<p>Zu dem Zeitpunkt fand der Verein bei den gro\u00dfen Parteien kaum Unterst\u00fctzung. Die damalige Oberb\u00fcrgermeisterin Henriette Reker zeigte dem FC ebenso die kalte Schulter wie K\u00f6lns CDU. Niemand schien dem Klub zur Seite zu stehen. Nicht f\u00fcr den Fall, dass ein Gericht den Bau genehmigen w\u00fcrde. Und erst recht nicht f\u00fcr den Fall, dass es ihn nicht genehmigen w\u00fcrde. Das hat sich seit Amtsantritt des neuen Stadtoberhaupts Ende 2025 ge\u00e4ndert. Der sportbegeisterte OB Torsten Burmester (SPD), vormals Pr\u00e4sident des Deutschen Olympischen Sportbundes, will die Trainingspl\u00e4tze am Vereinsheim. Zwischenzeitlich aber f\u00fchlten sich der Klub und viele seiner Fans alleingelassen. Was den Konflikt emotionalisierte.\u00a0<\/p>\n<p>So marschierten vor der Kommunalwahl 2025 Tausende FC-Fans am Rathaus auf. Und schimpften, Gr\u00fcne und CDU wollten \u201eunseren FC plattmachen\u201c. Schon zuvor hatten <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.ksta.de\/sport\/1-fc-koeln\/1-fc-koeln-klub-bosse-bitten-nach-banner-eklat-oberbuergermeisterin-um-entschuldigung-1-791963\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.ksta.de\/sport\/1-fc-koeln\/1-fc-koeln-klub-bosse-bitten-nach-banner-eklat-oberbuergermeisterin-um-entschuldigung-1-791963&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Fans im Stadion ein Schm\u00e4hplakat pr\u00e4sentiert, das die damalige Oberb\u00fcrgermeisterin vulg\u00e4r beleidigte<\/a>. Die verletzte Reker wiederum erstattete Anzeige und wollte die vielfache Entschuldigung der FC-F\u00fchrung nicht ohne Weiteres annehmen. Der Konflikt drohte gar ins Gewaltt\u00e4tige abzugleiten. Bei einem Umzug der Ausbau-Gegner erschienen pl\u00f6tzlich Dutzende FC-Ultras. Sie st\u00f6rten und bedrohten die Natursch\u00fctzer, bis ein Polizeiaufgebot sie abdr\u00e4ngte. Im Gegenzug drohten Kommunalpolitiker dem FC und seinen Fans, weil diese viel zu oft Pyrotechnik abbrannten. Das hatte hohe Geldstrafen f\u00fcr den Verein zur Folge (in der letzten Zweitliga-Saison rund 900.000 Euro). Warum sollte die Stadt dem Verein an vielen Stellen noch l\u00e4nger finanziell entgegenkommen, wenn der seine z\u00fcndelnden Fans nicht stoppe? So fragten Lokalpolitiker spitz.<\/p>\n<p>Die Zeit spielt gegen den FC<\/p>\n<p>Soweit absehbar, wird sich dieser Konflikt noch lange, wom\u00f6glich Jahre hinziehen. Schlie\u00dflich haben beide Parteien ihre Bereitschaft signalisiert, bis zum bitteren Ende zu prozessieren. Dabei ist aber die strategische Position des FC deutlich schlechter. Was Philipp T\u00fcroff von der FC-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung verdeutlichte, als er nun gegen\u00fcber WELT klagte, das Verfahren laufe seit so \u201evielen Jahren. Irgendwann muss doch mal eine Entscheidung stehen, mit der alle Beteiligten arbeiten k\u00f6nnen!\u201c Aus FC-Sicht leuchtet das ein. F\u00fcr den Verein steigt der Handlungsdruck von Jahr zu Jahr. Die Verteidiger der Gleueler Wiese dagegen k\u00f6nnen mit dem Ist-Zustand hervorragend leben. Sie haben Zeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nein, allzu malerisch wirkt die Gleueler Wiese nicht. 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