{"id":1089095,"date":"2026-06-12T14:09:20","date_gmt":"2026-06-12T14:09:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1089095\/"},"modified":"2026-06-12T14:09:20","modified_gmt":"2026-06-12T14:09:20","slug":"ukraine-greift-treibstoffversorgung-der-krim-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1089095\/","title":{"rendered":"Ukraine greift Treibstoffversorgung der Krim an"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ukrainische Angriffe auf Raffinerien, Br\u00fccken und Tanklastwagen sorgen daf\u00fcr, dass das Benzin auf der von <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> annektierten <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/krim\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Krim<\/a> knapp wird. <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moskau\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Moskau<\/a> muss reagieren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nur noch 20 Liter pro Woche gibt es, und auch nur, wenn man rechtzeitig einen Tankgutschein ergattert. Auf der Krim ist der Treibstoff so knapp wie nie seit der russischen Annexion der Halbinsel 2014. Grund daf\u00fcr: Anhaltende ukrainische Angriffe auf Infrastruktur und Transporte, mit denen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/kiew\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kiew<\/a> die russischen Besetzer unter Druck bringen will.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass das Benzin knapp wird, hat selbst der Kreml nun in ungewohnt offener Weise einger\u00e4umt. Sprecher Dmitri Peskow sprach von Engp\u00e4ssen und versprach, dass  Ma\u00dfnahmen ergriffen  w\u00fcrden, um diese zu beheben.<\/p>\n<p>Suche nach Rat in sozialen Medien      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Schon mehrfach wurde es aufgrund ukrainischer Angriffe in den vergangenen Jahren eng an den Tankstellen auf der Krim. Doch die jetzige Treibstoffkrise ist die schlimmste seit der Annexion vor zw\u00f6lf Jahren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In den sozialen Netzwerken wimmelt es von Anfragen und Tipps, wo noch Treibstoff zu finden ist. Der wird teilweise zum doppelten Marktpreis angeboten. F\u00fcr gestrandete Touristen richteten die Beh\u00f6rden inzwischen eine Hotline ein.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nicht nur die Einwohnerschaft, auch die Wirtschaft trifft der Mangel hart: Sie ist abh\u00e4ngig vom Tourismus, und die Krise schreckt die Urlauber ab. Fast sieben Millionen Touristen zog es im vergangenen Jahr auf die Krim. Die Hoffnungen waren gro\u00df, die Zahl in diesem Jahr zu toppen. Laut Wirtschaftszeitung  Kommersant  wurden aber Ende Mai und Anfang Juni fast 80 Prozent der Hotelbuchungen storniert.<br \/>Einige Hotels boten Benzin als Bonus f\u00fcr neue Buchungen an. Die Angebote waren schnell vergriffen.<\/p>\n<p>Angriffe auf Tanklastwagen      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ukrainische Drohnenangriffe zielen auf russische Raffinerien, Depots und Pipelines und erschwerten so die Treibstoffversorgung. Aber auch der Transport ist im Visier: So werden gezielt Tanklastwagen entlang des Landkorridors von Russland auf die Krim angegriffen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das russische Zarenreich hatte die Krim Ende des 18. Jahrhunderts von den Osmanen erobert. In Sowjetzeiten schlug Staatschef Nikita Chruschtschow die Halbinsel 1954 der ukrainischen Republik zu. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde die Krim Teil der unabh\u00e4ngigen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a>. Russland sicherte sich aber in der Krim-Stadt Sewastopol einen Marinest\u00fctzpunkt f\u00fcr seine Schwarzmeerflotte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Inmitten des politischen Umschwungs in der Ukraine Anfang 2014 setzte der russische Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/wladimir-putin\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wladimir Putin<\/a> zur \u00dcbernahme der Krim an. Die Annexion erfolgte nur Wochen sp\u00e4ter nach einem international scharf kritisierten Referendum, mit dem sich Moskau die vorgebliche Zustimmung von 97 Prozent der Bev\u00f6lkerung holte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit einer Br\u00fccke von der s\u00fcdostrussischen Stadt Kertsch aus stellte Russland einige Jahre sp\u00e4ter eine Landverbindung von eigenem Territorium her. Nach Beginn des umfassenden Moskauer Angriffskriegs auf die Ukraine 2022 stie\u00dfen auf der Krim stationierte russische Soldaten von dort aus auf den S\u00fcden der Ukraine vor und sicherten den Landweg auf die Halbinsel auch aus n\u00f6rdlicher Richtung.<\/p>\n<p>Br\u00fccke von Kertsch im Visier      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Mit Raketen und Drohnen hat die Ukraine seither versucht, Russlands Kontrolle \u00fcber die Krim und deren Zugangswege zu torpedieren. So wurden mehrere russische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer und in ihren St\u00fctzpunkten auf der Krim getroffen, wodurch Moskau zu einer Verlegung seiner Flotte an die russische Schwarzmeerk\u00fcste gezwungen war.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Ukraine griff zudem gezielt Munitionsdepots, Flugpl\u00e4tze und auch die Br\u00fccke von Kertsch an. Im Oktober 2022 wurden so zwei Br\u00fcckenabschnitte gesprengt, monatelange Reparaturarbeiten waren n\u00f6tig. Angesichts der Angriffe verlegte Russland einen Gro\u00dfteil seines Transports an Treibstoff und anderen Versorgungsg\u00fctern auf den Landweg \u00fcber besetzte Gebiete in der Ukraine hin zur Krim. Mit Drohnenangriffen auf Tanklastwagen unterbrach die Ukraine auch diese Lieferungen im vergangenen Monat.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein weiterer, stark symbolischer Schlag folgte mit dem Angriff auf ein historisches Geb\u00e4ude in Sewastopol: Dort wurde laut dem von Russland eingesetzten Gouverneur Michail Raswoschajew ein gro\u00dfes Panoramagem\u00e4lde praktisch zerst\u00f6rt, das die Verteidigung der Stadt w\u00e4hrend des Krimkriegs im 19. Jahrhundert darstellte.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das treffe Putin sicher hart, meint der russische Milit\u00e4rblogger Valeri Schirjajew.  Es ist schwer, ein anderes Kunstwerk, einen anderen Teil des nationalen Erbes zu finden, dessen Zerst\u00f6rung f\u00fcr Putin ebenso schmerzhaft w\u00e4re. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ukrainische Angriffe auf Raffinerien, Br\u00fccken und Tanklastwagen sorgen daf\u00fcr, dass das Benzin auf der von Russland annektierten Krim&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1089096,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4012],"tags":[331,332,2140,1512,10068,25711,31631,30876,13,30680,3083,231232,669,308,14,15,22066,307,12,231233,63467,118414,68080,317,28408,28404],"class_list":["post-1089095","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-ukraine","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-angriff","tag-benzin","tag-drohnen","tag-drohnenangriffe","tag-drohnenangriffen","tag-griff","tag-headlines","tag-knapp","tag-krim","tag-krimkriegs","tag-krise","tag-moskau","tag-nachrichten","tag-news","tag-russische","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-suedostrussischen","tag-treibstoff","tag-treibstoffkrise","tag-treibstoffversorgung","tag-ukraine","tag-ukrainische","tag-ukrainischer"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/116737538099697014","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1089095","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1089095"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1089095\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1089096"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1089095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1089095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1089095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}